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| Päpstlicher Rat für die Kultur Kulturpastoral IntraText CT - Text |
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Kulturerbe und religiöser Tourismus 37. Im Kontext der Freizeitgestaltung und der Entwicklung des religiösen Tourismus erlauben zahlreiche Initiativen es, das bestehende kulturelle und religiöse Erbe zu erhalten, zu restaurieren und zur Geltung zu bringen sowie den jüngeren Generationen den Reichtum der christlichen Kultur zu vermitteln,(28) die Frucht einer harmonischen Synthese von christlichem Glauben und Geist der Völker ist. In diesem Sinn scheint es wünschenswert, einige Zielsetzungen zu fördern und zu ermutigen: - Einführung einer Tourismus- und Freizeitpastoral sowie einer Kunstkatechese in die gewöhnlichen konkreten Aktivitäten einer Diözese. - Erstellung von Wallfahrtswegen in einer Diözese oder Region mit den Glaubensorten, die das geistliche und kulturelle Erbe bilden, als Stationen. - Offenere und einladendere Kirchen unter Betonung von manchmal bescheidenen, aber bedeutenden Elementen. - Planung einer Pastoral in häufig aufgesuchten Kirchen und Kapellen, um den Besuchern ihre Botschaft zu vermitteln. Dazu mögen einfache und klare Broschüren dienen, die mit den zuständigen Organen ausgearbeitet und veröffentlicht werden sollen. - Errichtung von Organisationen für katholische Touristenführer, die imstande sind, Touristen einen guten, vom Glaubenszeugnis beseelten kulturellen Dienst anzubieten. Solche Initiativen können auch zur Schaffung neuer, wenn auch vielleicht befristeter Arbeitsplätze für jugendliche oder auch ältere Arbeitslose beitragen. - Ermutigung von internationalen Verbänden wie der Bund der Kathedralen in Europa (Association des Cathédrales d'Europe). - Einrichtung und Gestaltung von Museen für sakrale Kunst und religiöse Anthropologie, die sich bevorzugt um die Qualität der Ausstellungsstücke sowie die pädagogisch lebendige Präsentation kümmern und dabei das Interesse für den Glauben und für die Geschichte verbinden und vermeiden, daß die Museen zu Lagern von toten Gegenständen werden. - Einrichtung und Vermehrung von Fonds, insbesondere für Bibliotheken, die auf das profane und christliche Kulturerbe jeder Region spezialisiert sind und einer größtmöglichen Zahl breite Kontaktmöglichkeiten mit diesem Erbe bieten. - Einrichtung und Ermutigung von katholischen Buchhandlungen - vor allem in Pfarreien und an Wallfahrtsorten - mit qualifiziertem Personal, das imstande ist, nützliche Ratschläge zu erteilen - und dies trotz aller Schwierigkeiten im Verlagswesen und auf dem Büchermarkt in vielen Ländern.
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28) Vgl. Johannes Paul II., Ansprache vor der ersten Vollversammlung der Päpstlichen Kommission für die Kulturgüter der Kirche (1995). |
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