den Schauder der harten Kette ertragen
würden. Ich weiß nicht, ob ein Fuß, der an Spangen gewöhnt war, sich würde in
den Stock spannen lassen. Ich fürchte, daß ein Nacken, der mit Ketten von Perlen
und Smaragden beladen ist, für das Richtschwert keinen Platz bieten wird.
Daher, meine
Gesegneten, machen wir uns mit dem Gedanken an Härteres vertraut, und wir
werden es nicht empfinden, verlassen wir die Ergötzlichkeiten, und wir werden
sie nicht vermissen. Stehen wir da, jeder Gewalt gewärtig, nichts habend, das
zu verlassen wir uns fürchten müßten. Es sind das Hemmnisse für unsere
Hoffnung, Werfen wir die irdischen Zieraten von uns, wenn wir nach den
himmlischen begehren! Lasset ab von der Liebe zum Golde, welches bei allen
Fehltritten des Volkes Israel der stehende Tadel ist! Ihr müßt das hassen,
woran Eure Väter zugrunde gegangen sind und was die von Gott Abtrünnigen
anbeteten. Auch jetzt noch ist das Gold eine Speise für das Feuer.
Im übrigen aber sind
die Zeiten für einen Christen stets, und jetzt ganz besonders, nicht nach Gold
angetan, sondern das Eisen regiert, Märtyrergewänder werden vorbereitet und die
Engel warten ihres Amtes als Träger, Tretet also hervor, mit den Farben und
Abzeichen der Propheten und Apostel angetan, nehmt an von der Einfalt das Weiß,
von der Züchtigkeit das Rot, die Schminke für Eure Augen sei die
Schamhaftigkeit, für den Mund das Schweigen; Euren Ohren seien eingeprägt die
Worte Gottes, auf Euren Nacken flechtet das Joch Christi! Senket das Haupt vor
Euren Ehemännern, und Ihr werdet geputzt genug sein! Laßt die Hände nach der
Wolle greifen und bannt die Füße innerhalb der Schwelle des Hauses fest, dann
werdet Ihr mehr Gefallen erregen, als wenn Ihr in Gold einherginget! Kleidet
Euch in den Seidenstoff der Rechtschaffenheit, in das Linnen der Heiligkeit und
in den Purpur der Keuschheit! So angetan,
werdet Ihr Gott zum Liebhaber haben.