1.
Kap.
Gewisse Häretiker verbieten das Heiraten, die Psychiker erlauben es mehrmals,
die Montanisten nur einmal.
2. Kap. Man tadelt
an der Lehre des Parakleten, die nur eine einmalige Ehe erlaubt, daß sie 1)
neu, 2) eine drückende Last sei.
3. Kap. Das bloß
Erlaubte ist nicht in sich gut, ebensowenig das, was erst dann, wenn es mit
etwas Schlechtem in Vergleich gestellt wird, als gut erscheint
4. Kap. Die
Stammeltern haben nur eine einmalige Ehe eingegangen. Weitere Analogien dafür
aus der heiligen Geschichte.
5. Kap. Noch mehr
macht das Beispiel des letzten Adam, Christus, die Monogamie zur Pflicht.
6. Kap. Was von
der Polygamie Abrahams zu halten sei.
7. Kap. Die im
Gesetze vorgeschriebene Leviratsehe ist kein Präjudiz gegen die montanistische
Monogamie. Die gesetzlichen Vorschriften über die Priesterehe im Alten
Testament sprechen direkt für sie.
8. Kap. Im Neuen
Bunde begegnen uns gleich an der Schwelle Zacharias, Simeon, Anna und Johannes
als Belege für die Monogamie sowohl als die Enthaltsamkeit. Die Apostel mit
Ausnahme des Petrus erscheinen als Unverheiratete.
9. Kap. Bei
Aufhebung der im Alten Testament gestatteten Scheidung durch Scheidebrief gab
Christus zu verstehen, daß Gott schon im Anbeginn bei Einsetzung der Ehe im
Paradiese nur eine einmalige Heirat gewollt habe.
10. Kap. Die Ehen
der Christen werden nicht durch den Tod des einen Teils getrennt, sondern
dauern über das Grab hinaus fort.