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Die Jugend
38. Die Kulturpastoral erreicht
die jungen Menschen mit einer Methode, die die Person in ihrem Innersten
berührt, in den verschiedenen Bereichen der Lehre, Ausbildung, der
Freizeit. Wenn die Familie der wesentliche Ort für die traditio fidei bleibt,
so verstehen es die Pfarreien, Diözesen, katholischen Internate und
Universitäten sowie die verschiedenen kirchlichen Bewegungen, die in den
verschiedenen Lebens- und Lehrbereichen präsent sind, ihrerseits konkrete
Initiativen zu ergreifen. Sie dienen der Förderung von:
- Orten, wo sich junge Menschen
gern treffen und Freundschaften entstehen. Sie bilden ein Umfeld, das den
Jugendlichen in seinem Glauben trägt.
- dem jeweiligen Bildungsniveau
angepaßten Vortrags- und Reflexionsreihen zu aktuellen Themen des
christlichen Lebens, die von gemeinsamem Interesse sind.
- kulturellen oder
soziokulturellen Verbänden, offenen Bildungs- und Freizeitveranstaltungen,
wie Gesang, Theater, Filmclub, usw.
- Kultursammlungen wie
Bücher und Videokassetten, die eine christliche kulturelle Information und
Bildung sowie einen Austausch mit anderen Jugendlichen oder Gleichaltrigen ermöglichen.
- der Vorstellung von
nachahmenswerten Modellen, denn es geht letztlich darum, junge Erwachsene
heranzubilden, die ihren Glauben in ihrem kulturellen Umfeld leben, sei es nun
an der Universität oder in der Forschung, am Arbeitsplatz oder in der Kunst.
- Wallfahrtswegen, die einer
kleinen Meditationsgruppe oder einer großen Festversammlung in einer
Atmosphäre ansteckender, strahlender Inbrunst kulturelle Impulse für
die gelebte Spiritualität geben.
Alle diese Initiativen fügen
sich in eine globale Pastoral ein, mit der die Kirche "eine neue Form des
Dialogs" führt, "die es möglich macht, die Eigenart der
evangelischen Botschaft in die heutigen Denk- und Anschauungsweisen
hineinzutragen. Wir müssen also die apostolische Kreativität und die
prophetische Kraft der ersten Jünger wiederfinden, um den neuen Kulturen
begegnen zu können. Das Wort Christi muß in seiner ganzen Frische
den jungen Generationen vermittelt werden, deren Haltung für traditionelle
Geister manchmal schwer zu verstehen ist, die aber den geistlichen Werten
gegenüber keineswegs verschlossen sind".(29) Die Jugend ist
die Zukunft der Kirche und der Welt. Die Jugendseelsorge und die Studentenseelsorge
sowie die Betriebsseelsorge sind Zeichen der Hoffnung auf der Schwelle zum
dritten Jahrtausend.
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