Index | Wörter: alphabetisch - Frequenz - rückläufig - Länge - Statistik | Hilfe | IntraText-Bibliothek
Quintus Septimius Florens Tertullianus
Über das Gebet.

IntraText CT - Text

  • 15
zurück - vor

Hier klicken um die Links zu den Konkordanzen auszublenden

- 259 -


15. Weil wir nun die eine Art sinnloser Gepflogenheit berührt haben, so wird es uns nicht verdrießen, auch die übrigen zu tadeln, welchen man aus dem Grunde Torheit vorwerfen muß, weil sie stattfinden, ohne von einer Vorschrift des Herrn oder eines Apostels gutgeheißen zu werden. Denn solche Dinge rechnet man nicht zur Religion, sondern zum Aberglauben; affektiert und gezwungen, mehr einem ängstlichen als vernünftigen Dienste entstammend, sind sie gewiß auch darum zu unterdrücken, weil sie uns den Heiden gleich machen. Dahin gehört, daß manche ihre Pänula44) ablegen, ehe sie das Gebet verrichten; in dieser Weise treten auch die Heiden zu ihren Götterbildern. Wenn das geschehen sollte, so hätten die Apostel, welche über die Gebetsweise Belehrungen geben, es jedenfalls miteinbegriffen; es müßte denn sein, man wollte glauben, Paulus habe im Gebet seinen Mantel bei Karpus zurückgelassen45). Natürlich, Gott würde vielleicht den mit einem Überzieher Bekleideten kein Gehör geben, während er doch die drei Heiligen, die im Feuerofen des babylonischen Königs beteten, trotz ihrer weiten Hosen und Tiaren erhört hat.




442) Die Pänula war ein Ueberwurf mit Kapuze, der bei Regenwetter und auf Reisen getragen wurde



453) 2 Tim. 4, 13.






zurück - vor

Index | Wörter: alphabetisch - Frequenz - rückläufig - Länge - Statistik | Hilfe | IntraText-Bibliothek

Best viewed with any browser at 800x600 or 768x1024 on Tablet PC
IntraText® (V89) - Some rights reserved by EuloTech SRL - 1996-2007. Content in this page is licensed under a Creative Commons License