Elemente
der Gemeinschaft mit anderen Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften
49.
Die Bemühungen um Gemeinschaft zwischen der katholischen Kirche und anderen
Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften haben ihre Wurzeln in der Taufe, die von
ihnen allen gespendet wird 185. Diese Bemühungen werden durch Gebet,
Dialog und gemeinsame Aktionen genährt. Die Synodenväter wollten ihren
besonderen Willen „zur Zusammenarbeit im bereits
begonnenen Dialog mit der orthodoxen Kirche zum Ausdruck bringen, mit der wir
sehr vieles im Glauben, in den Sakramenten und in der Frömmigkeit gemeinsam
haben“ 186. Seitens der Synode
gibt es vielerlei konkrete Vorschläge hinsichtlich der Gesamtheit der nicht
katholischen christlichen Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften. In erster
Linie wird vorgeschlagen, „daß die katholischen
Hirten und Gläubigen die Begegnung mit Christen verschiedener Konfessionen
innerhalb der Zusammenarbeit im Namen des Evangeliums fördern, um so auf den
Schrei der Armen zu reagieren durch den Einsatz für Gerechtigkeit, durch das
gemeinsame Gebet für die Einheit, durch die Teilnahme an gemeinsamen
Wortgottesdiensten und durch den erlebten Glauben an den lebendigen Christus“ 187. Gefördert werden müssen auch, soweit dies
angebracht und nutzbringend ist, die sich aus den verschiedenen Kirchen und
kirchlichen Gemeinschaften zusammensetzenden Versammlungen von Experten, um den
ökumenischen Dialog zu erleichtern. Die Ökumene muß Gegenstand der Reflexion
und des Erfahrungsaustausches zwischen den verschiedenen katholischen
Bischofskonferenzen des Kontinents sein.
Wenn auch das
Zweite Vatikanische Konzil sich auf alle Getauften und Christgläubigen „als Brüder im Herrn“ 188 beruft, so muß man doch klar jene christlichen
Gemeinschaften, mit denen es möglich ist, Beziehungen einzugehen und die durch
den ökumenischen Geist inspiriert sind, von den Sekten, Kultgemeinschaften und
anderen pseudoreligiösen Bewegungen unterscheiden.
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