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Ioannes Paulus PP. II
Ut unum sint

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  • III. QUANTA EST NOBIS VIA? (WIE LANG IST DER WEG, DER NOCH VOR UNS LIEGT?)
    • Beitrag der katholischen Kirche auf der Suche nach der Einheit der Christen
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Beitrag der katholischen Kirche auf der Suche nach der Einheit der Christen

86. Die Konstitution Lumen gentium schreibt in einer Grundsatzaussage, die das Dekret Unitatis redintegratio aufgreift, daß die einzige Kirche Christi in der katholischen Kirche fortbesteht. Das Dekret über den Ökumenismus unterstreicht die Gegenwart der Fülle (plenitudo) der Heilsmittel in ihr. Die volle Einheit wird dann Wirklichkeit werden, wenn alle an der Fülle der Heilsmittel teilhaben werden, die Christus seiner Kirche anvertraut hat.

87. Auf dem Weg, der zur vollen Einheit führt, bemüht sich der ökumenische Dialog, eine brüderliche Hilfe füreinander zu wecken, durch die sich die Gemeinschaften gegenseitig das geben sollen, was eine jede braucht, um dem Plan Gottes entsprechend zur endgültigen Fülle zu wachsen (vgl. Eph 4, 11-13). Ich habe gesagt, daß wir uns als katholische Kirche bewußt sind, vom Zeugnis, von der Suche und sogar von der Art und Weise gewonnen zu haben, wie bestimmte gemeinsame christliche Güter von den anderen Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften hervorgehoben und gelebt worden sind. Unter den Fortschritten, die während der letzten dreißig Jahre erzielt worden sind, muß diesem gegenseitigen brüderlichen Einfluß ein herausragender Platz eingeräumt werden. Auf dem Wegstück, an dem wir angekommen sind, muß diese Tatkraft gegenseitiger Bereicherung ernsthaft in Betracht gezogen werden. Gestützt auf die Gemeinschaft, die dank der in den christlichen Gemeinschaften vorhandenen kirchlichen Elemente bereits besteht, wird sie jedenfalls zur vollen und sichtbaren Gemeinschaft anspornen, dem ersehnten Ziel des Weges, den wir zurücklegen. Das ist die ökumenische Form des dem Evangelium gemäßen Gesetzes vom Einander-Mitteilen und Miteinander-Teilen. Das läßt mich noch einmal wiederholen: »Es gilt, in allem das Bemühen zu beweisen, daß wir dem entgegenkommen wollen, was unsere christlichen Brüder berechtigterweise wünschen und von uns erwarten, da wir ihre Denkweise und ihre Gefühle kennen 1. Die Gaben jedes einzelnen müssen zum Nutzen und Vorteil aller entwickelt und entfaltet werden«.

 




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