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Päpstlicher Rat für die sozialen Kommunikationsmittel
Ethik in Werbung

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  • III. DER VON DER WERBUNG ANGERICHTETE SCHADEN
    • c) Schäden der Werbung für die Kultur
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c) Schäden der Werbung für die Kultur

12. Einen schädlichen Einflub kann die Werbung auch auf die Kultur und kulturelle Werte haben. Wir haben von dem wirtschaftlichen Schaden gesprochen, der Entwicklungsländern von einer Werbung zugefügt werden kann, die den Konsumismus und destruktive Verhaltensweisen des Verbrauchers fördert. Denken wir auch an das kulturelle Unrecht, das diesen Nationen und ihrer Bevölkerung von der Werbung zugefügt wird, deren Inhalte und Methoden die in der Ersten Welt vorherrschenden Konsumhaltungen widerspiegeln und gesunden herkömmlichen Werten in einheimischen Kulturen widersprechen. Solcherart von den Medien "beherrscht und manipuliert zu werden", ist heute eine begründete "Furcht der Entwicklungsländer gegenüber den entwickelten Ländern" sowie eine "Sorge von Minderheiten innerhalb mancher Nationen".18

Der indirekte, aber mächtige Einflub der Werbung auf die Massenmedien, die von Einnahmen aus dieser Quelle abhängig sind, weist noch auf eine andere kulturelle Sorge hin. In dem Konkurrenzkampf, ein immer zahlreicheres Publikum anzuziehen und es an die Werbemanager auszuliefern, können sich die Medienleute — die ja tatsächlich unter mehr oder weniger starkem Druck stehen — versucht sehen, hohe künstlerische und moralische Mabstäbe aufzugeben und in Oberflächlichkeit, Geschmacklosigkeit und moralische Entartung abzugleiten.

Medienleute können auch versucht sein, die erzieherischen und sozialen Bedürfnisse bestimmter Publikumsgruppen — die ganz Jungen, die ganz Alten, die Armen — zu ignorieren, die nicht in das demographische Schema (Alter, Erziehung, Einkommen, Kauf- und Konsumgewohnheiten usw.) der Zielgruppe passen, welche die Werbemanager erreichen wollen. Auf diese Weise wird tatsächlich der Grad und das Niveau moralischer Verantwortung der Massenmedien allgemein gesenkt.

Allzuoft trägt die Werbung dazu bei, dab einzelne Gruppen in ein unzulässiges Klischee gezwängt werden, das sie im Verhältnis zu anderen benachteiligt. Das trifft häufig auf die Art und Weise zu, wie die Werbung mit Frauen umgeht; und die Ausbeutung von Frauen in der und durch die Werbung ist ein häufig anzutreffender beklagenswerter Mibbrauch. "Wie oft werden sie nicht als Personen mit einer unverletzbaren Würde behandelt, sondern als Objekte, deren Zweck darin besteht, die Vergnügungslust und Machtgier anderer zu befriedigen? Wie oft wird die Rolle der Frau als Ehefrau und Mutter unterbewertet oder sogar dem Spott ausgesetzt? Wie oft wird die Rolle der Frau im Geschäfts- oder Berufsleben als eine Karikatur des Mannes gezeichnet, wobei die spezifischen Gaben weiblicher Einsicht, ihres Mitleids und Verständnisses, die so sehr zur ?Zivilisation der Liebe' beitragen, geleugnet werden?".19




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