Punkte auf folgende Art gegen uns zu argumentieren
gewohnt sind: Deiner Herzen- und Gewissensreligion widerstreben diese bloß
äußerlichen Ergötzungen der Augen und Ohren keineswegs, auch wird Gott nicht
durch die Fröhlichkeit des Menschen beleidigt, deren sich zu erfreuen ja kein
Verbrechen ist, wenn man Gott nur seiner Zeit und seines Ortes fürchtet und
ehret. Dagegen schicken wir uns an, gerade dies ganz besonders zu zeigen, wie
dergleichen Dinge mit der wahren Religion und dem wirklichen Gehorsam gegen den
wahren Gott unverträglich sind. Es gibt Leute, die da meinen, daß wir Christen,
die wir zum Sterben jederzeit so bereitwillig sind, gerade durch die Lossagung
von allen Vergnügungen zu dieser unserer Hartnäckigkeit und Weisheit angeleitet
würden; daß wir dadurch das Leben verachten lernten, daß alle Bande, welche
daran fesseln, abgeschnitten würden, und daß man auch gar nicht mehr an dem
hänge, was man sich bereits entbehrlich gemacht hat. Das versteht man dann so,
als ob dies mehr planmäßig und nach menschlicher Berechnung, nicht aber durch
göttliche Vorschrift bestimmt und festgesetzt sei. Denen, die in solchen
Ergötzungen fortleben, würde es natürlich sehr schwer ankommen, Gottes wegen
den Tod zu leiden, wiewohl man, auch wenn es sich so verhielte, einem so
passenden Plane und einer solchen Schule des Starrsinns Gehorsam schuldig wäre.