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Ioannes Paulus PP. II
Ut unum sint

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  • III. QUANTA EST NOBIS VIA? (WIE LANG IST DER WEG, DER NOCH VOR UNS LIEGT?)
    • Annahme der erreichten Ergebnisse
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Annahme der erreichten Ergebnisse

80. Während der Dialog über neue Themenbereiche weitergeht oder sich auf tiefer reichenden Ebenen entwickelt, haben wir eine neue Aufgabe zu lösen: wie nämlich die bisher erzielten Ergebnisse angenommen werden sollen. Sie dürfen nicht Aussagen der bilateralen Kommissionen bleiben, sondern müssen Gemeingut werden. Damit das geschieht und sich auf diese Weise die Gemeinschaftsbande festigen, bedarf es einer ernsthaften Untersuchung, die in verschiedenen Weisen, Formen und Zuständigkeiten das Volk Gottes als ganzes einbeziehen muß. Es handelt sich nämlich um Fragen, die häufig den Glauben betreffen, und sie erfordern die allseitige Übereinstimmung, die von den Bischöfen bis zu den gläubigen Laien reicht, die alle die Salbung mit dem Heiligen Geist empfangen haben. Es ist derselbe Geist, der dem Lehramt beisteht und den sensus fidei weckt.

Für die Annahme der Ergebnisse des Dialogs braucht es daher einen umfangreichen und sorgfältigen kritischen Prozeß, der sie analysiert und mit Strenge ihre Übereinstimmung mit der Glaubenstradition überprüft, die uns von den Aposteln überkommen ist und in der um den Bischof als ihrem rechtmäßigen Hirten versammelten Gemeinschaft der Gläubigen gelebt wird.

81. Dieser Prozeß, der mit Klugheit und in der Haltung des Glaubens vorgenommen werden muß, wird vom Heiligen Geist begleitet werden. Damit er günstig ausgeht, müssen seine Ergebnisse zweckmäßigerweise von kompetenten Personen verständlich dargestellt werden. Sehr wichtig ist dafür der Beitrag, den die Theologen und die Theologischen Fakultäten in Erfüllung ihres Charismas in der Kirche anzubieten berufen sind. Außerdem ist klar, daß die ökumenischen Kommissionen diesbezüglich ganz einzigartige Verantwortlichkeiten und Aufgaben haben.

Der gesamte Prozeß wird von den Bischöfen und vom Heiligen Stuhl verfolgt und unterstützt. Die Lehrautorität hat die Verantwortung, das endgültige Urteil zu sprechen.

Bei all dem wird es eine große Hilfe sein, sich methodisch an die Unterscheidung zwischen dem Glaubensgut (depositum fidei) und der Formulierung, in der es ausgedrückt wird, zu halten, wie es Papst Johannes XXIII. in seiner Ansprache zur Eröffnung des II. Vatikanischen Konzils empfahl.

 




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