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| Oskar Mayer Rahab IntraText CT - Text |
HIRAM: Hör mich! Du... Weib...
Sie sind mir auf den Fersen...
sie haben meine Spur noch nicht verloren,
verbirg mich, wenn Du es willst und kannst...
(Hiram hat sich in den Hof hinab gelaßen und lehnt keuchend und müde an der
Mauer.)
...Wenn sie mich finden ist es aus mit mir!
RAHAB: Wer bist Du?
Was hast Du getan?
Wer sucht dich?
Frag' nicht und schau mich nicht so lange an!
Verbirg mich, sag ich, tust Du es nicht
erschlag ich ihrer noch so viel ich kann,
eh sie mich selbst erschlagen.
HIRAM: Ja.
HIRAM: Ja... frag nicht weiter...
tu' oder laß es,
ich meine, Du tust es wenn mich Dein Aug nicht trügt.
RAHAB: Nein! Ich will es nicht! Ganz rot bist Du vom Blute der Erschlag'nen.
HIRAM: Ein Stein, ein
Schleuderschuß mein eignes Blut...
was übrig ist muß ich wohl hier vergießen!
(Ferner Lärm von der Straße her.)
RAHAB: Hörst Du sie kommen? (dicht vor ihm) Hast Du nicht Angst?
HIRAM: Nicht mehr, das ist vorbei.
RAHAB: (mit plözlichem Entschluß)
Geh hier hinein und sei still!
Ganz still! Noch weiß ich nicht ob ich Dich schüzen kann;
(Sie hebt den Vorhang zum Schlafgemach, öffnet die Türe und stößt Hiram
hinein.)
Schnell, hier hinen, und rühr'Dich nicht.
(Rahab verschließt die Tür und läßt den Vorhang fallen. Sie eilt zu den
Sklavinnen zurück.)
Und ihr, wenn ihr ein Wort nur sprecht reiß'ich mit glühenden Zangen
Euch die Zunge aus dem Mund!
Zu trinken! Und jetzt singt!