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Kongregation für die Institute des geweihten Lebens und die Gesellschaften des apostolischen Lebens
Neubeginn in Christus

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  • Zweiter Teil   MUT ZUR ANNAHME DER PRÜFUNGEN UND HERAUSFORDERUNGEN
    • Einige besondere Herausforderungen
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Einige besondere Herausforderungen

 

19.Wenn wir hier die Notwendigkeit der Lebensqualität und die Aufmerksamkeit auf die Erfordernisse der Ausbildung hervorgehoben haben, dann deshalb, weil diese die vordringlichsten Aspekte zu sein scheinen. Die Kongregation für die Institute des geweihten Lebens und die Gesellschaften des apostolischen Lebens möchte jedenfalls den geweihten Personen in allen Problemen nahestehen und einen immer offeneren und konstruktiveren Dialog fortsetzten.

Die Väter der Plenaria wissen um diese Notwendigkeit und haben den Wunsch nach einer besseren Kenntnis und Zusammenarbeit mit den Instituten des geweihten Lebens und den Gesellschaften des apostolischen Lebens geäußert. Ihre Präsenz in der Ortskirche, besonders jene der Institute diözesanen Rechts, der geweihten Jungfrauen und der Eremiten verlangen eine besondere Aufmerksamkeit des Bischofs und seines Presbyteriums.

Gleichzeitig sind sie auch hellhörig für die Fragen, die sich die Ordensleute im Blick auf ihre großen Werke stellen, die es ihnen bisher ermöglicht haben, im Geiste ihrer spezifischen Charismen zu dienen: Krankenhäuser, Kollegien, Schulen und die verschiedensten Heime. In einigen Teilen der Welt werden sie mit großer Dringlichkeit verlangt, in anderen wird ihr Unterhalt schwierig. Um dafür Lösungen zu finden ist Kreativität, Umsicht, Dialog unter den Mitgliedern des Instituts, mit Instituten mit ähnlichen Werken sowie mit den Verantwortlichen der Teilkirche gefordert.

Hochaktuell ist auch das Thema der Inkulturation. Es betrifft die Art und Weise, wie das geweihte Leben verwirklicht wird, die Anpassung der Formen der Spiritualität und des Apostolats, die Leitungsstile, die Ausbildung, die Verwaltung der Einkünfte und der wirtschaftlichen Güter, die Erfüllung der Sendung. Die Appelle, die der Papst an die ganze Kirche gerichtet hat, gelten auch für das geweihte Leben: »Das Christentum des dritten Jahrtausends wird immer auf diese Notwendigkeit der Inkulturation eingehen müssen. Es bewahrt voll seine eigene Identität in totaler Treue zur Verkündigung des Evangeliums und zur Tradition der Kirche und trägt auch das Angesicht der vielen Kulturen und Völker, in die es hineingegeben und verwurzelt wird«.57 Von einer wahren Inkulturation wird für das geweihte Leben wie für die gesamte Kirche eine beachtliche Bereicherung und eine neue Epoche geistlichen und apostolischen Aufschwungs erwartet.

Wir könnten noch viele andere Erwartungen des geweihten Lebens in diesem dritten Jahrtausend erwähnen und kämen damit an keine Ende, denn der Geist drängt immer vorwärts und immer weiter. Es ist das Wort des Meisters, das in allen, die ihm nachfolgen, eine große Begeisterung wecken muß, um dankbar der Vergangenheit zu gedenken, leidenschaftlich die Gegenwart zu leben und sich vertrauensvoll der Zukunft zu öffnen.58

Wenn wir die Einladung hören, die Johannes Paul II. an die ganze Kirche gerichtet hat, dann muß das geweihte Leben ganz entschieden wieder von Christus ausgehen, indem es dessen Angesicht betrachtet und die Wege der Spiritualität als Wege des Lebens, der Pädagogik und der Pastoral bevorzugt: »Die Kirche wartet auch auf euren Beitrag, Brüder und Schwestern des geweihten Lebens, um auf dieser langen Wegstrecke gemäß den Richtungsweisungen voranzugehen, die ich im Apostolischen Schreiben Novo millennio ineunte aufgezeigt habe: das Antlitz Jesu betrachten, von ihm neu ausgehen, seine Liebe bezeugen«.59 Nur dann wird das geweihte Leben neue Lebenskraft finden, um sich in den Dienst der ganzen Kirche und der ganzen Menschheit zu stellen.

 

 




57 Novo millennio ineunte, 40.



58 Vgl. Novo millennio ineunte, 1.



59 Johannes Paul II., Homilie (2. Februar 2001); L'Osservatore Romano, 4. Februar 2001.






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