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| Richard Wagner Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg IntraText - Konkordanzen (Hapax - Wörter, die nur einmal vorkommen) |
Fettdruck = Main text
Aufzug, Szene Grau = Kommentar
507 3, 1 | lange in der Entfernung gesehen wird, der Wartburg zu.. ~
508 2, 2 | zwischen heut und gestern sich gesenkt. -~All mein Erinnern ist
509 1, 3 | fortwährend auf der Schalmei gespielt hat, hält ein, als der Zug
510 1, 1 | sammelt, in welchem man die Gestalten badender Najaden, und an
511 1, 1 | Wasserfall herab, wild über Gestein schäumend; aus dem Becken,
512 2, 4 | Saiten!~Die Aufgab' ist gestellt, kämpft um den Preis,~und
513 2, 2 | Vergessen~hat zwischen heut und gestern sich gesenkt. -~All mein
514 1, 2 | des Himmels freundliche Gestirne; -~den Halm seh' ich nicht
515 3, 3 | Wolfram~Zu mir! Es ist um dich getan! ~Tannhäuser~Und atmest
516 3, 1 | den Wanderstab,~weil Gott getreu ich gepilgert hab'.~Durch
517 2, 4 | Des Himmels Fluch hat ihn getroffen;~in seinen Sünden fahr'
518 2, 4 | Brennen muß ich kühlen,~getrost leg' ich die Lippen an.~
519 1, 1 | Hagel von Pfeilen auf das Getümmel in der Tiefe. Die Verwundeten,
520 1, 1 | korallenartigen tropischen Gewächsen bewachsen. Vor einer nach
521 2, 4 | ich sorge, daß sie ihn gewähren solle. -~Auf, liebe Sänger!
522 3, 3 | dringt durch meine Sinne,~gewahr' ich diesen Dämmerschein;~
523 1, 1 | Paaren fügen, sie mit sanfter Gewalt nach dem Hintergrund zu
524 3, 2 | das Tal mit schwärzlichem Gewande;~der Seele, die nach jenen
525 1, 2 | Liebe Göttin selber dir gewannst!~Die Liebe feire, da ihr
526 3, 1 | verklärtem Gesicht gen Himmel gewendet; als sie sich dann langsam
527 2, 4 | niemals wird ihm des Heils Gewinn!~Des Himmels Fluch hat ihn
528 2, 4 | von Liebe, grimmer Wolf?~Gewißlich hast du nicht gemeint,~was
529 1, 1 | Untertanen ihres Reiches gewonnen. ~Venus blickt dankend zu
530 1, 4 | Blick auf ihn und die Sänger geworfen. ~Landgraf~Du bist es wirklich?
531 2, 4 | laß dich jetzt erflehen,~gib meinem Lied der Weihe Preis!~
532 1, 2 | ermessen: -~Tage, Monde - gibt's für mich nicht mehr,~denn
533 1, 4 | bedeutet?~Versöhnung? Oder gilt's erneutem Kampf? ~Walther~
534 2, 4 | verstummt vor solcher Anmut Glanz. -~Da blick' ich auf zu
535 2, 4 | den Schritt!~Der Mut des Glaubens sei ihm neu gegeben,~daß
536 2, 4 | heitren Liedern~erfreutet ihr gleich sinnig unser Herz. -~Wenn
537 2, 4 | nahe liegt,~was sich, aus gleichem Stoff erzeuget,~in weicher
538 1, 2 | Land der weiten Erde bietet Gleiches,~was sie besitzt, scheint
539 1, 1 | nahen sie sich Venus, ihr gleichsam von dem Siege berichtend,
540 2, 4 | schnell]~Auch ich darf mich so glücklich nennen~zu schaun, was, Wolfram,
541 1, 2 | gepriesen,~die deine Macht mir Glücklichem erschuf!~Die Wonnen süß,
542 1, 4 | daß ich~Verkünder seines Glücks ihm sei? ~Landgraf~Nenn
543 3, 3 | sog ich der Sonne heißes Glühen ein; -~wenn fromm zum Himmel
544 1, 1 | dem Lande,~wo in den Armen~glühender Liebe~selig Erbarmen~still'
545 3, 1 | dir nahen kann:~um deiner Gnaden reichste Huld~nur anzuflehn
546 2, 4 | stillen~ziehn sie nach Rom zum Gnadenfest. ~Landgraf, Sänger und Ritter~
547 3, 3 | von fern her tönten frohe Gnadenlieder. -~Da ekelte mich der holde
548 2, 4 | blickt:~aus ihm er schöpfet gnadenreiche Wonnen,~durch die mein Herz
549 3, 1 | nicht büßen,~so nimm dich gnädig meiner an,~daß ich mit demutsvollem
550 1, 2 | trübem Wahn~der Freude Götter wir entflohn~tief in der
551 1, 2 | Trieben~in deinen Armen Götterglut geteilt!~Entzückend sind
552 1, 2 | dürstete mein Sinn:~da, was nur Göttern einstens du erwiesen,~gab
553 1, 2 | meinen Lippen schlürfst du Göttertrank,~aus meinen Augen strahlt
554 3, 3 | die Reine, die nun vereint~göttlicher Schar vor dem Ewigen steht!~
555 2, 4 | treten vor, sammeln in einem goldenen Becher von jedem der Sänger
556 2, 4 | Sündigen zu führen,~die Gott-Gesandte nahte mir:~doch, ach! sie
557 1, 2 | Entzücken böt selbst einem Gotte~der süß'sten Freuden Aufenthalt:~
558 2, 4 | Seele drang!~Du nahst als Gottgesandte,~ich folg' aus holder Fern', -~
559 3, 3 | Wolfram~Wahnsinn'ger! Grauen faßt mich, hör' ich dich!~
560 2, 4 | ihr seid seine Richter!~Grausame! Werft von euch das wilde
561 2, 4 | solle. -~Auf, liebe Sänger! Greifet in die Saiten!~Die Aufgab'
562 2, 4 | Reiches Majestät,~wenn wir dem grimmen Welfen widerstanden~und
563 2, 4 | Biterolf!~Singst du von Liebe, grimmer Wolf?~Gewißlich hast du
564 1, 2 | Tannhäuser~Nie war mein Lieben größer, niemals wahrer,~als jetzt,
565 1, 3 | Hintergrunde die Wartburg, links in größerer Ferne der Hörselberg. ~Rechter
566 2, 4 | Beginn tritt sogleich die größte Ruhe wieder ein]~O Himmel,
567 2, 4 | zurück, bleich, mit dem größten Aufwand ihrer Kraft an einer
568 2, 4 | Genuß nur kenn' ich Liebe!~Große Aufregung unter den Zuhörern. ~
569 1, 1 | aufwärts sich dehnenden Grottenöffnung, aus welcher ein zarter,
570 1, 1 | Höhe der Grotte entlang ein grünlicher Wasserfall herab, wild über
571 3, 2 | holder Abendstern,~wohl grüßt' ich immer dich so gern:~
572 3, 3 | betrat sein Fuß den weichen Grund der Wiesen,~der nackten
573 1, 1 | Tiefste Ruhe. Unveränderte Gruppe der Venus und Tannhäusers. ~
574 2, 4 | feierlich mit ritterlichem Gruße gegen die Versammlung; darauf
575 2, 3 | Elisabeth~Mein Oheim! O, mein güt'ger Vater! ~Landgraf~Drängt~
576 1, 2 | einstens du erwiesen,~gab deine Gunst mir Sterblichem dahin. -~
577 3, 3 | Kenn' ich doch dich recht gut; - Wolfram bist du,~der
578 3, 3 | Tannhäuser~Sei außer Sorg', mein guter Sänger! -~Nicht such' ich
579 | habt
580 1, 2 | Gebärde ihr Gesicht, von ihren Händen bedeckt, abgewandt. Nach
581 1, 1 | herab einen unaufhörlichen Hagel von Pfeilen auf das Getümmel
582 1, 1 | Harfe zur Seite, Tannhäuser halb kniend. Das Lager umgeben,
583 1, 3 | Rechter Hand führt auf der halben Höbe des Tales ein Bergweg
584 3, 1 | waldigen Höhe herab. Auf halber Höhe hält er an, als er
585 1, 2 | freundliche Gestirne; -~den Halm seh' ich nicht mehr, der
586 1, 1 | birgt schmeichelnd seinen Hals an ihrem Busen. Allmählich
587 2, 4 | ein! - ~Bei ihrem Anblick halten alle in größter Betroffenheit
588 3, 3 | Armen sanft umschlossen haltend]~Und hörst du diesen Gesang? ~
589 3, 3 | Stabe. ~Tannhäuser~Ich hörte Harfenschlag - wie klang er traurig!~
590 2, 4 | Schwert wird dich erreichen,~harrst du in Sünd und Schmach! ~
591 | hatte
592 | hatten
593 1, 2 | Tannhäuser zuckt mit dem Haupte empor, als fahre er aus
594 2, 1 | jetzt mein Busen hoch sich hebet,~so scheinst du jetzt mir
595 3, 3 | losgerissen, bleibt, wie von einem heftigen Schlage gelähmt, an die
596 1, 2 | muß fliehn! ~Venus hat mit heftiger Gebärde ihr Gesicht, von
597 1, 4 | Wolfram und die Sänger mit Heftigkeit]~Zu ihr! Zu ihr! O, führet
598 2, 4 | Elisabeths Fürsprache auf das heftigste ergriffen, sinkt in Zerknirschung
599 1, 2 | Laß mich ziehn! ~Venus [im heftigstem Zorne]~Zieh hin, Wahnsinniger,
600 3, 3 | Edle folgen. ~Männergesang~Heilig die Reine, die nun vereint~
601 3, 3 | niedersinkt. ~Tannhäuser~Heilige Elisabeth, bitte für mich!~[
602 3, 3 | Stelle,~lag betend auf des Heiligtumes Schwelle; -~der Tag brach
603 | heim
604 3, 1 | Beglückt darf nun dich, o Heimat, ich schauen,~und grüßen
605 3, 1 | schon fällt das Laub, die Heimkehr steht bevor: -~kehrt er
606 2, 4 | laut! -~Doch ohne Sehnsucht heiß zu fühlen~ich seinem Quell
607 3, 3 | Grün,~kann aus der Hölle heißem Brand~Erlösung nimmer dir
608 3, 3 | und um Erlösung aus den heißen Banden~rief ich ihn an,
609 3, 3 | genießen,~sog ich der Sonne heißes Glühen ein; -~wenn fromm
610 1, 4 | rastend stehn;~mein Weg heißt mich nurvorwärts eilen,~
611 2, 4 | in weisen Rätseln wie in heitren Liedern~erfreutet ihr gleich
612 1, 2 | Die Welt sei öde, und ihr Held ein Knecht! -~Kehr wieder!
613 2, 4 | Herz erglühn!~So viel der Helden, tapfer, deutsch und weise, -~
614 2, 2 | ich mich nicht mehr; o, helfet mir,~daß ich das Rätsel
615 1, 2 | gegossen,~als Flamme lodre hell sie dir allein!~Ja, gegen
616 3, 3 | Venusberg drangen wir ein!~In heller, rosiger Beleuchtung wird
617 2, 4 | Aufregung und seines Trotzes herabgesunken, durch Elisabeths Fürsprache
618 2, 4 | Jüngeren Pilger [aus dem Tale heraufschallend]~Am hohen Fest der Gnadenhuld~
619 2, 4 | sich mit Ungestüm erhebend]~Heraus zum Kampfe mit uns allen!~
620 1, 1 | ein zarter, rosiger Dämmer herausscheint, liegt im Vordergrunde Venus
621 2, 4 | welche eines der Blättchen herauszieht und es den Edelknaben reicht.
622 3, 1 | der ersten Aufzugs, nur in herbstlicher Färbung. ~Der Tag neigt
623 2, 4 | schmachbefleckt ist unser Herd~durch dich, und dräuend
624 1, 3 | vernimmt man das Geläute von Herdenglocken; auf einem hohen Vorsprunge
625 1, 1 | welche mattes Tageslicht hereinscheint, stürzt sich die Höhe der
626 1, 4 | verloren!~Ein Wunder hat ihn hergebracht.~Die ihm den Uebermut beschworen,~
627 2, 2 | Weisen,~zu dir hat er mich hergeführt! ~Elisabeth~Gepriesen sei
628 1, 3 | Hintergrunde, wie von Eisenach herkommend, das Geläute von Kirchglocken
629 1, 2 | Nach Freude, ach! nach herrlichem Genießen~verlangt' mein
630 3, 1 | versöhnt~den Herren, dem mein Herze frönt,~der meine Reu' mit
631 2, 4 | vergießen froh mein letztes Herzensblut. -~Ihr Edlen mögt in diesen
632 3, 3 | den Fuß~nach dieser Gegend herzulenken? ~Tannhäuser~Sei außer Sorg',
633 2, 4 | Elisabeth wirft sich mit einem herzzerreißenden Schrei dazwischen und deckt
634 1, 2 | Venus~Weh dir! Verräter! Heuchler! Undankbarer!~Ich lass'
635 2, 4 | begangen: -~es schlich mit heuchlerischer Larve sich~zu uns der Sünde
636 2, 3 | die ich zum seltnen Fest hieher beschied;~zahlreicher nahen
637 3, 3 | Tausende sich froh erheben hieß. -~Da naht' auch ich; das
638 2, 4 | Schuldigen vergeben~dem Himmels-Wort kann ich nicht widerstehn. ~
639 3, 3 | Glocken,~hernieder tönten himmlische Gesänge;~da jauchzt' es
640 3, 3 | der Engel sel'ger Lohn,~himmlischer Freuden Hochgewinn. ~Wolfram [
641 1, 1 | Nymphen folgen, und zu diesen hinabeilen; die Nymphen hatten um das
642 3, 1 | erteilt! ~Als er weiter hinabsteigen will, vernimmt er aus der
643 1, 3 | niedriger Bergvorsprung hinaufführt. ~Von der Höhe links vernimmt
644 2, 1 | Sängerhalle auf der Wartburg; nach hinten freie Aussicht auf den Burghof
645 2, 4 | Tannhäuser [in stets zunehmender Hitze aufspringend]~Ha, tör'ger
646 2, 4 | sie frevelnd zu berühren~hob ich den Lästerblick zu ihr!~
647 1, 4 | Macht!~Nun lausche unsren Hochgesängen~von neuem der Gepries'nen
648 3, 3 | Lohn,~himmlischer Freuden Hochgewinn. ~Wolfram [Tannhäuser in
649 1, 4 | fraget nicht! Ist dies des Hochmuts Miene? -~Gegrüßt sei uns,
650 1, 3 | Hand führt auf der halben Höbe des Tales ein Bergweg nach
651 3, 1 | ich einsam~aus wald'ger Höh' mich in das Tal verirre. -~
652 1, 1 | Schlachtordnung, den ganzen Raum der Höhle ein, und schießen von da
653 3, 2 | der Seele, die nach jenen Höhn verlangt,~vor ihrem Flug
654 3, 1 | der Seligen Frieden!~Vor Höll' und Tod ist ihm nicht bang,~
655 2, 4 | Blute netzt das Schwert!~Zum Höllenpfuhl zurückgesandt,~sei er gefemt,
656 3, 3 | es mich hin! ~Wolfram~Du Höllenzauber, weiche, weiche!~Berücke
657 2, 4 | ihrer Kraft an einer der hölzernen Säulen des Baldachins sich
658 1, 1 | Innere des Venusberges [Hörselberges bei Eisenach] dar. Weite
659 3, 3 | Zauber holde Nacht;~zu deinem Hof steig' ich darnieder,~wo
660 2, 4 | Sänger~Verworfen hat er jedes Hoffen,~niemals wird ihm des Heils
661 2, 4 | diesem edlen Kreise,~welch hoher Anblick macht mein Herz
662 2, 4 | herrlich, frisch und grün.~Und hold und tugendsam erblick' ich
663 1, 3 | Schalmei und singt. ~Hirt~Frau Holda kam aus dem Berg hervor,~
664 2, 2 | ihr Preisen~schien mir ein holdes Spiel.~Doch welch ein seltsam
665 1, 4 | Der Landgraf stoßt in sein Horn: laute Hornrufe der Jäger
666 3, 3 | Höchsten Preis; -~als das Hospiz die Wanderer erquickte,~
667 3, 3 | Und er, den so ich bat, hub an: -~«Hast du so böse Lust
668 3, 3 | rufst du an?~Leichte Nebel hüllen allmählich die Szene ein. ~
669 1, 3 | gegenüber ankommt. ~Hirt [den Hut schwenkend und den Pilgern
670 1, 1 | Verwundeten und suchen, indem sie die Trunkenen zu Paaren
671 3, 3 | besinnend, mit schmerzlichem Ingrimm]~Wohl war auch ich in Rom. - ~
672 1, 1 | Tanz den geheimnisvollen Inhalt des Bildes, als ein Werk
673 2, 4 | schändlicher Verräter,~werd inne deine Missetat!~Du gabst
674 2, 4 | Buß' und Reu'. ~Alle haben innegehalten und mit Rührung dem Gesange
675 1, 1 | Sirenen~ ~Die Bühne stellt das Innere des Venusberges [Hörselberges
676 1, 4 | uns fortan! ~Tannhäuser [innig gerührt, umarmt Wolfram
677 3, 1 | sich genähert und sie mit inniger Rührung beobachtet hat. -
678 2, 3 | erschließen? ~Elisabeth~Blick mir ins Auge! Sprechen kann ich
679 2, 4 | beifälliger Bewegung]~So ists! So ist's! Gepriesen sei
680 3, 3 | schauen,~durchzog ich blind Italiens holde Auen: -~ich tat's, -
681 1, 4 | Horn: laute Hornrufe der Jäger antworten ihm. Der Landgraf
682 1, 4 | Landgraf und die Sänger in Jägertracht einzeln auf. Im Verlaufe
683 2, 2 | bald drang's in mich wie jähe Lust:~Gefühle, die ich nie
684 2, 4 | Jungfrau, deren Blüte~mit einem jähen Schlag er brach, -~die ihn
685 1, 1 | Amoretten, rütteln sie auf, und jagen sie in die Höhe. Diese flattern
686 per | Wartburg, im Anfange des 13. Jahrhunderts ~ ~
687 3, 3 | klagt' ich mich an mit jammernder Gebärde~der bösen Lust,
688 3, 3 | tönten himmlische Gesänge;~da jauchzt' es auf in brünstigem Frohlocken,~
689 | jedem
690 3, 1 | Herzen!~Doch, konnt'ich jeden Fehl nicht büßen,~so nimm
691 3, 2 | Gewande;~der Seele, die nach jenen Höhn verlangt,~vor ihrem
692 2, 4 | sammelt sich mein Geist aus jener Ferne,~andächtig sinkt die
693 3, 3 | Düfte?~Hörst du nicht die jubelnde Klänge? ~Wolfram~In wildem
694 1, 2 | erheb' mein Lied in lautem Jubelruf!~Nach Freude, ach! nach
695 2, 4 | voran sich wandten,~die jüng'ren rasten noch im Tal.~
696 per | Edelfrauen - Ältere und jüngere Pilger - Die drei Grazien -
697 2, 4 | was Genuß beut' deiner Jugend,~ist wohlfeil, keines Streiches
698 2, 4 | und hohe Tugend~als Ritter kämpf' ich mit dem Schwert;~doch,
699 2, 4 | Schwert in blutig ernsten Kämpfen~stritt für des deutschen
700 2, 4 | Die Aufgab' ist gestellt, kämpft um den Preis,~und nehmet
701 1, 2 | sei dein Los!~Hin zu den kalten Menschen flieh,~vor deren
702 2, 4 | Ungestüm erhebend]~Heraus zum Kampfe mit uns allen!~Wer bliebe
703 1, 3 | als mein Aug' erschlossen kaum,~da strahlte warm die Sonnen,~
704 3, 1 | Sang, - sie sind's, sie kehren heim!~Ihr Heil'gen, zeigt
705 1, 4 | Landgraf~Du bist es wirklich? Kehrest in den Kreis~zurück, den
706 3, 1 | aber ruhiger Fassung]~Er kehret nicht zurück!~[Sie senkt
707 1, 2 | du mir nie zurück! . . .~Kehrst du nicht wieder, ha! so
708 1, 2 | verzweiflungsvoll]~Ha, kehrtest du mir nie zurück! . . .~
709 3, 1 | Verlangen,~ein weltlich Sehnen keimt' in mir -~so rang ich unter
710 2, 4 | das galt wohl wahrlich keinen Streich!~[Zunehmende Aufregung
711 2, 4 | deiner Jugend,~ist wohlfeil, keines Streiches wert. ~Die Zuhörer [
712 2, 4 | sollte nicht den Bronnen kennen?~Hör, seine Tugend preis'
713 2, 4 | geschlossen,~was Liebe ist, kennt er, nun er allein: -~Armsel'
714 2, 4 | ich? Wie, Elisabeth!~Die keusche Jungfrau für den Sünder? ~
715 2, 2 | ich und tör'ger als ein Kind, -~machtlos der Macht der
716 1, 1 | verworrenen Knäuel bildend, wie Kinder, die, von einer Balgerei
717 1, 3 | herkommend, das Geläute von Kirchglocken vernehmen läßt. Als auch
718 1, 2 | vernehm ich? Welche tör'ge Klagen!~Bist du so bald der holden
719 1, 2 | lässig?~Geliebter, wessen klagest du mich an? ~Tannhäuser [
720 3, 3 | Haupt gebeugt zur Erde,~klagt' ich mich an mit jammernder
721 1, 2 | nach unsrer Glocken trautem Klange: -~Aus deinem Reiche muß
722 2, 4 | und opfern seinem holden Klar.~Legst du an seinen Quell
723 1, 2 | Lüften,~nach unsres Himmels klarem Blau,~nach unsrem frischen
724 3, 1 | sich zum Abend. ~Auf dem kleinen Bergvorsprunge rechts, vor
725 1, 1 | Satyre und Faune sind aus den Klüften erschienen, und drängen
726 2, 2 | Herzens löse!~Der Sänger klugen Weisen~lauscht' ich sonst
727 1, 1 | gelagert, einen verworrenen Knäuel bildend, wie Kinder, die,
728 1, 2 | sei öde, und ihr Held ein Knecht! -~Kehr wieder! Kehre mir
729 1, 1 | zur Seite, Tannhäuser halb kniend. Das Lager umgeben, in reizender
730 2, 2 | denn diese Halle~ist Euer Königreich. O, stehet auf!~Nehmt meinen
731 2, 4 | die Frage jetzt an euch:~könnt ihr der Liebe Wesen mir
732 1, 3 | Sonnen,~der Mai, der Mai war kommen.~Nun spiel' ich lustig die
733 1, 3 | Richtung der Wartburg her kommend, den Bergweg rechts entlang
734 1, 3 | man von links immer näher kommende Hornrufe. ~
735 3, 1 | Erste Szene. Wolfram kommt links von der waldigen Höhe
736 3, 1 | in meinem Herzen!~Doch, konnt'ich jeden Fehl nicht büßen,~
737 1, 1 | unregelmäßiger Form, mit wunderbaren, korallenartigen tropischen Gewächsen bewachsen.
738 2, 4 | dem größten Aufwand ihrer Kraft an einer der hölzernen Säulen
739 2, 4 | lieblicher Blüten düftereichsten Kranz.~Es wird der Blick wohl
740 2, 4 | ich umher in diesem edlen Kreise,~welch hoher Anblick macht
741 2, 3 | auch und mit Vollendung krönen.~Die holde Kunst, sie werde
742 3, 1 | der meine Reu' mit Segen krönt,~den Herren, dem mein Lied
743 1, 2 | dein brennend Haupt umwehe Kühle,~wonnige Glut durchschwell'
744 2, 4 | er fordre ihn so hoch und kühn er wolle,~ich sorge, daß
745 2, 4 | auch ein Fest,~heut, wo der kühne Sänger uns zurück~gekehrt,
746 1, 4 | löse! ~Wolfram~Als du in kühnem Sange uns bestrittest,~bald
747 2, 4 | nicht enden! - Wehret seiner Kühnheit! ~Landgraf [zu Biterolf,
748 1, 2 | erwachte!~Venus~Sprich, was kümmert dich? ~Tannhäuser~Im Traum
749 2, 4 | stieg aus lichtem Äther,~zu künden Gottes heil'gen Rat. -~Blick
750 2, 3 | unausgesprochen~dein süß Geheimnis kurze Frist;~der Zauber bleibe
751 1, 4 | warum enteilen~nach solchem kurzen Wiedersehn? ~Tannhäuser [
752 2, 4 | mein Sehnen ewig brenne,~lab' an dem Quell ich ewig mich:~
753 2, 4 | Herz, nicht deinen Gaumen laben. ~Die Zuhörer [in lautem
754 3, 3 | ich Dorn und Stein;~ließ Labung er am Quell den Mund genießen,~
755 1, 2 | aufspringend]~Treuloser! Weh! Was lässest du mich hören?~Du wagest
756 1, 2 | s? Worin war meine Liebe lässig?~Geliebter, wessen klagest
757 2, 4 | zu berühren~hob ich den Lästerblick zu ihr!~O du, hoch über
758 2, 4 | Hochmut es gefallen,~so höre, Lästrer, nun auch mich!~Wenn mich
759 3, 3 | der Tag brach an: - da läuteten die Glocken,~hernieder tönten
760 3, 3 | so zur heil'gen Stelle,~lag betend auf des Heiligtumes
761 3, 3 | erwacht,~auf ödem Platze lagerte die Nacht, -~von fern her
762 2, 4 | schlich mit heuchlerischer Larve sich~zu uns der Sünde fluchbeladner
763 3, 1 | Pilger, -~schon fällt das Laub, die Heimkehr steht bevor: -~
764 3, 3 | Die Hölle naht in wildem Lauf. ~Tannhäuser~Entzücken dringt
765 1, 4 | sei die holde Macht!~Nun lausche unsren Hochgesängen~von
766 3, 1 | erhebt sich, dem Gesange lauschend]~Dies ist ihr Sang, - sie
767 2, 2 | Der Sänger klugen Weisen~lauscht' ich sonst gern und viel;~
768 1, 4 | Landgraf stoßt in sein Horn: laute Hornrufe der Jäger antworten
769 1, 2 | Tannhäuser~Ach, schöne Göttin, lebe wohl!~Nie kehre ich zu dir
770 3, 1 | drum preis' ich Gott mein Lebelang.~Halleluja in Ewigkeit!~
771 3, 1 | für die Entscheidung ihres Lebens! ~Gesang der Älteren Pilger [
772 1, 1 | sanfter Mondesdämmerung Leda, am Waldteiche ausgestreckt;
773 2, 4 | darauf nehmen sie in der leergelassenen Mitte des Saales die in
774 2, 4 | muß ich kühlen,~getrost leg' ich die Lippen an.~In vollen
775 2, 4 | opfern seinem holden Klar.~Legst du an seinen Quell die Lippen,~
776 2, 4 | dir denn sagen, laß dich lehren:~der Bronnen ist die Tugend
777 3, 3 | Heil, die nun entflohn~dem Leib der frommen Dulderin! ~Wolfram [
778 2, 4 | deckt Tannhäuser mit ihrem Leibe. ~Elisabeth~Haltet ein! - ~
779 3, 3 | Wahnsinniger, wen rufst du an?~Leichte Nebel hüllen allmählich
780 1, 4 | deinen Sang voll Wonn' und Leid~gebannt die tugendreichste
781 2, 4 | Lippen,~zu kühlen frevle Leidenschaft,~ja, wolltest du am Rand
782 1, 1 | den sie über die wilden Leidenschaften der Untertanen ihres Reiches
783 1, 2 | Laß mich ziehn! ~Venus [leidenschaftlich aufspringend]~Treuloser!
784 2, 4 | rauben,~so sagt, was euch er Leides tat?~Seht mich, die Jungfrau,
785 1, 2 | Tannhäuser wieder zu. ~Venus [mit leiser Stimme beginnend]~Geliebter,
786 3, 3 | fluchen, -~nun, süße Göttin, leite mich! ~Wolfram~Wahnsinniger,
787 2, 4 | für sein Leben,~zur Buße lenk' er reuevoll den Schritt!~
788 2, 4 | Edlen mögt in diesen Worten lesen,~wie ich erkenn' der Liebe
789 1, 3 | Pilgergesang fortsetzen bis zum letzten Verhallen, während sich
790 1, 4 | nicht länger,~aufs neue leuchte uns ihr Stern! ~Die Sänger~
791 2, 4 | sei Gebet;~laß ihn dein Leuchten sehen~eh' er in Nacht vergeht!~
792 1, 1 | her dringenden, rötlichen Lichte beleuchtet, durch welches
793 2, 4 | gerührt]~Ein Engel stieg aus lichtem Äther,~zu künden Gottes
794 1, 2 | Au,~nach unsrer Vöglein liebem Sange,~nach unsrer Glocken
795 3, 2 | nächt'ge Dämmrung teilt dein lieber Strahl,~und freundlich zeigst
796 2, 4 | genossen?~Dein Leben war nicht liebereich,~und was von Freuden dir
797 1, 2 | meinen Augen strahlt dir Liebesdank: -~ein Freudenfest soll
798 1, 2 | Tannhäuser~Nie mehr erfreu' mich Liebesglück! ~Venus~Kehr wieder, wenn
799 1, 1 | Verwundeten, von mächtigem Liebessehnen ergriffen, lassen vom rasenden
800 2, 2 | nie gekannt!~Was einst mir lieblich, war verschwunden~vor Wonnen,
801 3, 1 | schauen,~und grüßen froh deine lieblichen Auen;~nun lass' ich ruhn
802 2, 4 | tugendsam erblick' ich Frauen, -~lieblicher Blüten düftereichsten Kranz.~
803 3, 2 | bangt: -~da scheinest du, o lieblichster der Sterne,~dein sanftes
804 2, 4 | Walther! Preis sei deinem Liede! ~Tannhäuser [sich heftig
805 2, 4 | weisen Rätseln wie in heitren Liedern~erfreutet ihr gleich sinnig
806 2, 4 | Geheimnis dünkt es mich;~durch Liedes Kunst sollt ihr es uns enthüllen,~
807 3, 1 | ungeheilt, -~o, würd' ihr Lindrung nur erteilt! ~Als er weiter
808 2, 4 | Tannhäuser zur äußersten Linken verbleibt noch eine Zeitlang
809 2, 4 | für ihn einst der Erlöser litt! ~Tannhäuser [nach und nach
810 1, 2 | vor Venus hin]~Dir töne Lob! Die Wunder sei'n gepriesen,~
811 2, 3 | du gemieden? Endlich denn~lockt dich ein Sängerfest, das
812 1, 2 | Herz gegossen,~als Flamme lodre hell sie dir allein!~Ja,
813 2, 3 | bleibe ungebrochen~bis du der Lösung mächtig bist. -~So sei's!
814 3, 3 | Ihr ward der Engel sel'ger Lohn,~himmlischer Freuden Hochgewinn. ~
815 1, 2 | verlangst, das sei dein Los!~Hin zu den kalten Menschen
816 3, 3 | sich soeben von Wolfram losgerissen, bleibt, wie von einem heftigen
817 1, 4 | Wiedersehn? ~Tannhäuser [sich losreißend]~Fort! Fort von hier! ~Die
818 3, 3 | fühlest du nicht milde Lüfte? ~Wolfram~Zu mir! Es ist
819 1, 2 | verlange nach des Waldes Lüften,~nach unsres Himmels klarem
820 3, 3 | Sang, -~von der Verheißung lügnerischem Klang,~der eiseskalt mir
821 3, 3 | Tannhäuser [mit unheimlicher Lüsternheit]~Den Weg zum Venusberg! ~
822 1, 3 | war kommen.~Nun spiel' ich lustig die Schalmei: -~der Mai
823 3, 1 | nimm von dieser Erde mich!~Mach, daß ich rein und engelgleich~
824 2, 4 | den gefangen~ein furchtbar mächt'ger Zauber hält,~wie? sollt'
825 2, 3 | ungebrochen~bis du der Lösung mächtig bist. -~So sei's! Was der
826 1, 1 | Tiefe. Die Verwundeten, von mächtigem Liebessehnen ergriffen,
827 2, 2 | meines Herzens Tiefe!~[Sich mäßigend, - in Verwirrung]~Verzeiht,
828 3, 1 | demutsvollem Grüßen~als würd'ge Magd dir nahen kann:~um deiner
829 1, 2 | dein Herz.~Aus holder Ferne mahnen süße Klänge,~daß dich mein
830 1, 4 | gebannt die tugendreichste Maid?~Denn, ach! als du uns stolz
831 2, 4 | für des deutschen Reiches Majestät,~wenn wir dem grimmen Welfen
832 1, 3 | schauen: -~da träumt' ich manchen holden Traum,~und als mein
833 | Mann
834 1, 2 | Heil! mein Heil ruht in Maria! ~Furchtbarer Schlag. Venus
835 3, 1 | Bergvorsprunge rechts, vor dem Marienbilde, liegt Elisabeth in brünstigem
836 2, 2 | Sänger sangen,~erschienen matt mir, trüb ihr Sinn;~im Traume
837 3, 3 | und entstellt; er wankt matten Schrittes an seinem Stabe. ~
838 1, 1 | zerklüfteten Öffnung, durch welche mattes Tageslicht hereinscheint,
839 2, 2 | ungestört!~Er bleibt, an die Mauerbrüstung des Balkons gelehnt, im
840 1, 1 | geleitet, durch das blaue Meer dahinfährt. Der rosige Duft
841 1, 2 | übergroßer Reiz ist's, den ich meide. ~Venus~Weh dir! Verräter!
842 1, 2 | verfluchet~von mir das ganze menschliche Geschlecht!~Nach meinen
843 1, 4 | für immer unsren Kreis sie mied. -~O kehr zurück, du kühner
844 1, 4 | nicht! Ist dies des Hochmuts Miene? -~Gegrüßt sei uns, du kühner
845 1, 2 | Grotte,~von ros'gen Düften mild durchwallt!~Entzücken böt
846 3, 3 | Tannhäuser~Ha! fühlest du nicht milde Lüfte? ~Wolfram~Zu mir!
847 2, 4 | so ward von euch nicht mindrer Preis errungen.~Der Anmut
848 3, 3 | ist das Zauberreich der Minne,~im Venusberg drangen wir
849 1, 1 | sollte; die Paare finden und mischen sich; Suchen, Fliehen und
850 2, 4 | in die kein Zagen je sich mischt:~denn unversiegbar ist der
851 2, 4 | Verräter,~werd inne deine Missetat!~Du gabst ihr Tod, sie bittet
852 3, 3 | Unglücklicher!~Mich faßt ein tiefes Mitleid für dich an. ~Tannhäuser [
853 2, 4 | Sitze ein. Tannhäuser im Mittelgrunde rechts, Wolfram am entgegengesetzten
854 2, 4 | schmachvoll des Himmels Mittlerin verkannt! ~Landgraf [nach
855 3, 1 | Gebärde, daß er nicht sprechen möge. ~Wolfram~Elisabeth, dürft'
856 2, 4 | Herzensblut. -~Ihr Edlen mögt in diesen Worten lesen,~
857 1, 2 | nicht ermessen: -~Tage, Monde - gibt's für mich nicht
858 1, 1 | Man erblickt in sanfter Mondesdämmerung Leda, am Waldteiche ausgestreckt;
859 1, 1 | einem verklärt baluen Dufte mondscheinartig erhellt. ~Beim Aufzuge des
860 3, 3 | Erscheinung. Das Tal, vom Morgenrot erleuchtet, wird wieder
861 1, 2 | so bald der holden Wunder müde,~die meine Liebe dir bereitet? -
862 2, 2 | geschwunden,~und nur des Einen mußich mich entsinnen,~daß nie
863 2, 2 | erkannten Leben~darf ich mich mutig weihn;~ich nenn' in freud'
864 1, 3 | demselben Vordergrunde ist ein Muttergottesbild, zu welchem ein niedriger
865 1, 2 | töne Lob! Die Wunder sei'n gepriesen,~die deine Macht
866 3, 2 | er hat Elisabeth lange nachgesehen, setzt sich links am Fuße
867 2, 4 | Nach Rom! ~Alle [ihm nachrufend]~Nach Rom! ~Der Vorhang
868 1, 2 | neuen Sommer bringt; - die Nachtigall~nicht hör' ich mehr, die
869 3, 3 | weichen Grund der Wiesen,~der nackten Sohle sucht' ich Dorn und
870 3, 2 | entsendest du der Ferne;~die nächt'ge Dämmrung teilt dein lieber
871 3, 3 | der Welt zuteil!~Es tat in nächtlich heil'ger Stund'~der Herr
872 1, 3 | hört man von links immer näher kommende Hornrufe. ~
873 3, 1 | der Gesang sich langsam nähert]~Die Pilger sind's, - es
874 1, 2 | demütig seh' ich dich mir nahn, -~zerknirscht, zertreten
875 2, 4 | führen,~die Gott-Gesandte nahte mir:~doch, ach! sie frevelnd
876 2, 4 | durch die mein Herz er namenlos erquickt.~Und nimmer möcht'
877 2, 4 | Bronnen, den uns Wolfram nannte,~ihn schaut auch meines
878 1, 1 | Hintergrunde zerteilt sich; ein Nebelbild zeigt die Entführung der
879 2, 4 | kämpft um den Preis,~und nehmet all im voraus unsren Dank! ~[
880 2, 2 | Königreich. O, stehet auf!~Nehmt meinen Dank, daß Ihr zurückgekehrt! -~
881 3, 3 | vorderen Bergvorsprunges neider. Wolfram will sich an seiner
882 1, 1 | einsam und still. Die Grazien neigen sich lächelnd vor Venus,
883 | nein
884 1, 1 | Suchen, Fliehen und reizendes Nekken beleben den Tanz. Aus dem
885 1, 4 | Hochgesängen~von neuem der Gepries'nen Ohr'!~Es tön in frohbelebten
886 1, 4 | unsre Lieder,~und Brüder nenne uns fortan! ~Tannhäuser [
887 2, 4 | ich darf mich so glücklich nennen~zu schaun, was, Wolfram,
888 1, 4 | Gegrüßt, wenn du uns Freunde nennst! ~Alle Sänger~Gegrüßt! Gegrüßt!
889 1, 1 | Stieres, von Tritonen und Nereiden geleitet, durch das blaue
890 2, 4 | Fluchenswert!~In seinem Blute netzt das Schwert!~Zum Höllenpfuhl
891 1, 4 | fehle sie nicht länger,~aufs neue leuchte uns ihr Stern! ~
892 1, 2 | der frisch ergrünend~den neuen Sommer bringt; - die Nachtigall~
893 2, 2 | Doch welch ein seltsam neues Leben~rief Euer Lied mir
894 per | von Zwetter } ~Elisabeth, Nichte des Landgrafen ~Venus ~Ein
895 | nieder
896 3, 3 | Sarg in der Mitte der Bühne niedergesetzt worden. Wolfram geleitet
897 3, 3 | ihm all Volk im Staub sich niederließ;~und Tausenden er Gnade
898 3, 3 | will sich an seiner Seite niedersetzen. ~Bleib fern von mir! Die
899 3, 3 | Leiche, an welcher dieser niedersinkt. ~Tannhäuser~Heilige Elisabeth,
900 1, 3 | Muttergottesbild, zu welchem ein niedriger Bergvorsprung hinaufführt. ~
901 1, 2 | plötzlichen Entschlusse ermannt, nimmt die Harfe und stellt sich
902 2, 4 | wolltest du am Rand nur nippen,~wich' ewig ihm die Wunderkraft!~
903 | nirgends
904 2, 4 | versöhnet,~der Engel meiner Not,~der sich, so frech verhöhnet,~
905 2, 4 | stoßend,~zeig' ich ihn dir: - nütz ihn zu deinem Heil! -~Versammelt
906 1, 4 | stehn;~mein Weg heißt mich nurvorwärts eilen,~denn rückwärts darf
907 | ob
908 2, 1 | aus dir geschieden,~wie öd' erschienst du mir!~Aus
909 1, 2 | vergebens suchet!~Die Welt sei öde, und ihr Held ein Knecht! -~
910 3, 3 | Als ich erwacht,~auf ödem Platze lagerte die Nacht, -~
911 1, 1 | Aus einer zerklüfteten Öffnung, durch welche mattes Tageslicht
912 2, 4 | vor ewigem Verderben~steht offen dir ein Weg: von mir dich
913 3, 1 | Gebet zu finden,~wie ich so oft sie treffe, wenn ich einsam~
914 2, 3 | bereiten? ~Elisabeth~Mein Oheim! O, mein güt'ger Vater! ~
915 | ohne
916 3, 3 | Vorhang fällt. ~ ~ENDE DER OPER ~ ~
917 2, 4 | Inbrunst ihn verehren~und opfern seinem holden Klar.~Legst
918 2, 4 | Anbetung möcht' ich mich opfernd üben,~vergießen froh mein
919 per | Bacchantinnen, Satyre und Faune. ~Ort der Handlung: Thüringen:
920 1, 1 | indem sie die Trunkenen zu Paaren fügen, sie mit sanfter Gewalt
921 per | PERSONEN DER HANDLUNG~ ~Hermann,
922 1, 1 | unaufhörlichen Hagel von Pfeilen auf das Getümmel in der
923 1, 4 | und die Sänger besteigen Pferde, welche man ihnen von der
924 1, 2 | besänftigt auf dem weichsten Pfühle~flieh' deine Glieder jeder
925 3, 3 | auf. Er trägt zerrissene Pilgerkleidung, sein Antlizt ist bleich
926 1, 3 | den Hut schwenkend und den Pilgern laut zurufend]~Glück auf!
927 1, 3 | Jesus Christ,~der du des Pilgers Hoffnung bist!~Gelobt sei,
928 3, 3 | wähnte! -~Doch sprich! Du pilgertest nach Rom? ~Tannhäuser~Wohl
929 2, 4 | weiten Halbkreise erhöhnten Plätze eingenommen. Der Landgraf
930 3, 3 | Als ich erwacht,~auf ödem Platze lagerte die Nacht, -~von
931 1, 3 | Hirt~ ~Tannhäuser steht plötzlich in einem schönen Tale, über
932 1, 2 | ward! ~Tannhäuser [zu einem plötzlichen Entschlusse ermannt, nimmt
933 2, 4 | aufspringend]~Ha, tör'ger Prahler, Biterolf!~Singst du von
934 1, 4 | mich hernieder,~die Fluren prangen reich geschmückt.~Der Lenz
935 1, 2 | meine Liebe zu verhöhnen?~Du preisest sie und willst sie dennoch
936 2, 2 | machtlos der Macht der Wunder preisgegeben.~Fast kenn' ich mich nicht
937 3, 3 | kund:~den dürren Stab in Priesters Hand~hat er geschmückt mit
938 3, 3 | Gesang? ~Tannhäuser~Ich höre!R ~Von hier an betritt der
939 2, 4 | Segen nicht!~Mußt' unsre Rache weichen,~weil sie ein Engel
940 2, 2 | helfet mir,~daß ich das Rätsel meines Herzens löse!~Der
941 2, 4 | schon gesungen;~in weisen Rätseln wie in heitren Liedern~erfreutet
942 2, 4 | Leidenschaft,~ja, wolltest du am Rand nur nippen,~wich' ewig ihm
943 3, 1 | Sehnen keimt' in mir -~so rang ich unter tausend Schmerzen,~
944 1, 1 | Liebessehnen ergriffen, lassen vom rasenden Tanze ab und sinken in Ermattung.
945 1, 1 | beim Ausbruche der höchsten Raserei, erheben sich entsetzt die
946 3, 3 | mir! Die Stätte, wo ich raste,~ist verflucht. - Hör an,
947 2, 4 | sich wandten,~die jüng'ren rasten noch im Tal.~Nur um geringer
948 1, 4 | Verweilen,~und nimmer kann ich rastend stehn;~mein Weg heißt mich
949 2, 4 | für dein Leben;~wer bliebe rauh, hört er des Engels Flehn?~
950 1, 3 | größerer Ferne der Hörselberg. ~Rechter Hand führt auf der halben
951 2, 4 | Ritter und Edelfrauen in reichem Schmucke werden durch Edelknaben
952 3, 1 | nahen kann:~um deiner Gnaden reichste Huld~nur anzuflehn für seine
953 2, 4 | herauszieht und es den Edelknaben reicht. Diese, nachdem sie den
954 1, 1 | Wasserfalles den auffordernden Reigen begonnen, welcher die Jünglinge
955 1, 1 | Bacchantinnen, welcher durch die Reihen der liebenden Paare, zu
956 per | Heinrich der Schreiber } ~Reinmar von Zwetter } ~Elisabeth,
957 2, 4 | wie ich erkenn' der Liebe reinstes Wesen! ~Die Ritter und Frauen [
958 1, 1 | begeisterter Trunkenheit reißen die Bacchantinnen die Liebenden
959 1, 1 | kniend. Das Lager umgeben, in reizender Verschlingung gelagert,
960 1, 1 | sich; Suchen, Fliehen und reizendes Nekken beleben den Tanz.
961 2, 4 | zu lang' schon birgt.~Zur Rettung doch vor ewigem Verderben~
962 2, 4 | Leben,~zur Buße lenk' er reuevoll den Schritt!~Der Mut des
963 1, 2 | dir bereitet? - Oder~wie? Reut es dich so sehr, ein Gott
964 2, 4 | ihm! Nicht ihr seid seine Richter!~Grausame! Werft von euch
965 1, 3 | Pilger, welche, von der Richtung der Wartburg her kommend,
966 1, 1 | nach den verschiedensten Richtungen hin entfernen sich [zum
967 2, 4 | verneigen sich feierlich mit ritterlichem Gruße gegen die Versammlung;
968 1, 1 | von unten her dringenden, rötlichen Lichte beleuchtet, durch
969 1, 1 | der Europa, welche auf dem Rücken des mit Blumen geschmückten
970 1, 4 | nurvorwärts eilen,~denn rückwärts darf ich niemals sehn. ~
971 1, 1 | den schlafenden Amoretten, rütteln sie auf, und jagen sie in
972 2, 4 | wo lange noch der frohe Ruf erschalle:~Thüringens Fürsten,
973 2, 4 | feierlich in die Mitte und rufen: - ~Vier Edelknaben~Wolfram
974 3, 3 | wird Venus, auf einem Lager ruhend, sichtbar. ~Venus~Willkommen,
975 2, 4 | mit uns allen!~Wer bliebe ruhig, hört er dich?~Wird deinem
976 3, 1 | in schmerzlicher, aber ruhiger Fassung]~Er kehret nicht
977 3, 1 | lieblichen Auen;~nun lass' ich ruhn den Wanderstab,~weil Gott
978 1, 2 | Tannhäuser~Mein Heil! mein Heil ruht in Maria! ~Furchtbarer Schlag.
979 2, 4 | leergelassenen Mitte des Saales die in einem engeren Halbkreise
980 2, 3 | Endlich denn~lockt dich ein Sängerfest, das wir bereiten? ~Elisabeth~
981 2, 1 | Erste Szene. Die Sängerhalle auf der Wartburg; nach hinten
982 2, 4 | Kraft an einer der hölzernen Säulen des Baldachins sich aufrecht
983 2, 4 | wahrlich nicht.~Laß dir denn sagen, laß dich lehren:~der Bronnen
984 3, 3 | Verwunderung betrachtet hat]~Wie sagst du, Wolfram? Bist du nicht
985 2, 4 | Sünders Hoffnung rauben,~so sagt, was euch er Leides tat?~
986 1, 4 | Herz sich unsrem Lied;~wir sahen ihre Wang' erblassen,~für
987 2, 4 | Vier Edelknaben treten vor, sammeln in einem goldenen Becher
988 3, 2 | lieblichster der Sterne,~dein sanftes Licht entsendest du der
989 2, 2 | die Weisen, die die Sänger sangen,~erschienen matt mir, trüb
990 2, 4 | O Walther, der du also sangest,~du hast die Liebe arg entstellt!~
991 1, 4 | siegreich gegen unsre Lieder sangst,~durch unsre Kunst Besiegung
992 3, 3 | nimmer dir erblühn!» - -~Da sank ich in Vernichtung dumpf
993 1, 1 | die Bacchanten, Faunen, Satyren, Nymphen und Jünglinge.
994 2, 4 | gen Rat. -~Blick hin, du schändlicher Verräter,~werd inne deine
995 1, 1 | herab, wild über Gestein schäumend; aus dem Becken, welches
996 1, 1 | die Nymphen hatten um das schäumende Bekken des Wasserfalles
997 1, 1 | Wasserfalles, mit dem Weiß seiner schäumenden Wellen, stark durchbricht;
998 3, 3 | Klänge? ~Wolfram~In wildem Schauer bebt die Brust! ~Tannhäuser~
999 2, 4 | mich so glücklich nennen~zu schaun, was, Wolfram, du geschaut!~
1000 2, 4 | uns Wolfram nannte,~ihn schaut auch meines Geistes Licht;~
1001 3, 2 | und Grausen bangt: -~da scheinest du, o lieblichster der Sterne,~
1002 2, 1 | Busen hoch sich hebet,~so scheinst du jetzt mir stolz und hehr;~
1003 1, 4 | Nicht sollst du Feind mich schelten, daß ich ihn genannt! -~
1004 1, 2 | Nicht sollst du ihr ein scheues Opfer weihn, -~nein! - mit
1005 2, 4 | geweilt! -~Entsetzlich! Scheußlich! Fluchenswert!~In seinem
1006 3, 3 | fromm zum Himmel er Gebete schickte,~vergoß mein Blut ich zu