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| Ioannes Paulus PP. II Ut unum sint IntraText CT - Text |
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Kirchliche Beziehungen Papst Johannes Paul I. brachte während seines so kurzen Pontifikats den Willen zur Fortsetzung des Weges zum Ausdruck. Der Herr hat mir gewährt, in dieser Richtung zu wirken. Außer den wichtigen ökumenischen Begegnungen in Rom ist ein bedeutender Teil meiner Pastoralbesuche regelmäßig dem Zeugnis für die Einheit der Christen gewidmet. Einige meiner Reisen weisen sogar eine ökumenische »Priorität« auf, besonders in den Ländern, in denen die katholischen Gemeinden gegenüber den aus der Reformation hervorgegangenen Gemeinschaften eine Minderheit darstellen; oder wo diese letzteren in einer bestimmten Gesellschaft einen beachtlichen Anteil der an Christus Glaubenden darstellen. In diesem Zusammenhang möchte ich an eine von brüderlicher Liebe bestimmte und von tiefer Glaubensklarheit durchdrungene Haltung erinnern, die ich mit starker Anteilnahme erlebt habe. Sie bezieht sich auf die Eucharistiefeiern, denen ich während meiner Reise in die nordischen und skandinavischen Länder in Finnland und in Schweden vorstand. Bei der Kommunion präsentierten sich die lutherischen Bischöfe dem Zelebranten. Sie wollten mit einer einvernehmlichen Geste ihren sehnlichen Wunsch nach Erreichung des Zeitpunktes bekunden, an dem wir, Katholiken und Lutheraner, an derselben Eucharistie werden teilnehmen können, und sie wollten den Segen des Zelebranten empfangen. Voll Liebe habe ich sie gesegnet. Dieselbe so bedeutungsreiche Geste hat sich in Rom während der Messe wiederholt, die ich am 6. Oktober 1991 anläßlich des 600. Jahrestages der Heiligsprechung der hl. Birgitta auf der Piazza Farnese feierte. Ähnlichen Empfindungen begegnete ich auch jenseits des Atlantik im September 1984 in Kanada und besonders im September 1987 in den Vereinigten Staaten, wo man eine große ökumenische Aufgeschlossenheit feststellt. Hier sei als Beispiel die ökumenische Begegnung in Columbia, South Carolina, vom 11. September 1987 erwähnt. Wichtig ist an sich die Tatsache, daß diese Begegnungen zwischen den Brüdern »aus der Reformationszeit« und dem Papst mit gewisser Regelmäßigkeit stattfinden. Ich bin zutiefst dafür dankbar, daß mich sowohl die Verantwortlichen der verschiedenen Gemeinschaften als auch die Gemeinschaften in ihrer Gesamtheit gern aufgenommen haben. Unter diesem Gesichtspunkt halte ich den ökumenischen Wortgottesdienst für äußerst wichtig, der in Columbia stattgefunden hat und die Familie zum Thema hatte.
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