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Kongregation für den Klerus
Priester, Hirte und Leiter der Pfarrgemeinde

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  • TEIL 1 Gemeinsames Priestertum und Weihepriestertum
    • 2. Zentrale Grundzüge des Dienstes und Lebens der Priesters
      • e) Der Priester in der kirchlichen Gemeinschaft
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e) Der Priester in der kirchlichen Gemeinschaft

16. Um der Kirche – einer Gemeinschaft, die organisch aus Gläubigen strukturiert ist, die mit derselben Taufwürde, aber mit verschiedenen Charismen und Aufgaben ausgestattet sind – zu dienen, muß man sie kennen und lieben, nicht, wie sie die vorübergehenden Moden des Denkens oder die verschiedenen Ideologien wollen, sondern wie sie Jesus Christus wollte, der sie gestiftet hat. Ausgehend von der Gleichgestaltung mit Christus dem Haupt, verlangt die Amtsfunktion des Dienstes an der Gemeinschaft, die Besonderheit der Rolle der Laien zu kennen und zu respektieren, indem man die Übernahme der Verantwortung der einzelnen auf alle mögliche Weise fördert. Der Priester dient der Gemeinde, wird aber auch von seiner Gemeinde getragen. Er braucht den Beitrag der Laien, nicht nur für die Organisation und Verwaltung seiner Gemeinde, sondern auch für den Glauben und die Liebe: Es besteht eine Art Osmose zwischen dem Glauben des Priesters und dem Glauben der anderen Gläubigen. Die christlichen Familien und die eifrigen Gemeinden haben den Priestern in Momenten der Krise oft geholfen. Aus demselben Grund ist es ebenso wichtig, daß die Priester die Eigenschaften kennen, schätzen und respektieren, die der Nachfolge im Ordensstand eigen sind, der einen äußerst wertvollen Schatz der Kirche und in ihr ein Zeugnis der fruchtbaren Wirktätigkeit des Heiligen Geistes darstellt.

Je mehr die Priester lebendige Zeichen und Diener der kirchlichen Gemeinschaft sind, umso mehr fügen sie sich in die lebendige Einheit der Kirche in der Zeit ein, welche die heilige Überlieferung ist, deren Wächter und Garant das Lehramt ist. Der fruchtbare Bezug zur Tradition verleiht dem Priesteramt die Fertigkeit und Objektivität des Zeugnisses von die Wahrheit, die in Christus gekommen ist, um sich in der Geschichte zu offenbaren. Dies hilft ihm, jenen Reiz des Neuen zu fliehen, der die Gemeinschaft schädigt und die Ausübung des Priesteramtes an Tiefe und Glaubwürdigkeit entleert.

Der Pfarrer insbesondere muß ein geduldiger „Weber“ der Gemeinschaft der eigenen Pfarre mit ihrer Teilkirche und der Universalkirche sein. Er müßte ebenso ein wahres Beispiel der Zustimmung zum ständigen Lehramt der Kirche und zu ihrer großartige Disziplin sein.




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