Beitrag
zur Einheit des Kontinents
5.
Als ich in Santo Domingo zum erstenmal vorschlug, eine Sonderversammlung der
Synode abzuhalten, hob ich hervor: „Die
Kirche steht bereits an den Toren des dritten christlichen Jahrtausends, und
sie lebt in einer Zeit, da viele ideologische Fronten und Barrieren gefallen
sind. So empfindet sie es als unausweichliche Pflicht, alle Völker, die diesen
großen Kontinent bilden, geistig noch stärker zu einen und zugleich von der ihr
eigenen religiösen Sendung her einen Geist der Solidarität unter allen
anzuregen.“ 5 Die Gemeinsamkeiten
der amerikanischen Völker, unter denen besonders dieselbe christliche Identität
hervorsticht, sowie ein echtes Streben nach Stärkung der Bande der Solidarität
und der Gemeinschaft zwischen den verschiedenen Ausdrucksformen des reichen
kulturellen Erbes des Kontinents, stellen den entscheidenden Grund dar, weshalb
ich wollte, daß die Sonderversammlung der Bischofssynode bei ihren Erörterungen
Amerika als eine einzige Wirklichkeit sieht. Es wurde dabei bewußt Amerika in
der Einzahl genannt, um nicht nur die bereits in gewisser Hinsicht bestehende
Einheit zum Ausdruck zu bringen, sondern auch das engere Band, nach dem die
Völker des Kontinents streben und das die Kirche im Rahmen ihrer eigenen
Sendung, die Gemeinschaft aller im Herrn zu fördern, unterstützen möchte.
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