Nichtchristliche
Religionen
51.
„Die katholische Kirche lehnt
nichts von alledem ab, was bei diesen Religionen wahr und heilig ist“ 192. Daher wollen die Katholiken hinsichtlich
der anderen Religionen die Elemente der Wahrheit unterstreichen, wo auch immer
diese zu finden sind. Gleichzeitig aber bezeugen sie die Neuheit der
Offenbarung Christi, die in ihrer Integrität von der Kirche bewahrt wird
193. Bei einer solch konsequenten Einstellung lehnen die Katholiken
jegliche Diskriminierung und Verfolgung von Menschen wegen Rasse, Hautfarbe,
Lebensumständen oder Religion als dem Geist Christi entgegengesetzt ab.
Unterschiedliche Religionszugehörigkeit darf niemals der Grund für Gewalt und
Krieg sein. Im Gegenteil, Menschen verschiedener Glaubensrichtungen sollen
sich, eben weil sie sich zu ihrer Religion bekennen, veranlaßt fühlen, für
Frieden und Gerechtigkeit zu arbeiten.
„Moslems, Christen und Juden
nennen Abraham ihren Vater. Diese Tatsache muß in Amerika die Garantie dafür
sein, daß die drei Gemeinschaften harmonisch zusammenleben und gemeinsam für
das Allgemeinwohl arbeiten. Auch soll die Kirche in Amerika sich bemühen, den
gegenseitigen Respekt zu mehren und die guten Beziehungen zu den einheimischen
amerikanischen Religionen zu verbessern“
194. Dieselbe Haltung muß den Hindus, Buddhisten und anderen Religionen
gegenüber eingenommen werden, die sich durch die jüngsten Einwanderungen aus
orientalischen Ländern auf amerikanischem Boden angesiedelt haben.
|