Inhalt:
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1.
Kap. Veranlassung und Tendenz dieser Schrift.
2. Kap. Daß die
Häresien soviel Unheil anstiften, darf nicht uns befremden.
3. Kap.
Selbst der Abfall hervorragender Christen darf uns nicht in Verwirrung setzen.
Ähnliches geschah schon zur Zeit Christi.
4. Kap.
Christus hat das Auftreten der Häresien im voraus angekündigt.
5. Kap. Auch
der Apostel Paulus erklärt sie für ein notwendig eintretendes Übel.
6. Kap. Er
spricht fast in jedem seiner Briefe ein Verwerfungsurteil über sie aus.
Erklärung des Wortes Häresie.
7. Kap. Die
Häresien haben ihren Ursprung aus der Philosophie, indem philosophische
Ansichten mit christlichen Lehren vermischt wurden.
8. Kap. Um
bei den Gläubigen Zweifel zu erregen, mißbrauchen die Häretiker die
Aufforderung Christi: „Suchet und ihr werdet finden."
9. Kap. Mit
diesem Ausspruche hat aber Christus nicht zu einem beständigen Suchen
aufgefordert, sondern nur zu einem Suchen nach dem wahren Glauben.
10. Kap. Wer
die wahre Lehre Christi gefunden hat, der braucht nicht weiter zu suchen,
sondern muß sie gläubig festhalten.
11. Kap. Wer
dann noch suchen wollte, würde keinen rechten Glauben haben. Beständiges Suchen
schließt einen Widerspruch in sich.
12. Kap.
Untersuchungen über den Glauben sind nur soweit gestattet, als sie ohne
Verletzung der Glaubensregel geschehen. - 650 -
13. Kap.
Glaubensregel oder kurzer Inbegriff der christlichen Glaubenswahrheiten.
14. Kap. Was
außerhalb der Glaubensregel liegt, darf an sich wohl Gegenstand der
Untersuchung werden, in Wirklichkeit aber ist es den Häretikern nicht um das
Forschen zu tun, sondern nur darum, Anhänger zu gewinnen.
15. Kap. Ihre
Hauptwaffe ist immer Berufung auf die Hl. Schrift. Man kann ihnen auf diesem
Gebiete nicht mit Erfolg beikommen und muß sich daher nach einer ändern Methode
umsehen.
16. Kap. Der hl.
Paulus befiehlt, sich mit ihnen nicht auf Disputationen einzulassen.
17. Kap. Man
kommt durch Disputationen über Schriftstellen nie zum Ziele.
18. Kap.
Selbst die Absicht, wankende Gläubige wieder zu gewinnen, ist fast immer
erfolglos.
19. Kap. Daher
ist dieses Verfahren nicht ausreichend und, da die Schriftauslegung von
Privatleuten ein zweifelhaftes Kriterium bleibt, auf die kirchliche
Überlieferung zu rekurrieren.
20. Kap.
Gründung der einen katholischen Kirche durch Christus und Stiftung der einzelnen
Gemeinden, welche zusammen die eine Kirche bilden, durch die Apostel.
21. Kap. Die
christliche Wahrheit ist nur innerhalb der von den Aposteln herstammenden
Überlieferung bei den apostolischen Mutterkirchen zu finden.
22. Kap.
Wollte man noch außerhalb der apostolischen Tradition Wahrheit suchen, so müßte
man annehmen, Christus habe nicht allen Aposteln seine ganze Lehre mitgeteilt,
oder diese hätten ihrerseits einiges als Geheimlehre für sich behalten.
23. Kap.
Widerlegung der ersteren Annahme.
24. Kap.
Fortsetzung.
25. Kap. Die
Apostel sind nicht im Besitz einer Geheimlehre neben der gewöhnlichen
christlichen Lehre gewesen.
26. Kap.
Fortsetzung. Scheinbar dafür sprechende Bibelstellen befehlen in Wirklichkeit
nur eine gewisse Vorsicht bei Verkündigung des Evangeliums. - 651 -
27. Kap.
Wenn auch einige apostoliche Einzelkirchen von den Aposteln getadelt wurden, so
beweist das nicht, daß dieselben die Lehre der Apostel unrichtig aufgefaßt
hätten.
28. Kap. Wenn
die Kirchen im Glauben irrten, so hätten sie nie alle zu demselben Glauben
gelangen können.
29. Kap. Wenn
die Lehre irgendeines Häretikers die richtige wäre, so würde folgen, daß in der
ganzen Zeit vor seinem Auftreten ein verkehrtes Evangelium geglaubt wurde.
30. Kap. Die
zeitigen Häresien sind erst lange nach den Zeiten der Apostel entstanden;
andere verdanken gar noch lebenden Personen ihren Ursprung.
31. Kap. Die
ursprüngliche Überlieferung ist immer die echte.
32. Kap. Auch
hohes Alter würde die Sache einer Häresie nicht bessern; denn sie steht
außerhalb der apostolischen Sukzession und der Lehreinheit der übrigen Kirchen.
33. Kap.
Selbst wenn sie in die Apostelzeit hinaufreicht, so hat sie damit nur das vor
ändern Häresien voraus, daß sie von den durch die Apostel ausgesprochenen
Zensuren getroffen ist.
34. Kap.
Stammt eine Häresie aus der Apostelzeit, so ist sie von den Aposteln auch schon
verworfen; ganz neue Häresien aber finden schon durch ihre späte Entstehung
allein ihre Verurteilung.
35. Kap.
Fortsetzung.
36. Kap. Wie
das Traditionsprinzip im konkreten Falle zu benutzen sei. Die apostolischen
Kirchen, besonders die römische, sind maßgebend.
37. Kap. Die
Häretiker stehen also ganz außerhalb der Kirche und haben gar kein Recht, sich
der Hl. Schrift zu ihren Gunsten zu bedienen.
38. Kap. Sie
sehen sich förmlich genötigt, die Heilige Schrift, entsprechend ihrem
jedesmaligen Irrtum, verschiedentlich zu fälschen.
39. Kap.
Dieses ist um so weniger befremdlich, als ja schon bei profanen Schriften
häufig Fälschungen vorkommen. - 652 -
40. Kap. Den
Gedanken dazu hat der Teufel eingegeben, und die Häresie, die in ähnlicher
Weise wie der Götzendienst das Christentum nachäfft, ist sein Werk.
41. Kap. Auch
der lockere Wandel der Häretiker und der bei ihnen herrschende Mangel an
kirchlicher Ordnung zeugen gegen die Wahrheit ihrer Lehren.
42. Kap.
Ebenso ihr Mangel an Missionseifer. Ihre Tätigkeit ist nur dahin gerichtet, die
Kirche zu unterwühlen.
43. Kap. Alle
dergleichen Erscheinungen bei den Häretikern haben ihren Grund im System.
44. Kap. Wer
sich vom wahren Glauben abwendet, hat keine Entschuldigung und setzt sich in
Widerspruch mit klaren Aussprüchen Christi 1).
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