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| Oskar Mayer Rahab IntraText - Konkordanzen (Hapax - Wörter, die nur einmal vorkommen) |
Fettdruck = Main text
Scene Grau = Kommentar
501 7 | warst geborgen ehe Du noch sprachst ~Du warst verteidigt gegen
502 5 | sie in meine und leises spräch ich zu Dir: ~O Küngling.
503 2 | ihr, wenn ihr ein Wort nur sprecht reiß'ich mit glühenden Zangen ~
504 2 | Fersen... ~sie haben meine Spur noch nicht verloren,~verbirg
505 1 | Hirsche~RAHAB: Hat einer vom Stadtvolk sie gesehn? ~Kann niemand
506 1 | RAHAB: Es sind ihrer zwölf Stämme mit Namen~Bleiche Gesichter
507 7 | Feindeshand heim zu meinen Stämmen mich retten willst ~durch
508 5 | höre: ~Hiram bin ich vom Stamme Dan des Volkes Israel.~Und
509 5 | daß die Wellen wie Mauern standed.~Dann hat er vierzig lange
510 7 | Haus am Wall, ~des Abends steiget sie zum Tor hinab des Mannes
511 1 | Wüste~daß ich am Rand des steingefaßten Brunnens ~in meinem Schmukke
512 3 | Auftritt der Bürger in ihren Stellungen.) ~CHOR: Er ist entkommen! ~
513 7 | ich sie gesehn.~Brennende Sterne, wie ich sie sah, zum Himmel~
514 4 | Anbefangen): Ja, wir waren steta hier. ~AHELAB: Habt nichtsge
515 6 | plapperst in der Angst?~(Rahab sticht Nahalal neider. Diese fällt
516 7 | Kopf ist wirr und meine Stirn ist heiß ~als käm'ein Sandsturm. ~
517 4 | führen und drägen den sich sträubenden Bar Tan langsam durch das
518 5 | Deine Augen so hell wie ein strahlendes Gestirn, ~Küß' meinen Mund
519 1 | weichen Bogen ~hingeschmiegtem Strand,~wo ich als Kind iff einer
520 2 | vergießen!~(Ferner Lärm von der Straße her.) ~RAHAB: Hörst Du sie
521 1 | fest, s'ist schwer ihn zu stürmen; ~vielleicht ziehn sie fort,
522 4 | scheint versperrt.~(Rahab stürtzt zu der verschloßenen Tür)~
523 7 | auf das Dach und über die Stufen auf die Brüstung des Walles.
524 7 | Liebster, und vor einer Stunde ~noch das ein' dem andern
525 4 | Kommt! laßt uns selbst suchen. ~(Tinmath gefolgt von Ahelab
526 4 | Ahelab und Nirjath geht suchend in die Kammern links. Jabin
527 4 | schertzt, kann singen und tanzen und... ~CHOR (Hinter der
528 5 | unser Land. ~RAHAB: Was tat wohl Israel durch vierzig
529 7 | Du warst verteidigt gegen tausend Feinde ~Dir alles Eigen,
530 7 | anzusehen, langsam auf den Teppich sinken) ~HIRAM: Warum soll
531 5 | Dunkeln. Du Schöner,~und thu'mit mir nach Deines Herzens
532 7 | Fremden ~und zwang Dich zu thun dieses blut'ge Werk?~Und
533 4 | hier. Ihr aber lärmt und tobt,~dringt in mein Haus wie
534 7 | liebend und treu, bis der Tod uns trennt. ~HIRAM: So höre
535 5 | Dir: ~O Küngling. den vom Tode ich geretet ~weil Deine
536 6 | aufspringend) Weib bist Du toll? Wer fragt Dich was Du meinst? ~
537 3 | es getan,~er öffnet die Tore seinem Volke~Wehe! Sucht
538 4 | SISERA: Sie schlagen uns tot, sie spießen uns auf!~Wehe,
539 7 | Jetzt aber hämmert dies tote Herz, und ich bin weich, ~
540 7 | ein Gott Dir einen dunklen Traum gesandt;~von dunklen Augen
541 7 | war, ~wenn ich aus dunkelm Traumer wachte. ~RAHAB: Sag mir
542 7 | Blütezeit der laue Wind ~Dich traurig nie gemacht und froh zu
543 7 | und treu, bis der Tod uns trennt. ~HIRAM: So höre mich Jehovah
544 7 | immer bei Dir, liebend und treu, bis der Tod uns trennt. ~
545 1 | fort, wenn derHunger sie triebt.~NAHALAL: Viele sagen, es
546 2 | wenn mich Dein Aug nicht trügt. ~RAHAB: Nein! Ich will
547 | tu
548 2 | Schlafgemach, öffnet die Türe und stößt Hiram hinein.)~
549 4 | NIRJATH: Ja es könnt' Dir übel ergehn. ~SISERA: S'ist doch
550 7 | Mein Herz klopft wie nach überschnellem Lauf,~mein Kopf ist wirr
551 7 | ein' dem andern fremd und unbekannt!~Wie kann das sein? Welche
552 5 | Volkes Israel.~Und Dank der unbekannten Frau. ~RAHAB: Ist es Dein
553 5 | sagtest doch der Wall sei unbewacht! ~RAHAB: Ich hab's gesagt. ~
554 | unsern
555 | unsre
556 3 | Niemand im Haus...~Viele der Unsrigen liegen erschlagen,~ein Mann
557 | unter
558 1 | entriß!~Vergargne Tage... Unvergeß'nes Los...~(Rahab sammelt
559 4 | Wo ist der Fremde, der unverraten will? ~Wehe, Wehe Jericho! ~
560 5 | Scene V. Hiram, Rahab~ ~HIRAM: Die
561 1 | die hinter Mauern sich verbergen~wie feige Hyänen! ~NAHALAL:
562 1 | vermodern Dein Gebein.~(Hörner)~Verfluchter! Der die Heimat mir entriß!~
563 1 | nicht, wenn man so ruht vergang'ner Tage...~in diese fremden
564 1 | Der die Heimat mir entriß!~Vergargne Tage... Unvergeß'nes Los...~(
565 2 | übrig ist muß ich wohl hier vergießen!~(Ferner Lärm von der Straße
566 4 | naht. ~(Rahab hört auf die verhallenden Schritte und Rufe)~EINIGE
567 3 | die Skavinnen halten inne, verharren aber bis zum Auftritt der
568 1 | den Waffen,~die Fremden zu verjagen?~NAHALAL: Herrin im Feld
569 7 | Dein Herz mit Sehnsucht und Verlangen angerührt?~Hat nie noch,
570 5 | jäh in einen Abgrund sich verliert den keiner aufwärts, ~keiner
571 7 | Schönheit ist mit Schmach vermengt als wie das Meer mit bittrem
572 1 | getrieben;~und mag im Küstensand vermodern Dein Gebein.~(Hörner)~Verfluchter!
573 1 | Jericho!~Sie eßen und trinken verpraßen ihre Güter, ~sie klopfen
574 2 | rühr'Dich nicht.~(Rahab verschließt die Tür und läßt den Vorhang
575 4 | versperrt.~(Rahab stürtzt zu der verschloßenen Tür)~Höre Mensch, bist Du
576 7 | der nicht kam, ~hab' andre verschmachten sehn, und konnt' nicht helfen, ~
577 4 | jetzt jede Nacht Deine Tür versperrst. ~RAHAB: Mein Tor bleibt
578 4 | eine aber dort, die scheint versperrt.~(Rahab stürtzt zu der verschloßenen
579 4 | Hiram tritt aus seinem Versteck und schreitet langsam zum
580 7 | dreh'n sich im Kreise!~Halb versteh' ich, was Du beklagst; doch
581 7 | noch sprachst ~Du warst verteidigt gegen tausend Feinde ~Dir
582 7 | begehrt, ~noch Deinem Vater vertrag'ne Geschenke übergeben. ~
583 1 | allein war unser Schutz vertragen. ~ESTHEMOA: Der Wall ist
584 6 | Scene VI. Nahalal, Rahab~ ~NAHALAL:
585 | vielleicht
586 7 | Scene VII. Hiram, Rahab~ ~(Hiram ist
587 7 | mit Dir es aller Wonden voll. ~HIRAM: Du sagst Du liebst
588 2 | HIRAM: Nicht mehr, das ist vorbei. ~RAHAB: (mit plözlichem
589 6 | Fremden hier den Bürgern vorenthälst.~Es mag Gefahr sein für
590 4 | RAHAB: Göttin, laß dies vorübergehn! ~NAHALAL: Herrin! Herrin! ~
591 7 | angerührt?~Hat nie noch, da es vorüberging, ~ein Weib mit ihrem Blicke
592 4 | RAHAB: Wohl warren wir wach und hörten... ~NIRJATH,
593 5 | klimmt;~deshalb sind keine Wachen hier bestellt,~und keines
594 3 | zu Anfang. Andauernder, wachsender Lärm. Die Skavinnen singen
595 7 | ich aus dunkelm Traumer wachte. ~RAHAB: Sag mir noch viel
596 7 | erschlugst Du sie? ~RAHAB: Wärst Du nicht blind so sagest
597 1 | das Volk hier nicht zu den Waffen,~die Fremden zu verjagen?~
598 7 | Stufen auf die Brüstung des Walles. Die beiden Gestallen heben
599 1 | zugehn.~Das Tor ist zu, kein Wandrer kommt ihm nah,~seit jene
600 7 | denn seit Du kamst da ward ich mir bewußt, ~daß ohne
601 4 | RAHAB(Anbefangen): Ja, wir waren steta hier. ~AHELAB: Habt
602 4 | geschlafen? ~RAHAB: Wohl warren wir wach und hörten... ~
603 5 | seines Bundes Lade.~RAHAB: Wart ihr so gehetzt, daß ihr
604 7 | daß ohne Dich mein Leben weggeworfen, ~und nur mit Dir es aller
605 7 | bringst, ~weil bei einem Weibe Du bliebst zur Nacht? ~HIRAM:
606 4 | Nichts. ~TINMATH: Was gelten Weiberreden! Kommt! laßt uns selbst
607 7 | dies tote Herz, und ich bin weich, ~bin wie ein Kind, denn
608 1 | aber ruht an einer Insel in weichen Bogen ~hingeschmiegtem Strand,~
609 4 | sie zieht ein Meßer)~Und weichst Du nicht so gehs Du, ich
610 6 | RAHAB: Zurück! (Nahalal weicht zur Kammertür zurück) Hündin,
611 4 | meinen Frauen und meinem Wein! ~TINMATH: So weit ist's
612 7 | Sonst aber hab' ich nichts!~Weisheit und Kraft und Wißen ist
613 4 | Mensch, bist Du von Sinnen? Weißt Du auch welche Tür das ist?~
614 4 | meinem Wein! ~TINMATH: So weit ist's noch nicht, daß Du
615 5 | Wo kommt Ihr her, ~und welcher arge Gott trieb Euch in
616 5 | langem Seile Dich hinab. ~Well erst die Nacht herein gebro[
617 | wen
618 7 | Dein Hund gen sinen Herren wendet~un Zähne fletscht, erschlägst
619 7 | Dich zu thun dieses blut'ge Werk?~Und welche Kraft in Deinem
620 1 | NAHALAL: Herrin im Feld widersteht ihnen keiner,~die Könige
621 7 | meiner Rede? ~HIRAM: Sinn und Wiedersinn dreh'n sich im Kreise!~Halb
622 7 | Schmukkes und ihrer ~Schönheit willen wohl gefällt.~(sie läßt
623 7 | überschnellem Lauf,~mein Kopf ist wirr und meine Stirn ist heiß ~
624 | woher
625 7 | Flucht hierhergewandt? ~Höre wohin, dann sei bereit zu gehn. ~(
626 1 | Sonne mit meinen Eltern wohnte.~Mag Dein Schiff, o mag
627 7 | es getan, ~weil ich nicht wollte, daß sie Dich hier finden,~
628 7 | und nur mit Dir es aller Wonden voll. ~HIRAM: Du sagst Du
629 2 | Und ihr, wenn ihr ein Wort nur sprecht reiß'ich mit
630 1 | Augen ~und se'in von hohen Wuchs und schönem Israel.~RAHAB:
631 6 | die ganze Stadt. ~RAHAB: (wütend aufspringend) Weib bist
632 3 | Händen. Rahab treibt sie mit wütender Geberde an. Rahab und die
633 7 | Zauber dieser Leib?~Ein Wunder dies Gesicht? In heißen
634 6 | Das und das! (schrei) ~Ich zähm' die Zunge Dir! ~ ~
635 7 | gen sinen Herren wendet~un Zähne fletscht, erschlägst Du
636 1 | gehört?~NAHALAL: Herrin, zahlos sind sie, wie die Heuschrecken
637 2 | sprecht reiß'ich mit glühenden Zangen ~Euch die Zunge aus dem
638 4 | Ein Mädchen! ~Jung und zart und schön wie der Tag.~Sie
639 7 | Ist dies Zauberei? Ein Zauber dieser Leib?~Ein Wunder
640 7 | fühlst! ~HIRAM: Ist dies Zauberei? Ein Zauber dieser Leib?~
641 7 | hier finden,~von mir Dich zerren und zuletzt erschlagen: ~
642 7 | das rings um aufgetürmt zerworfen hat: ~Dann spare des Weibes
643 7 | weiter von hinnen mit Euch ziehen, ~immer bei Dir, liebend
644 1 | von fern der langen Reise Ziel erreicht.~Was denkt man
645 4 | Rahab; ~die Fürsten gehen zitternd dahinein!~Du aber rüttelst
646 3 | ängstlich und spielen mit zitternden Händen. Rahab treibt sie
647 7 | Geliebter! ~HIRAM: Nicht Zürnen noch Erwartung, kein Gedanke
648 1 | zum Tor der Stadt hinab zugehn.~Das Tor ist zu, kein Wandrer
649 1 | Schiff, o mag Dein Schiff~zugrunde gehn nach dem es ohne ~Mast
650 7 | von mir Dich zerren und zuletzt erschlagen: ~weil ich Dich
651 7 | bestehn für den Fremden ~und zwang Dich zu thun dieses blut'
652 | zwar
653 1 | Israel.~RAHAB: Es sind ihrer zwölf Stämme mit Namen~Bleiche