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Päpstlicher Rat für die sozialen Kommunikationsmittel
Ethik in Werbung

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  • IV. EINIGE ETHISCHE UND MORALISCHE PRINZIPIEN
    • b) Die Würde der menschlichen Person
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b) Die Würde der menschlichen Person

16. Es gibt eine "verpflichtende Forderung" für die Werbung, "die menschliche Person zu achten, ihr Recht und ihre Verpflichtung zu einer verantwortlichen Wahl und ihre innere Freiheit zu wahren. Alle diese Güter würden verletzt, wenn man die instinktiven Bestrebungen des Menschen auszubeuten versuchte oder seine Fähigkeit zum Überlegen und zur Entscheidung beeinträchtigte".27

Diese Mibbräuche sind nicht blob hypothetische Möglichkeiten, sondern sehr wohl Realitäten in einem Grobteil des Werbealltags. Werbung kann die Würde der menschlichen Person sowohl durch ihren Inhalt — wofür geworben wird und auf welche Art dafür geworben wird — wie durch die Wirkung verletzen, die sie auf ihr Publikum zu erzielen sucht. Davon haben wir bereits im Zusammenhang mit Fällen gesprochen, wo sich die Werbung an die Sinnenlust, die Eitelkeit, den Neid und die Gier wendet, und von Techniken Gebrauch macht, die die menschliche Schwäche manipulieren und ausbeuten. Unter solchen Umständen werden Werbeanzeigen leicht "zu Werkzeugen einer entstellten Sicht des Lebens, der Familie, Religion und Moral — eine Sicht, die die wahre Würde und Bestimmung der menschlichen Person nicht achtet".28

In besonderer Weise akut ist dieses Problem dort, wo speziell verwundbare Personengruppen oder -klassen betroffen sind: Kinder und Jugendliche, ältere Menschen, Arme und kulturell Benachteiligte.

Ein Grobteil der für Kinder bestimmten Werbung versucht offensichtlich deren Leichtgläubigkeit und Beeinflubbarkeit auszubeuten, in der Hoffnung, sie würden ihre Eltern dazu bringen, ihnen für sie völlig nutzlose Waren zu kaufen. Werbung dieser Art verstöbt in gleicher Weise gegen die Würde und Rechte der Kinder und ihrer Eltern; sie mischt sich in die Eltern-Kind-Beziehung ein und trachtet, sie für ihre eigenen Zwecke zu manipulieren. Auch manche im Vergleich kleine Werbung, die sich insbesondere an ältere oder kulturell benachteiligte Menschen wendet, soll allem Anschein nach mit ihren Ängsten spielen, um sie zu überreden, ihre knappen Geldmittel für Güter oder Dienste von zweifelhaftem Wert auszugeben.




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