Inhalt:
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1.
Kap. Da
die Psychiker die montanistischen Lehren in Betreff der Ehe als Häresie
bezeichnen, so wäre es zu verwundern, wenn sie nicht dasselbe hinsichtlich der strengeren
Fasten täten; denn Fleischeslust und Gaumenlust hängen aufs engste zusammen und
bedingen einander. - 866 -
2. Kap. Die
Psychiker wollen bloß einige bestimmte Fasttage halten und in leichter Weise.
Sie verwerfen die Stationsfasten und besonders die Xeropha-gien als häretische
Neuerung. Tertullian verhöhnt ihre Ansichten.
3. Kap. Da
Befriedigung der Eßlust den Anlaß zur ersten Sünde und zur Erbsünde gab, so muß
der Trieb nach Speise und Trank in besonders energischer Weise gezügelt werden.
4. Kap. Tertullian
sucht dem Einwände zuvorzukommen, warum alsdann Gott nicht gleich nach dem
Sündenfalle die sündhafte Schwäche des Menschen durch ein umfassendes
Fastengebot zu heilen bestrebt gewesen sei.
5. Kap. Sobald
Gott die Juden zu seinem Volke auserwählt hatte, gab er ihnen auch
Speiseverbote zur Strafe für ihre Gier.
6. Kap. Ein
gefüllter Magen macht den Geist zu göttlichen Dingen unlustig, das Fasten
hingegen macht ihn dafür empfänglich.
7. Kap. Beispiele
aus dem Alten Testament zum Beleg dafür, daß durch das Fasten die Gnade Gottes
erlangt wird.
8. Kap. Im Neuen
Testament haben wir gleich an der Schwelle das Beispiel der Prophetin Anna und
das Fasten Christi.
9. Kap.
Verteidigung der Enthaltung von einzelnen Speisen und der Xerophagie.
10. Kap.
Verteidigung der montanistischen Praxis hinsichtlich der sogenannten
Stationsfasten.
11. Kap.
Verteidigung des Parakleten und seiner Pro-phetien, worin die genannte Praxis
empfohlen wird, gegen den Vorwurf der Neuheit, der Häresie und diabolischer
Inspiration.
12. Kap.
Verhöhnung der Psychiker als Bauchdiener wegen eines Vorfalles, der sich mit
einem Märtyrer bei der letzten Verfolgung zugetragen haben soll.
13. Kap. Der
Behauptung der Psychiker, man dürfe in solchen Dingen am Herkommen nichts ändern,
hält Tertullian ihre eigene Praxis entgegen, wonach die Bischöfe Fasttage
anordnen. Auch bei Abhaltung - 867 -
von Konzilien wird gefastet. Die
Konzilien in den griechischen Landesteilen.
14. Kap. Die
Praxis der Montanisten in Bezug auf das Fasten wird durch den Tadel des
Apostels (Gal. 4, 10) nicht getroffen. Sie unterscheidet sich nicht einmal
wesentlich von der der Psychiker oder überhaupt der in der Kirche herkömmlichen
Praxis.
15. Kap. Die
Ansichten des Apostels Paulus über das Fasten und den Unterschied der Speisen.
Das Verhalten des Herrn in dieser Hinsicht.
16. Kap. Gott
strafte die Übertretungen der von ihm gebotenen Enthaltsamkeit von Speisen.
Beispiele dafür aus dem Alten Testament. Sogar Heiden und Juden üben sie und
stehen darin über den Psychikern.
17. Kap. Bitterer
Tadel der Agapen der Psychiker. Schluß.
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