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Quintus Septimius Florens Tertullianus
Über das Gebet.

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11. Seien wir doch nicht von der Erhörung durch Gott ebenso weit entfernt als von seinen Vorschriften! Die Erinnerung an die Vorschriften bahnt den Gebeten den Weg zum Himmel, Eines der vorzüglichsten davon ist, daß wir nicht eher zum Altare Gottes hinaufsteigen sollen, als bis wir, wenn eine Streitigkeit oder Beleidigung zwischen uns und den Brüdern vorgefallen ist, sie beigelegt haben. Denn wie könnte man zum Frieden Gottes hinzutreten ohne den Frieden? Zur Nachlassung der Sünden mit Hinterhältigkeit? Wie wird man den Vater versöhnen, wenn man gegen den Bruder erzürnt ist, da uns doch von Anfang an jeder Zorn untersagt ist? Joseph sagte, als er seine Brüder entließ, um den Vater herzuführen: „Und daß ihr nicht zürnet auf dem Wege"39). Wir, wohlverstanden, sind es, die er damit ermahnte; denn auch anderweitig wird ja unsere Zucht und Lehre ,,Weg" genannt. Da laßt uns denn, auf den Weg des Gebetes gestellt, nicht mit Zorn beim Vater eintreten! Sodann setzt der Herr mit dürren Worten, indem er das Gesetz erweitert, den Zorn gegen den Bruder noch über den Mord, Nicht einmal in einem bösen Worte soll man Befriedigung suchen; und wenn einmal gezürnt werden muß, dann, mahnt der Apostel, nicht über Sonnenuntergang hinaus. Wie vermessen


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aber wäre beides, den Tag ohne Gebet hingehen zu lassen, während man dem Bruder Genugtuung zu geben zögert, und das Gebet durch Fortdauer des Zornes zu verderben.




392) 1 Mos. 45, 24.






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