Begleitung
des Kindes bei seiner Begegnung mit Christus
48.
Die Kinder sind ein Geschenk und Zeichen der Gegenwart Gottes. „Man muß das Kind von der Taufe bis zu seiner
Erstkommunion bei seiner Begegnung mit Christus begleiten, denn es gehört zur
lebendigen Glaubens-, Hoffnungs- und Liebesgemeinschaft“ 182. Die Kirche anerkennt die Bemühungen der
Eltern, Lehrer und derer, die im pastoralen, sozialen und gesundheitlichen
Dienst tätig sind, sowie all jener, die mit derselben Haltung im Dienst der
Familie und der Kinder wirken, wie sie Jesus Christus einnahm: „Laßt die Kinder zu mir kommen; hindert sie nicht daran!
Denn Menschen wie ihnen gehört das Himmelreich“ (Mt
19,14).
Mit Recht
beklagen und verurteilen die Synodenväter die schmerzvollen Lebensbedingungen
so vieler Kinder in ganz Amerika, die ihrer Würde und Unschuld und oft auch
ihres Lebens beraubt werden. „Diese Lebensbedingungen
schließen Gewalt, Armut, Obdachlosigkeit, Mangel an gesundheitlicher Fürsorge
und Erziehung, durch Drogen und Alkohol bedingte Schäden und andere Zustände
der Verlassenheit und des Mißbrauchs mit ein“
183. Diesbezüglich erwähnte man auf der Synode ganz besonders die
Problematik des sexuellen Mißbrauchs der Kinder und der Kinderprostitution.
Auch die Eltern erließen einen dringenden Aufruf „an
alle, die in der Gesellschaft Machtpositionen einnehmen, damit sie in erster
Linie all das tun, was in ihrer Macht steht, um das Leid der Kinder in Amerika
zu lindern“ 184.
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