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| Kongregation für den Klerus Priester, Hirte und Leiter der Pfarrgemeinde IntraText CT - Text |
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c) Ein besonderer Weg zur Heiligkeit 12. In dem Maße, in dem das Amtspriestertum mit dem priesterlichen Wesen und Wirken Christi gleichgestaltet, führt es eine Neuheit in das geistliche Leben dessen ein, der dieses Geschenk empfangen hat. Es ist ein geistliches Leben, das durch die Teilhabe an der Eigenschaft Christi als Haupt in seiner Kirche geformt wird und das im Dienstamt für die Kirche reift: eine Heiligkeit im Amt und durch das Amt. 13. Die Vertiefung des „Bewußtseins, Diener zu sein“ [41], ist deswegen von großer Bedeutung für das geistliche Leben des Priesters und für die Wirksamkeit seines Amtes selbst. Die Verbundenheit mit Jesus Christus im Amt „begründet und erfordert beim Priester eine weitere Bindung, die aus seiner ‚Grundintention‘, das heißt aus seinem bewußten und freien Willen kommt, durch seinen Dienst das zu tun, was die Kirche zu tun vorhat“ [42]. Der Ausdruck: „die Intention, das zu tun, was die Kirche tut“ erleuchtet das geistliche Leben des Amtsträgers mit der Einladung, seine persönliches Eigenschaft als Werkzeug im Dienst Christi und der Kirche zu erkennen und in den konkreten Amtshandlungen zu verwirklichen. In diesem Sinn enthält die „Intention“ notwendigerweise einen Bezug zum Tun Christi, des Hauptes in der Kirche und durch die Kirche, eine Anpassung an seinen Willen, Treue zu seinen Anordnungen, Fügsamkeit gegenüber seinen Taten: das amtlich Tun ist Werkzeug des Wirkens Christi und der Kirche, seines Leibes. Es handelt sich um einen persönlichen, bleibenden Willen: „Eine (solche) Bindung neigt auf Grund ihrer Natur dazu, im Leben möglichst umfassend und tiefgreifend zu werden. Dies geschieht dadurch, daß sie den Verstand, die Gefühle, das Leben, also eine Reihe moralischer und spiritueller ‚Dispositionen‘ prägt, die dem amtlichen Handeln des Priesters entsprechen“ [43]. Die priesterliche Spiritualität erfordert, ein Klima der Nähe zum Herrn zu atmen, ein Klima der Freundschaft und der persönlichen Begegnung, der „geteilten“ amtlichen Sendung, der Liebe zu und des Dienstes an seiner Person in der „Person“ der Kirche, seines Leibes und seiner Braut. Die Kirche zu lieben und sich ihr im Dienstamt zu schenken, verlangt, Jesus, den Herrn, innig zu lieben. „Diese Hirtenliebe erwächst am stärksten aus dem eucharistischen Opfer. Es bildet daher Mitte und Wurzel des ganzen priesterlichen Lebens, so daß der Priester in seinem Herzen auf sich beziehen muß, was auf dem Opferaltar geschieht. Dazu gelangt er jedoch nur, wenn er sich selbst immer inniger in das Geheimnis Christi betend vertieft“ [44]. Bei der Durchdringung dieses Geheimnisses kommt uns die seligste Jungfrau Maria, mit dem Erlöser vereinigt, zu Hilfe. Denn „wenn wir die Heilige Messe feiern, steht die Mutter des Sohnes Gottes in unserer Mitte und führt uns in das Geheimnis seines Erlösungsopfers ein. Auf diese Weise wird sie zur Mittlerin der Gnaden, die von dieser Opfergabe für die Kirche und für alle Gläubigen entspringen“ [45]. Tatsächlich „wurde Maria auf einzigartige Weise mit dem priesterlichen Opfer Christi verbunden, da sie seinen Willen, die Welt durch das Kreuz zu retten, teilte. Sie war der erste und vollkommenste geistliche Teilnehmer an seiner Hingabe als Sacerdos et Hostia. Als solche kann sie denen, die auf der Ebene des Dienstamtes am Priestertum ihres Sohnes teilhaben, die Gnade des Antriebs erhalten und schenken, immer mehr den Anforderungen der geistlichen Hingabe zu entsprechen, die das Priestertum mit sich bringt: insbesondere die Gnade des Glaubens, der Hoffnung und der Beharrlichkeit in den Prüfungen, die als Anregungen zur einer großherzigeren Teilnahme am Erlösungsopfer erkannt werden [46]. Die Eucharistie muß für den Priester „den wirklich zentralen Platz in seinem Dienst“ [47] einnehmen, weil in ihr das gesamte geistliche Gut der Kirche enthalten ist und weil sie an sich Quell und Gipfel der ganzen Evangelisierung ist [48]. Daraus folgt die sehr wichtige Bedeutung der Vorbereitung auf die Heilige Messe, ihrer täglichen Feier [49], der Danksagung und des Besuches beim Allerheiligsten im Laufe des Tages! 14. Außer dem eucharistischen Opfer feiert der Priester täglich das Stundengebet, das er unter schwerer Verpflichtung frei auf sich genommen hat. Vom unblutigen Opfer Christi auf dem Altar bis hin zur Feier des Stundengebets gemeinsam mit der ganzen Kirche intensiviert das Herz des Priesters seine Liebe zum göttlichen Hirten und macht sie vor den Gläubigen deutlich. Der Priester hat das Privileg erhalten, „im Namen aller zu Gott zu sprechen“, „gleichsam der Mund der ganzen Kirche“[50] zu werden; im Offizium erfüllt er das, was am Lobpreis Christi noch fehlt, und insoweit er beglaubigter Botschafter ist, zählt seine Fürbitte zu den wirksamsten für das Heil der Welt [51]
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