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Kongregation für die Institute des geweihten Lebens und die Gesellschaften des apostolischen Lebens
Neubeginn in Christus

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  • Erster Teil   DAS GEWEIHTE LEBEN PRÄSENZ DER LIEBE CHRISTI INMITTEN DER MENSCHHEIT
    • Ein Weg in der Zeit
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Ein Weg in der Zeit

 

6. Gerade in der Einfachheit des Alltäglichen wächst und reift das geweihte Leben beständig, um zur Verkündigung eines Lebensstils zu werden, der eine Alternative zu jenem der Welt und zur vorherrschenden Kultur darstellt. Durch seinen Lebensstil und durch die Suche nach dem Absoluten ist es wie eine geistliche Therapie für die Übel unserer Zeit. Darum ist es innerhalb der Kirche ein Segen und ein Grund zur Hoffnung für das menschliche Leben und für das kirchliche Leben selbst.21

Neben der aktiven Präsenz neuer Generationen von geweihten Personen, die die Präsenz Christi in der Welt und den Glanz der kirchlichen Charismen lebendig machen, ist die verborgene und fruchtbare Präsenz von geweihten Männern und Frauen, die Alter, Einsamkeit, Krankheit und Leiden erfahren, gleichfalls bedeutsam. Ihrem bereits geleisteten Dienst und der Weisheit, die sie anderen mitteilen können, fügen sie nun einen eigenen, wertvollen Beitrag hinzu, indem sie sich mit der Hingabe Christi vereinen, der für seinen Leib, der die Kirche ist, gelitten hat und verherrlicht wurde (vgl. Kol 1, 24).

 

7. Das geweihte Leben ist in diesen Jahren auf dem Weg der Vertiefung, der Läuterung, des Austauschs und der Sendung vorangeschritten. In den Prozessen des Zusammenlebens wurden die persönlichen Beziehungen intensiviert, und gemeinsam wurde der kulturelle Austausch verstärkt, der als ein Gut und als ein Anreiz für die eigenen Einrichtungen anerkannt wurde. Anerkennenswert sind die Bemühungen, um zu einer Ausübung der Autorität und zu einem Gehorsam zu finden, die tiefer vom Evangelium inspiriert sind, das bestärkt, erleuchtet, verbindet, ausgleicht und versöhnt. Im Eingehen auf die Weisungen des Papstes wächst das Gespür für die Bedürfnisse der Hirten, und es wächst die Zusammenarbeit in der Ausbildung und im Apostolat unter den Instituten.

Die Beziehungen zur gesamten christlichen Gemeinschaft stellen sich immer besser als Austausch der Gaben in Gegenseitigkeit und Ergänzung zu den kirchlichen Berufungen dar.22 Die Ortskirchen sind tat sächlich der Ort, wo diese konkreten programmatischen Leitlinien festgelegt werden können, damit die Botschaft Christi die Menschen erreiche, die Gemeinschaften forme und durch das Zeugnis für die Werte des Evangeliums tief in die Gesellschaft und Kultur Christi einschneiden kann.23

Von den einfachsten Beziehungen wechselt man gerne zu einer Geschwisterlichkeit, die als gegenseitige charismatische Bereicherung erlebt wird. Es handelt sich um ein Bemühen, das dem ganzen Gottesvolk hilfreich sein kann, denn die Spiritualität der Gemeinschaft vermittelt dem institutionellen Aspekt eine Seele mit einem Gefühl des Vertrauens und der Öffnung, das ganz der Würde und der Verantwortung eines jeden Getauften entspricht.24

 




21 Vgl. Vita consecrata, 87.



22 Vgl. Lumen gentium,13; Johannes Paul II., Nachsynodales Apostolisches Schreiben Christifideles laici, 30. Dezember 1988, 20; Vita consecrata, 31.



23 Vgl. Novo millennio ineunte, 29.



24 Vgl. Novo millennio ineunte, 45.






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