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Johannes Paul II.
Ecclesia in America

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  • KAPITEL V WEG ZUR SOLIDARITÄT « Daran werden alle erkennen, daß ihr meine Jünger seid: wenn ihr einander liebt » (Joh 13, 35)
    • Globalisierung der Solidarität
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Globalisierung der Solidarität 

55. Das komplexe Phänomen der Globalisierung ist, wie ich zuvor erwähnt hatte, eines der Charakteristika der heutigen Welt, das besonders in Amerika zutage tritt. Innerhalb dieser vielschichtigen Realität hat der wirtschaftliche Aspekt eine ganz besondere Bedeutung. Die Kirche bietet durch ihre Soziallehre einen wertvollen Beitrag zur Problematik, welche durch die derzeitige wirtschaftliche Globalisierung entsteht. Ihre moralische Sichtweise in dieser Angelegenheitstützt sich auf die drei grundlegenden Ecksteine der Menschenwürde, der Solidarität und des Subsidiaritätsprinzips202. Die wirtschaftliche Globalisierung muß im Lichte der Grundsätze sozialer Gerechtigkeit analysiert werden, wobei die vorrangige Option für die Armen zu achten ist, da sie befähigt werden sollen, sich in einer globalisierten Wirtschaft und angesichts der Ansprüche des internationalen Gemeinwohls zu schützen. In Wirklichkeit „ist die kirchliche Soziallehre die moralische Vision, die versucht, die Regierungen, die Institutionen und Privatorganisationen zu unterstützen, damit sie an einer Zukunft arbeiten, die mit der Würde einer jeden Person im Einklang steht. Aus dieser Sichtweise können die Fragen hinsichtlich der Auslandsverschuldung der Länder, der internen politischen Korruption und der Diskriminierung innerhalb des eigenen Landes und auf internationaler Ebene bewertet werden“ 203

Die Kirche in Amerika ist nicht nur dazu berufen, einen höheren Grad an Integration innerhalb der Länder zu fördern und so dazu beizutragen, eine wahre Kultur globalisierter Solidarität zu schaffen 204, sondern sich auch mit legitimen Mitteln für die Verringerung der negativen Auswirkungen der Globalisierung einzusetzen, wie zum Beispiel die Herrschaft der Stärkeren über die Schwächeren, besonders im wirtschaftlichen Bereich, oder den Werteverlust der einheimischen Kulturen zugunsten einer falsch verstandenen Vereinheitlichung




202 Ebd., 74.



203 Ebd.



204 Vgl. Ebd., 67.






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