Veränderungen vorzunehmen, als der,
welcher auch den Geist des Menschen durch das Böse umgestaltet hat? Er ist es
ohne Zweifel, welcher dergleichen künstliche Mittel zubereitet hat, so daß Ihr
offenbar gewissermaßen Hand an Gott anleget. Was angeboren wird, ist Gottes
Werk. Was hinzugetan wird, ist also teuflisches Werk. Wie ruchlos ist es, zu
dem Werke Gottes die Erfindungen des Teufels hinzuzufügen! Unsere Sklaven
borgen sich von unsern Feinden nichts, die Soldaten verlangen nichts von den Gegnern
ihres Feldherrn. Denn von dem Gegner unseres Oberherrn einen Vorteil verlangen,
wäre Abfall, Und der Christ? er sollte sich vom bösen Feinde in etwas helfen
lassen? Ich weiß nicht, ob er dann noch diesen Namen behalten könnte, Er würde
ja dem angehören, von dem er Belehrung begehrt. Wie wenig aber verträgt es sich
mit Euren sittlichen Grundsätzen und Versprechungen, denen ja in jeder
Beziehung Einfachheit zur Pflicht gemacht ist, wie unwürdig ist es für
Christen, ein geschminktes und bemaltes Gesicht zu haben; im Bilde zu lügen,
lügnerische Farben anzuwenden, da man doch mit dem Munde nicht lügen darf; zu
begehren, was dir nicht gehört, da man von fremdem Gut sich zu enthalten
gelehrt worden ist; sein Aussehen zu fälschen, da man der Ehrbarkeit sich befleißigt!
Glaubt es mir, Ihr Gebenedeiten! Wie könntet Ihr Gottes Vorschriften bewahren,
da Ihr doch die Zeichnung von seiner Hand an Euch nicht bewahrt?