III.
DER
VON DER WERBUNG ANGERICHTETE SCHADEN
9.
Die Werbung ist nicht an sich gut oder
an sich schlecht. Sie ist ein Werkzeug, ein Instrument, das zu etwas Gutem oder
zu etwas Schlechtem benützt werden kann. Wenn sie manchmal nutzbringende
Ergebnisse wie die eben erwähnten haben kann, so kann sie auch — und das
ist nicht selten der Fall — negative, schädliche Auswirkungen auf den
einzelnen und die Gesellschaft haben.
"Communio et progressio"
enthält eine zusammenfassende Aussage zu diesem Problem: "Wenn aber
in der breiten Öffentlichkeit für schädliche oder gänzlich
unnütze Dinge geworben wird, wenn falsche Vorstellungen über die Ware
geweckt werden, wenn lediglich Instinkte angesprochen werden, entsteht der
Gesellschaft Schaden und die Werbewirtschaft verliert Vertrauen und Ansehen.
Einzelne und ganze Familien werden geschädigt, wenn die Werbung unsinnige
Wünsche weckt oder unablässig zum Kauf überflüssiger und
nur dem Genub dienender Waren anreizt; dadurch werden die Käufer
vielleicht sogar blind für das, was sie wirklich brauchen. Völlig
unzulässig ist eine Werbung, die in schamloser Weise den Geschlechtstrieb
für alles mibbraucht und um des Geldes willen ausbeutet. Unzulässig
ist sie auch dann, wenn sie derart in das Unterbewubtsein eingreift, dab die
freie Entscheidung der Käufer gefährdet ist".13
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