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Päpstlicher Rat für die Kultur
Kulturpastoral

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  • III. KONKRETE VORSCHLÄGE
    • Theologische Bildungszentren
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Theologische Bildungszentren

31. Darüber hinaus muß man sich aber noch eines anderen Umstands bewußt werden. Während früher in vielen Ländern allen Kindern aus christlichen Familien eine angemessene religiöse Bildung zuteil wurde, so fehlt diese heute einer steigenden Zahl von Jugendlichen völlig. Einige von ihnen verspüren das Bedürfnis nach einer wirklichen theologischen Bildung. Diese neue Suche ist aus wenigstens drei Gründen ermutigend: Erstens, weil viele anderweitig gebildete Christen im Glauben nur treu sein und Fortschritte erzielen können, wenn ihre religiöse Bildung das gleiche Niveau erreicht hat wie ihre profane Bildung. Dies gilt vor allem, was die Bereiche ihres Berufslebens betrifft; zweitens, weil sie eher imstande sind, sich in den Dienst der Kirche zu stellen, wenn sie besser für die Verteidigung des Glaubens gerüstet sind. Und die Kirche braucht sie in folgenden Bereichen: Liturgie, Religionsunterricht, Krankendienst, Sakramentenvorbereitung, vor allem bei der Tauf- und bei der Ehevorbereitung; drittens, weil die Integration des christlichen Glaubens in den Beruf es ihnen nur langfristig ermöglicht, ihre Sendung als Laien in der Welt vollkommen zu erfüllen, wenn die beiden Dimensionen ihres Lebens richtig verschmolzen sind.

Eine gründliche theologische Bildung ist heute immer notwendiger, denkt man an die neuen Herausforderungen, von religiöser Gleichgültigkeit bis hin zu agnostizistischem Rationalismus, die es zu bewältigen gilt. Die gründliche Kenntnis der Glaubensgrundlagen ist vor allem für eine richtige Evangelisierung unumgänglich. Dieses intellektuelle, im Gebet verinnerlichte und in der Liturgie gefeierte Wissen müssen die Gläubigen sich persönlich aneignen und begreifen, um von der Person Jesu Christi und von seiner Heilsbotschaft Zeugnis geben zu können. Der zudem von fundamentalistischen Strömungen geprägte Kontext bedroht die wahre Volksfrömmigkeit und die Kultur unserer Zeit. Eine angemessene theologische Bildung ist daher sicherlich das beste Mittel, diese ernste Gefahr zu bewältigen.

Die auf die Evangelisierung der Kultur und die Inkulturation des Glaubens zielende Pastoral setzt eine zweifache Fachkenntnis voraus: eine theologische und eine pastorale. Eine theologische Bildung - anfänglich und fortwährend, allgemein oder so speziell, daß ein kirchlicher Abschluß erworben werden kann - sollte nach dem Wunsch des II. Vatikanischen Konzils (vgl. Gaudium et spes, Nr. 7) dort, wo es noch nicht geschehen ist, in weitem Maße in der Kirche angeboten werden. Sie ist zweifellos einer der besten Orte der Verständigung zwischen der heutigen Kultur und dem christlichen Glauben. Sie bietet dem Glauben daher gute Möglichkeiten, die heutige Kultur zu durchdringen. Voraussetzung ist allerdings, daß die empfangene Ausbildung und das Glaubensverständnis, das durch Studium des Wortes Gottes und der Tradition der Kirche gefestigt wird, den ganzen Alltag inspirieren.




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