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Kongregation für die Institute des geweihten Lebens und die Gesellschaften des apostolischen Lebens
Neubeginn in Christus

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  • Erster Teil   DAS GEWEIHTE LEBEN PRÄSENZ DER LIEBE CHRISTI INMITTEN DER MENSCHHEIT
    • Für die Heiligkeit des ganzen Gottesvolkes
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Für die Heiligkeit des ganzen Gottesvolkes

 

8. Der Ruf, Christus durch eine besondere Weihe nachzufolgen, ist ein Geschenk der Dreifaltigkeit an das ganze Volk der Erwählten. Die geweihten Männer und Frauen erkennen in der Taufe den gemeinsamen sakramentalen Ursprung und teilen mit den anderen Gläubigen die Berufung zur Heiligkeit und zum Apostolat. Indem sie Zeichen für diese universale Berufung sind, machen sie die besondere Sendung des geweihten Lebens sichtbar.25

Die geweihten Personen haben die Berufung zu einer »neuen und besonderen Weihe«26 für das Wohl der Kirche erhalten, was dazu verpflichtet, mit leidenschaftlicher Liebe die Lebensweise Christi, der Jungfrau Maria und der Apostel zu leben.27 In der heutigen Welt ist ein prophetisches Zeugnis gefordert, das «auf der Bekräftigung des Primats Gottes und der künftigen Güter aufbaut, wie sie in der Nachfolge und Nachahmung des keuschen, armen und gehorsamen Christus, der sich ganz dem Ruhm des Vaters und der Liebe der Brüder und Schwestern geweiht hat«,28 aufleuchtet.

Von den geweihten Personen ergeht an die Kirche eine überzeugende Einladung, den Primat der Gnade zu bedenken und durch eine hochherzige geistliche Anstrengung zu beantworten.29 Trotz der weitgreifenden Säkularisationsprozesse spüren die Gläubigen ein gewisses Bedürfnis nach Spiritualität, das sich oftmals durch ein erneuertes Bedürfnis nach Gebet äußert.30 In ihrer Gewöhnlichkeit stellen die Ereignisse des Lebens sich als Anfragen dar, die im Lichte der Umkehr zu deuten sind. Der Einsatz der Geweihten im Dienst einer evangelischen Lebensqualität trägt dazu bei, auf viele Weise die Praxis des geistlichen Lebens im christlichen Volk wach zu halten. Die religiösen Gemeinschafen bemühen sich immer mehr, Orte des Hörens und des Teilens des Wortes, der liturgischen Feier, der Pädagogik des Gebets, der Begleitung und der geistlichen Leitung zu sein. Ohne dies zu beabsichtigen wird so die Hilfe, die man anderen gibt, zum gegenseitigen Nutzen.31

 




25 Vgl. Vita consecrata, 32.



26 Vgl. Vita consecrata, 31.



27 Vgl. Vita consecrata, 28. 94.



28 Vita consecrata, 85.



29 Vgl. Novo millennio ineunte, 38.



30 Vgl. Novo millennio ineunte, 33.



31 Vgl. Vita consecrata, 103.






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