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Kongregation für die Institute des geweihten Lebens und die Gesellschaften des apostolischen Lebens
Neubeginn in Christus

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  • Zweiter Teil   MUT ZUR ANNAHME DER PRÜFUNGEN UND HERAUSFORDERUNGEN
    • Die Aufgabe der Obern und Oberinnen
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Die Aufgabe der Obern und Oberinnen

 

14. Bei der neuen Suche nach dem Sinn und der Qualität des geweihten Lebens ist die Aufgabe der Obern und Oberinnen, denen der Dienst der Autorität — eine anspruchsvolle und zuweilen angefochtene Aufgabe — anvertraut ist, von grundlegender Bedeutung. Diese Aufgabe verlangt eine ständige Anwesenheit, die zu Animation und Anregungen fähig ist, die die Begründung des geweihten Lebens in Erinnerung ruft und den ihr anvertrauten Personen zu einer stets neuen Treue zum Anruf des Geistes verhilft. Kein Oberer kann auf seine Sendung der Animation, der brüderlichen Hilfe, der Anregung, des Zuhörens, des Dialogs verzichten. Nur so wird die ganze Gemeinschaft sich in voller Brüderlichkeit und im apostolischen Dienst vereint wiederfinden. Die Anregungen, die das Dokument unserer Kongregation Das geschwisterliche Leben in Gemeinschaft gibt, bleiben von großer Aktualität, wo es von Aspekten der Autorität spricht, die es heute aufzuwerten gilt, und an die Aufgabe einer geistlichen Autorität erinnert, einer Autorität die Einheit schafft, einer Autorität die letzte Entscheidungen zu treffen weiß und deren Ausführung gewährleistet.46

Von jedem seiner Mitglieder wird eine überzeugende Teilnahme am Leben und an der Sendung der eigenen Gemeinschaft erwartet. Auch wenn es in letzter Instanz und nach dem Eigenrecht der Autorität zusteht, Entscheidungen zu fällen und Wahlen zu treffen, verlangt der Alltag eines brüderlichen Gemeinschaftslebens eine Mitbeteiligung, die Dialog und Entscheidung ermöglichen. Jeder einzelne und die ganze Gemeinschaft können so das eigene Leben mit dem Plan Gottes vergleichen und gemeinsam dessen Willen erfüllen.47 Die Mitverantwortung und die Mitbeteiligung werden auch in den verschiedenen Räten auf den jeweiligen Ebenen ausgeübt, an Orten also, an denen vor allem eine volle Einheit herrscht, damit die ständige Gegenwart des Herrn gesichert sei, der erleuchtet und führt. Der hl. Vater zögerte nicht, an die alte Weisheit der monastischen Tradition zu erinnern, die in der konkreten Verwirklichung der Spiritualität der Gemeinschaft zur Anwendung kommt und die tatsächliche Mitbeteiligung aller fördert und gewährleistet.48

Bei all dem wird eine ernsthafte ständige Weiterbildung, die in ein grundlegendes neues Überdenken der Fragen der Ausbildung in den Instituten des geweihten Lebens und der Gesellschaften des apostolischen Lebens eingebettet ist, für einen echten Weg der Erneuerung hilfreich sein: dieser nämlich »hängt hauptsächlich von der Ausbildung ihrer Mitglieder ab«.49

 




46 Vgl. Kongregation für die Institute des geweihten Lebens und die Gesellschaften des Apostolischen Lebens, Das geschwisterliche Leben in Gemeinschaft. »Congregavit nos in unum Christi amor«, Rom, 2. Februar 1994, 50.



47 Vgl. Vita consecrata, 92.



48 Vgl. Novo millennio ineunte, 45.



49 Vgl. Kongregation für die Institute des geweihten Lebens und die Gesellschaften des Apostolischen Lebens, Richtlinien für die Ausbildung in den Ordensinstituten. Potissimum Institutioni, Rom 2. Februar 1990, 1.






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