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Johannes Paul II.
Ecclesia in America

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  • KAPITEL IV WEG ZUR GEMEINSCHAFT « Wie Du, Vater, in mir bist und ich in Dir bin, sollen auch sie in uns sein » (Joh 17, 21)
    • Förderung der Berufungspastoral
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Förderung der Berufungspastoral 

40. Die unersetzliche Rolle des Priesters in der Gemeinde muß allen Kindern der Kirche in Amerika die Bedeutung der Berufungspastoral ins Bewußtsein rufen. Der amerikanische Kontinent zählt auf eine zahlenmäßig starke Jugend, die reich an menschlichen und religiösen Werten ist. Deshalb muß den Lebensbereichen, in denen die Berufungen zum Priestertum und zum Ordensleben entstehen, besondere Beachtung geschenkt werden. Die christlichen Familien sollen eingeladen werden, ihren Kindern zu helfen, wenn sie den Ruf vernehmen, diesen Weg zu gehen 131. In der Tat sind die Berufungen „ein Geschenk Gottes“ und „entstehen innerhalb der Glaubensgemeinschaften, besonders aber in den Familien und Pfarreien und in den katholischen Schulen und anderen kirchlichen Organisationen. Den Bischöfen und Priestern obliegt die besondere Verantwortung, solche Berufungen durch persönliche Einladung und hauptsächlich durch das eigene zielgerichtete, frohe, enthusiastische und heiligmäßige Lebenszeugnis zu fördern. Die Verantwortung, Priesterberufungen hervorzubringen, obliegt dem ganzen Gottesvolk und erfährt seine höchste Erfüllung im ständigen und demütigen Gebet um Berufungen132

In den Seminaren, als den Orten der Aufnahme und Ausbildung der zum Priestertum Berufenen, müssen die zukünftigen Diener der Kirche vorbereitet werden, damit sie „in einer soliden Spiritualität der Gemeinschaft mit Christus, dem Hirten, einer Spiritualität der Hellhörigkeit für das Wirken des Heiligen Geistes leben, wodurch sie besonders zur Unterscheidung der Erwartungen des Gottesvolkes und der verschiedenen Charismen sowie zur gemeinsamen Arbeit befähigt werden“ 133. Deshalb muß in den Seminarenbesonders auf die spirituelle Unterweisung Wert gelegt werden, so daß die Kandidaten sich durch ständige Umkehr, durch ihr Gebetsleben und durch den Empfang der Sakramente der Eucharistie und der Buße auf die Begegnung mit dem Herrn vorbereiten und sich für eine großzügige seelsorgliche Hingabe stärken134. Die für die Ausbildung Verantwortlichen müssen dafür sorgen, daß die Seminaristen begleitet und zur Reife angeleitet werden, die sie befähigt, den priesterlichen Zölibat anzunehmen und mit ihren zum Priesteramt berufenen Brüdern in Gemeinschaft zu leben. Es muß auch ihre Fähigkeit gefördert werden, die sie umgebende Wirklichkeit kritisch zu beobachten um Werte von Gegenwerten unterscheiden zu können, denn dies ist unerläßlich, um einen konstruktiven Dialog mit der Welt von heute einzugehen.

Besondere Aufmerksamkeit soll den Berufungen unter der einheimischen Bevölkerung geschenkt werden, und es wäre gut, ihnen eine Ausbildung zukommen zu lassen, die sie nicht ihrer eigenen Kultur entfremdet. Diese Priesteramtskandidaten dürfen während ihrer theologischen und spirituellen Ausbildung die Wurzeln ihrer eigenen Kultur nicht verlieren 135

Die Synodenväter wollten all denen danken und sie segnen, die sich in ihrem Leben der Ausbildung der zukünftigen Priester in den Seminaren widmen. Deshalb haben die Synodenväter die Bischöfe eingeladen, für diese Aufgabe ihre geeignetsten Priester abzustellen, nachdem sie ihnen eine besondere Ausbildung haben zukommen lassen, die sie zu einer solch anspruchsvollen Aufgabe befähigt 136




131 Vgl. Ebd., 51.



132 Ebd., 48.



133 Ebd., 51.



134 Ebd., 52.



135 Vgl. Ebd.



136 Vgl. Ebd.






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