KAPITEL
II
DIE BEGEGNUNG MIT JESUS CHRISTUS
IM HEUTIGEN AMERIKA
« Wem viel gegeben wurde,
von dem wird viel zurückgefordert werden » (Lk 12,
48)
Die
Situation der Menschen in Amerika und ihre Begegnung mit dem Herrn
13.
In den Evangelien wird von Begegnungen mit Christus in ganz verschiedenen
Situationen berichtet. Manchmal handelt es sich um Situationen, in denen
Menschen gesündigt haben, Situationen, welche die Notwendigkeit zur Umkehr und
zur Vergebung seitens des Herrn aufzeigen. Bei anderen Gelegenheiten kommen die
positiven Haltungen der Wahrheitssuche und echten Vertrauens zu Jesus zum
Vorschein, die dazu führen, daß eine wahre Freundschaft zu ihm entsteht und die
den Wunsch wachrufen, seinem Beispiel zu folgen. Auch nicht zu vergessen sind die
Gaben, durch welche der Herr einige Menschen auf eine spätere Begegnung
vorbereitet. So hat zum Beispiel Gott Maria mit Gnaden erfüllt (vgl. Lk
1,28) und sie von Anfang an darauf vorbereitet, damit in ihr die wichtigste
Begegnung zwischen dem Göttlichen und der menschlichen Natur stattfinde,
nämlich das unaussprechliche Geheimnis der Menschwerdung.
Da die Sünde
und die sozialen Tugenden keine abstrakte Größe darstellen, sondern das
Ergebnis menschlichen Handelns sind 31, muß man sich vergegenwärtigen,
daß Amerika heutzutage eine komplexe Realität darstellt. Es ist die Frucht der
Tendenzen und Vorgehensweisen jener Menschen, die dort leben, und in dieser
konkreten und reellen Situation müssen die Menschen Jesus begegnen.
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