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Quintus Septimius Florens Tertullianus
Über das Gebet.

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28. Dies ist nämlich jenes geistige Opfer, welches die früheren Opfer beseitigt hat. „Was soll mir", heißt es, „die Menge Eurer Opfer? Ich bin ihrer satt. Der Brandopfer von Widdern und des Fettes von Lämmern, des Blutes von Stieren und Böcken begehre ich nicht. Denn wer hat dies von Euren Händen gefordert?"78). Was Gott begehrt habe, das lehrt das Evangelium. „Es kommt eine Zeit", sagt es, „wo die wahren Anbeter den Vater im Geist und in der Wahrheit anbeten werden"79). „Denn Gott ist ein Geist"80) und fordert auch Anbeter derselben Art. Wir sind die wahren Anbeter und die wahren Priester, welche, im Geiste betend, im Geiste das Gebet als eine Gott entsprechende und wohlgefällige Opfergabe darbringen, die er nämlich verlangt, die er für sich vorgesehen hat. Dieses Opfer, aus ganzem Herzen ihm geweiht, durch den Glauben gemästet81), von der Wahrheit hergerichtet, dessen Tadellosigkeit in unserer Unschuld, dessen Sauberkeit in unserer Keuschheit, dessen Bekränzung in der Bruderliebe besteht — dieses Opfer müssen wir mit dem Pomp guter Werke unter Psalmen- und Hymnengesang zum Altar Gottes hinführen, und es wird von Gott alles für uns erlangen.




782) Is. 1, 11.



793) Joh. 4, 23.



804) Ebd. 4, 24.



815) Tertullian stellt hier das gemeinschaftliche Gebet der Gläubigen als einen Opferakt hin und bleibt im Bilde des Opfertieres, welches fett, bekränzt u. s. w. sein mußte.






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