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| Päpstlicher Rat für die sozialen Kommunikationsmittel Ethik in Werbung IntraText CT - Text |
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d) Schäden der Werbung für Moral und Religion 13. Werbung kann geschmackvoll sein und hohen moralischen Mabstäben entsprechen, ja gelegentlich sogar moralisch erhebend sein, sie kann aber auch vulgär und moralisch erniedrigend sein. Oft spricht sie gezielt Motivationen an wie Neid, Statusstreben und Sinnenlust. Heutzutage versuchen manche Werbemanager auch, mit Hilfe makabrer, perverser, pornographischer Inhalte absichtlich zu schockieren und Erregung auszulösen. Was dieser Päpstliche Rat vor einigen Jahren über Pornographie und Gewalt in den Medien sagte, gilt genauso für manche Formen der Werbung: "Als Äuberungen der dunklen Seite der durch die Sünde verdorbenen menschlichen Natur sind die Pornographie und das Rühmen von Gewaltanwendung jahrhundertealte Wirklichkeiten des menschlichen Daseins. In den letzten fünfundzwanzig Jahren aber haben sie neue Dimensionen erreicht und sind zu ernsthaften sozialen Problemen geworden. In einer Zeit weitverbreiteter und unglückseliger Verwirrung bei den moralischen Normen haben die Kommunikationsmedien Pornographie und Gewalt einer weit gröberen Hörerschaft zugänglich gemacht, auch Jugendlichen und sogar Kindern, und was früher hauptsächlich auf die wohlhabenden Länder beschränkt war, ist nun dabei, durch die Kommunikationsmedien auch die moralischen Werte in Entwicklungsländern zu zersetzen".20 Wir beobachten auch manche Probleme besonderer Art im Zusammenhang mit der Werbung, die von Religion handelt oder mit bestimmten Fragen verbunden ist, die eine moralische Dimension aufweisen. Im ersten Fall bauen Manager für Wirtschaftswerbung mitunter religiöse Themen ein oder verwenden religiöse Bilder oder Persönlichkeiten, um Produkte abzusetzen. Das ist zulässig, wenn es auf geschmackvolle, annehmbare Weise geschieht; diese Vorgehensweise wird jedoch widerlich und verletzend, wenn sie die Ausbeutung der Religion bzw. ihre respektlose Behandlung beinhaltet. Im zweiten Fall wird die Werbung mitunter dazu verwendet, Produkte zu fördern und Haltungen und Verhaltensweisen zu prägen, die den sittlichen Normen widersprechen. Das trifft zum Beispiel zu auf die Werbung für empfängnisverhütende und Abtreibung auslösende Mittel und für gesundheitsschädliche Produkte und auf staatlich geförderte Werbekampagnen für nicht-naturgemàbe Geburtenkontrolle, die sogenannte "Safer – sex" – Methode und ähnliche Praktiken.
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