Index: General - Werk | Wörter: alphabetisch - Frequenz - rückläufig - Länge - Statistik | Hilfe | IntraText-Bibliothek
Ioannes Paulus PP. II
Redemptoris missio

IntraText CT - Text

  • KAPITEL VIII DIE MISSIONARISCHE SPIRITUALITÄT
    • Die Kirche und die Menschen lieben, wie Jesus sie geliebt hat
zurück - vor

Hier klicken um die Links zu den Konkordanzen auszublenden

Die Kirche und die Menschen lieben, wie Jesus sie geliebt hat

89. Die missionarische Spiritualität ist auch gekennzeichnet von der apostolischen Liebe, der Liebe Christi, der gekommen ist, »um die versprengten Kinder Gottes wieder zu sammeln« (Joh 11, 52), des Guten Hirten, der seine Schafe kennt, der nach ihnen sucht und sein Leben für sie hingibt (vgl. Joh 10). Wer missionarischen Geist besitzt, spürt die glühende Liebe Christi für die Seelen und liebt die Kirche, wie Christus sie geliebt hat.

Der Missionar wird angetrieben vom »Eifer für die Seelen«, der sich seinerseits an der Liebe Christi inspiriert, die in Aufmerksamkeit, Zärtlichkeit, Mitleid, Annahme, Verfügbarkeit und Interesse für die Probleme der Menschen besteht. Die Liebe Christi geht tief: Er, der »wußte, was im Menschen ist« (Joh 2, 25 ), liebte alle, indem er ihnen die Erlösung anbot, und litt, wenn dieses Heil von ihnen verworfen wurde.

Der Missionar ist der Mensch der Liebe: um jedem Bruder zu verkünden, daß er von Gott geliebt wird und selbst lieben kann, muß er seine Liebe zu allen dadurch bezeugen, daß er sein Leben für den Nächsten hingibt.

Der Missionar ist der »Weltbruder«, er trägt in sich den Geist der Kirche, seine Offenheit und sein Interesse für alle Völker und alle Menschen, besonders für die geringsten und ärmsten. Als solcher überwindet er die Grenzen und Trennungen von Rasse, Kaste, Ideologie: er ist ein Zeichen der Liebe Gottes in der Welt, einer Liebe, die weder irgendjemanden ausschließt noch bevorzugt.

Schließlich muß er wie Christus die Kirche lieben: »Christus hat die Kirche geliebt und sich für sie hingegeben« (Eph 5, 25). Diese Liebe bis zur Hingabe des Lebens ist für ihn ein Anhaltspunkt. Nur eine tiefe Liebe zur Kirche vermag den Eifer des Missionars stärken: Sein täglicher Antrieb ist - wie der hl. Paulus sagt - »die Sorge für alle Gemeinden« (2 Kor 11, 28). Für jeden gilt: »Die Treue zu Christus kann nicht von der Treue zu seiner Kirche getrennt werden«.173




173 II. VATIKANISOHES KONZIL, Dekret über Dienst und Leben der Priester Presbyterorum ordinis, Nr. 14.






zurück - vor

Index: General - Werk | Wörter: alphabetisch - Frequenz - rückläufig - Länge - Statistik | Hilfe | IntraText-Bibliothek

Best viewed with any browser at 800x600 or 768x1024 on Tablet PC
IntraText® (V89) - Some rights reserved by EuloTech SRL - 1996-2007. Content in this page is licensed under a Creative Commons License