Index | Wörter: alphabetisch - Frequenz - rückläufig - Länge - Statistik | Hilfe | IntraText-Bibliothek
Eduard Devrient
Hans Heiling

IntraText - Konkordanzen

(Hapax - Wörter, die nur einmal vorkommen)


abend-jager | jede-weich | weide-zwist

                                                   Fettdruck = Main text
     Akt, Szene                                    Grau = Kommentar
1 2, 1 | Wald und Felsengegend; das Abendrot leuchtet durch die Bäume) ~ 2 1, 1 | verdroßen,~daß Ihr Euch abermals verschloßen,~was, ja was 3 vor | und bleibt so bis Heiling abgeht.)~Weh' uns, wehe! Wehe uns! ~ 4 3, 1 | wurde ich geboren~Und meiner Abkunft Stoltz ist nicht verloren!~ 5 2, 2 | Schon sein Nam' ist ihr ein Abscheu,~Und Ihr wollt sie zu solchem 6 vor | scheint;~ihr seid der Mutter Abschiedszähren, ~die sie dem ungetreuen 7 | acht 8 2, 1 | Wie schlägt mein Herz so ängstich und beklommen,~Mein froher 9 3, 2 | ihr nicht?~So sprecht, iht ängstigt mich,~Ach das ist gar nicht 10 1, 1 | Pein! ~(Sie schmeigt sich ängstlich an Heiling.) ~Heiling:~Alles 11 2, 2 | Gertrude (sprechend):~Wo nur Ännchen bleibt, es ist finstre Nacht~ 12 1, 2 | Bauernchor:~Ein sprödes, allerliebstes Kind~Schlug jeden Antrag 13 3, 2 | dem wir vertrauen,~Du der Allgütige auf den wir bauen.~|Anna:~| 14 2, 1 | Gnomen und der Zwerge! ~Anna:~Allmächt'ger Gott!~(Sie sinkt vermichtet 15 3, 2 | auf den wir bauen,~Du der Allmächtige dem wir vertrauen,~Du bist 16 3, 2 | Anna, und Konrad:~Segne Allmächtiger, segne dies Paar,~Schütze 17 1, 1 | Glückes Schein~|wird mein Alter sorglos sein.~|~|Heiling:~| 18 3, 2 | und lacht gellend auf. Die anderen weichen entsetzt zurück.) ~ 19 2, 1 | mächt'gen Banden~Die Herzen aneinander zieht,~Daß Seel' an Seel' 20 2, 2 | sprechend):~Wenn sie nur ohne Anfechtung~Durch den Wald gekommen 21 1, 1 | meiner Brust der Morgen angebrochen,~gestillt zum erstenmal 22 3, 1 | Braut,~Und morgen wird's ihm angetraut! ~Heiling:~So rächet ihr 23 1, 1 | Erhole dich, laß deine Angst mich stillen. ~Anna (reißt 24 | ans 25 1, 1 | selig sein.~(Heiling trifft Anstalten, Gertrude und Anna das Haus 26 2, 2 | die Gertrude von ferne anstaunt.)~Nimm demnach als Leibgedinge~ 27 1, 2 | allerliebstes Kind~Schlug jeden Antrag in den Wind,~Lacht' ihre 28 1, 1 | mit enlosen Schmerzen,~mit Argwohn und Bangen,~mit rasendem 29 2, 2 | schonet mein,~Ich bin ein armes unglücksel'ges Mädchen! ~ 30 1, 1 | Mit zurückgegeben.~| Bub atm'ich wieder freier.~|~| Gertrude:~| 31 vor | Kraft,~ohne Ruh',~immer au,~him und wieder,~auf und 32 1, 1 | gehen.~(Er tritt zu dem aufgeschlagenen Zauberbuch an den Tisch.)~ 33 vor | kinderlose Mutter!~Königin (rasch aufstehend) ~Nein! Nein! ~Nicht umsonst 34 3, 2 | gescheh'n,~Kein sterblich Auge soll mich wiederseh'n!~( 35 vor | erschwerst du mir den [letzten] Augenblick?~(Er will fort) ~Chor: ( 36 3, 2 | stürzt in die Knie, mit ausgebreiteten Armen ruft sie in Verz*uuml; 37 1, 1 | Feuers, usw.) ~Gertrude (außen an der Tür pochend)~Meister 38 3, 2 | hetz hetz!~Da brumette der Bär: Sieh mich nur an,~Bin ich 39 3, 2 | Der Jäger zuerst zu dem Bären trat,~Du zottiger Petz gib 40 per | Erdgeister~Chor der Bauern und Bäuerinnen, Hochzeitsleute, Spielleute, 41 2, 1 | Abendrot leuchtet durch die Bäume) ~Anna:~Wehe mir! Wohin, 42 1, 2 | Platz vor der Schenke unter Bäumen. Im Hintergrund freie Außicht. 43 2, 1 | verstanden~Was so mit mächt'gen Banden~Die Herzen aneinander zieht,~ 44 2, 2 | die Wege kennt,~Mir wäre bange um sie.~(Sie geht ans Fenster)~ 45 1, 1 | ich alle Geister [zwinge/banne], verstummt auf immerdar.~( 46 3, 2 | Sie reißt die Binde los.)~Barmherz'ger Gott! ~Heiling (mit 47 2, 2 | heute schon zu spät~Zur Base zu geh'n, der Weg ist zu 48 3, 2 | Seite eine Kapelle steht. ~Bauernhochzeitsmarsch.~Stephan und vier Schützen 49 2, 1 | mich, Ihr sollt' nicht mehr beben!~Schutz will ich gegen die 50 2, 2 | Heiling (zu Anna):~Nicht bedacht hast du dein Wort,~Fremder 51 2, 2 | Euch! ~Gertrude:~Ei, Kind, bedenk'! ~Konrad (für sich, mit 52 vor | Krone und Zepter ab)~Genug, beendet euer emsig Treiben.~Es treibt 53 1, 2 | gemeint!~Ihr wißt ich kann das Befehlen nicht leiden,~Es bringt 54 3, 2 | In deine Hände, O Gott, befel'ich mich!~(Heiling läßt 55 vor | Herrin, uns dabei dir dienen,~befiehl, was sollen wir beginnen? ~ 56 vor | nicht!~Gebt Raum! Euer König befiehlt! ~(Er schwingt gebieterisch 57 1, 1 | Soll ich die Geister ganz befrein,~fürder machtlos sein? ~ 58 2, 1 | Frau, was hab' ich denn begangen?~Was könnt ihr doch von 59 2, 1 | sagt was ist Euch hier begegnet?~Wo ist Euer Bräutigam, 60 1, 2 | ehren~Nicht was mir verhaßt begehren! ~Konrad (für sich):~Kaum 61 vor | befiehl, was sollen wir beginnen? ~Königin~Geduldig harren 62 2, 1 | beklommen,~Mein froher Mut beginnt zu wanken~Und miteinander 63 1, 2 | jedoch bald bemerken und ihn begrüßen. Stephan bietet ihm einen 64 1, 2 | Anna, ich bitte! ~Anna (begütigend):~Nicht doch, lieber Freund,~ 65 3, 2 | Denn dickfellig muß man bein Weibern sein,~Und brummen 66 1, 2 | Zwergen tanzt.~Mit kurzen Beinen, dickem Kopf,~Springt der 67 2, 2 | Ihr sollt es nimmermehr beklagen!~|Ihr sollt es nimmermehr 68 2, 1 | mein Herz so ängstich und beklommen,~Mein froher Mut beginnt 69 1, 2 | welche Anna von Heiling bekommen hat. Heiling selbst steht 70 1, 2 | Dorfbewohner, die ihn jedoch bald bemerken und ihn begrüßen. Stephan 71 1, 1 | Gertrude danken ihm. Anna bemerkt die Goldkette, die Heiling 72 vor | Der Mutter letzte Gabe is bereit.~(Zwerge bringen der Königin 73 2, 2 | Ihr sollt es nimmermehr bereuen!~|~|Anna (schüchtern):~| 74 3, 2 | Hörnen, Bauern mit Stangen, Bergknappen-Musikanten, der Schulmeister, Bauern 75 3, 2 | wiederseh'n!~(Er geht in die Bergöffnung.) ~Anna und Konrad:~Fahr 76 3, 2 | Hintergrunde öffnet sich die ganze Bergwand und zeigt die Außicht in 77 1, 1 | Anna richtet ihn auf und beruhigt ihn. In drei Tagen sollen 78 2, 2 | Gertrude ist mit Anna beschättigt. Konrad beschwört sie, die 79 1, 2 | freundlich, seid sanft und bescheiden,~Dann, ja dann bin ich Euch 80 3, 2 | Erde Lust und Leid!~Es war beschieden was gescheh'n,~Kein sterblich 81 3, 1 | Erdenglück genießen,~Weil dem beschränkten Stumpfsinn es genügt.~Des 82 2, 1 | Bräutigam, daß er Euch nicht beschützt? ~Anna:~O schweigt von ihm. 83 2, 2 | Heiling):~Beim heil'gen Hubert beschwör' ich dich,~Hebe dich hinweg 84 3, 2 | Landsleute:~|Wohl uns, er ist besiegt,~|Die Gefahren sind verronnen. ~ 85 1, 1 | Wehe mir! ~Heiling (sich besinnend, zu Anna):~Verzeihe mir! ~ 86 vor | umsonst will ich die Macht besitzen;~ich ruhe nicht, ich will 87 1, 1 | teilnehmen, Falls sie gehen, besteht Heiling darauf, daß Anna 88 vor | Heiling~Fort! Ersparet dies Beteuren!~Los will ich mich von euch 89 2, 1 | Königin:~Hör' auf mein Wort,~Betörtes Menschenkind,~Ich bin gekommen 90 3, 2 | ratet mir fein,~Wie muß mein Betragen im Ehestand sein?~Bau bau, 91 2, 1 | den tiefsten~Strom mich betten. ~Konrad:~Ha, dieses Wort 92 vor | Heiling (tritt zur Königin und beugt sich knieendüber ihre Hand.)~ 93 3, 2 | über sie!~Das Geisterreich beut dir die Krone,~Und treue 94 vor | gewältigt mit Macht,~treulich bewacht.~Die Schätze, die schliefen~ 95 3, 2 | bau bau, hetz hetz!~(Alle bewegen sich in einem Brautzug zur 96 1, 2 | Frauen, die die Goldkette bewundern, welche Anna von Heiling 97 2, 1 | Brust~Mir keiner Schuld bewußt.~Wohin, wohin soll ich mich 98 2, 1 | Sie schrecken und hetzen~Bie Tag und bei Nacht,~Sie schrecken 99 1, 2 | und ihn begrüßen. Stephan bietet ihm einen Krug Wein an, 100 2, 1 | Da schreckt mich Heilings Bild mit Vorwurfsblicken,~Und 101 3, 2 | mehrere Gruppen des Schreckens bilden. Zwei größere sind vorn 102 vor | magische Kraft~die Geister zu binden,~bewahre das Pfand deiner 103 vor | der mich noch heut' mit bitt'rer Reue quält.~Du weißt 104 1, 1 | mächtig auf mich dringen.~(Die Blätter schlangen sich von selbst 105 2, 2 | bei Gott, versuche ich~Den blanken Stahl an dir! ~Heiling:~ 106 2, 2 | gräbt, da steigt empor,~ein bleiches Totengeripp!~(sprechend):~ 107 1, 1 | Anna (In das Zauberbuch blickend):~Ha, welche Zeichen,~so 108 2, 2 | verschränkten Armen finstern Blicks beobachtend.) ~Gertrude:~ 109 1, 1 | Schmuckkästchen in der Hand. Er blickt den Gang hinab, der sich 110 vor | O bleibe hier! ~Chor ~O bliebe hier,~die Geister dienen~ 111 2, 1 | Verderben stürzest du dich blind. ~Anna (sehr bewegt):~O 112 vor | Heiling mit reichem Mantel und blitzender Krone, hälte gedankenvoll 113 vor | fort,~damit ich auf der blüh'nden Erde~in Annas Armen 114 2, 1 | Liebeszauberei.~Denn auf Erden blühet ihm kein Gluck! ~Geisterchor:~ 115 1, 1 | mich an!~Ich liebe dich mit blutendem Herzen,~Ich liebe dich mit 116 1, 2 | Freund,~Es war ja nicht so bös' gemeint!~Ihr wißt ich kann 117 2, 1 | ein Mensch, ein Spuk der bösen Geister?~Nur frisch heran, 118 1, 2 | Juchheisa hopsasa!~Ihr Bursche, bost euch grün und blau,~Ich 119 3, 2 | Anna und Konrad spielen nun Brautsuchen. Beiden werden die Augen 120 3, 2 | Alle bewegen sich in einem Brautzug zur Kapelle him. Hans Heiling 121 3, 2 | endet aller Schmerz.~(Sie breitet die Arme nach ihm aus.) ~ 122 2, 2 | Hütte. Es is dunkel, eine brennende Lampe steht auf dem Tish. 123 vor | Gabe is bereit.~(Zwerge bringen der Königin ein schön verziertes 124 1, 2 | Befehlen nicht leiden,~Es bringt mich zur Wut!~Seid freundlich, 125 3, 2 | bau bau, hetz hetz!~Da brumette der Bär: Sieh mich nur an,~ 126 1, 1 | Leben~| Mit zurückgegeben.~| Bub atm'ich wieder freier.~|~| 127 2, 2 | Ihr wollt sie zu solchem Bündis zwingen?~O sagt mir, Anna, 128 3, 1 | zu Füßen,~Euren Trotz zu büßen! ~Chor der Geister:~Wo ist 129 3, 1 | Ich habe mich gerächt-~Ihr Buhl' ist tot!~Mag sie verderben 130 3, 1 | sich schnell gewandt;~Ihr Buhle fiel von meiner Hand! ~Chor 131 3, 1 | Ein einz'ger Blick, ein buhlerisches Wort,~Ein einz'ger Tanz, 132 per | Gertrude, ihre Mutter~Konrad, burggräflicher Leibschütz~Stephan, Schmied 133 1, 2 | Juchheisa hopsasa!~Ihr Bursche, bost euch grün und blau,~ 134 1, 2 | heisa, hophop!~Schlägt Burzelbäume flink voran,~Ein Kobold 135 3, 2 | Armen ruft sie in Verz*uuml;ckung zum Himmel.)~In deine Hände, 136 | dabei 137 1, 1 | erstenmale unter meinem Dach,~darf ich zum Gruße diese 138 1, 1 | Freier.~(Anna und Gertrude danken ihm. Anna bemerkt die Goldkette, 139 vor | Königin [Und bist du sicher dass die Overwelt~Mit ihren Zaubern 140 | davon 141 3, 2 | Hochzeitsleuten auf, die davor fliehend mehrere Gruppen 142 1, 1 | und Anna möchte gern an deb Festlichkeiten im Dorf teilnehmen, 143 vor | öffnet es.)~Schimmernde Demanten,~wie glühend hell ihr scheint;~ 144 2, 2 | von ferne anstaunt.)~Nimm demnach als Leibgedinge~Diesen Schmuck, 145 2, 1 | erglüht.~An Konrads Liebe denk' ich mit Entzücken,~Da schreckt 146 2, 2 | Gertrude:~|Ei, Kunz, wo denkt Ihr hin!~|Was kommt Euch 147 2, 1 | ich das je brechen?~Und dennoch hab' ich jetzt es erst verstanden~ 148 | deren 149 | Dessen 150 2, 2 | zu Konrad, auf Heiling deutend):~Wenn du mich liebst so 151 1, 2 | tanzt.~Mit kurzen Beinen, dickem Kopf,~Springt der Herr Graf, 152 3, 2 | Muster als Ehemann?~Denn dickfellig muß man bein Weibern sein,~ 153 1, 1 | Wort mir,~ganz bin ich nun dien.~(Er legt den Schmuck weg, 154 3, 1 | dein,~Und unsre Macht dir dienstbar sein! ~Heiling:~Alles, alles 155 | dieses 156 3, 2 | Blick,~Hier nimm deinen Dolchstoss zurück!~(Er sticht wütend 157 3, 2 | uns bei!~(Unterirdischer Donner. Die Bühne verfinstert sich. 158 1, 1 | verschlingt das Buch. Es donnert dumpf. Heiling tritt zu 159 vor | darum, ein unglückselig Doppelwesen,~zu ew'gen Zwiespalt bist 160 1, 1 | an deb Festlichkeiten im Dorf teilnehmen, Falls sie gehen, 161 1, 2 | unbemerkt in der Menge der Dorfbewohner, die ihn jedoch bald bemerken 162 per | Leibschütz~Stephan, Schmied des Dorfes~ Chor der Erdgeister~Chor 163 | dort 164 1, 1 | machtlos sein? ~Anna (Immer drängender):~Fort das Buch, hört auf 165 1, 1 | erstenmal war meiner Seele Drang.~Aus trüber, freudenloser 166 1, 2 | meine Lust!~Zu schweben und drehen~Im wogenden Kranz:~O laßt 167 1, 1 | mehr!~Sie schwindeln und drehn, die Sinne mir vergehn,~ 168 1, 1 | verschlingen,~mächtig auf mich dringen.~(Die Blätter schlangen 169 3 | DRITTER AKT~ ~ 170 3, 2 | ihm, und umgeben Heiling drohrend.) ~Konrad (zu Heiling):~ 171 2, 1 | zu warnen,~Das Unglüuck droht dich zu umgarnen,~Und ins 172 1, 1 | innig, doch mit heimlicher Drohung)~O laß die Treue niemals 173 vor | heftig an Lippen und Augen drückend)~Laß ab, laß ab!~Mißgönnst 174 1, 1 | Menschen freut,~|stellt das düstre Grübein ein,~|lernet froh 175 1, 1 | verschlingt das Buch. Es donnert dumpf. Heiling tritt zu Anna.) ~ 176 2, 2 | in Gertrudes Hütte. Es is dunkel, eine brennende Lampe steht 177 1, 1 | Auf ewig schließe dich, du dunkler Gang,~ich will dich nicht 178 3, 2 | Chor (zu Anna, welcher sie ebenso die Augen verbinden):~So 179 2, 1 | werden? ~Anna:~Nimmer mehr. Eh' will ich in den tiefsten~ 180 3, 2 | ich nicht ein Muster als Ehemann?~Denn dickfellig muß man 181 3, 2 | Wie muß mein Betragen im Ehestand sein?~Bau bau, hallo, trara, 182 1, 2 | Meine Wünsche sollst du ehren~Nicht was mir verhaßt begehren! ~ 183 2, 2 | hast du dein Wort,~Fremder Eifer riss dich fort;~'s ist dein 184 1, 2 | scherzen sieht, wirft voller Eifersucht den Krug zu Boden. Anna 185 | eigen 186 vor | mein Wort gebeut.~Jetzt eilet, euer Wirken fort zu setzen,~ 187 3, 1 | unser auf immerdar!~Jetzt eilig hin, zur Königin!~(Die Zwerge 188 | eines 189 1, 2 | Mühen und Placken~Hört heut' einmal auf.~Drum lustig, Gevattern~ 190 2, 1 | erschallt!~Wer weilt so spät und einsam noch in Walde?~Ist es ein 191 2, 2 | ein Wort der Liebe,~Ein einzig Wort der Liebe,~Und ewig, 192 2, 1 | Gib ihn mir wieder,~Den einzigen Sohn,~Gib ihn zurück~Dem 193 3, 1 | Gleider,~Zu Ende ist nun eire Erdenfahrt. O rasende~Verblendung, 194 3, 2 | grause Nähe mich gezogen,~Mit Eitelkeit mein Herz versucht?~Ich 195 2, 2 | Haus und Hof~Ihre Herrin zu empfangen.~(Heiling öffnet das Schmuckkästchen 196 vor | ab)~Genug, beendet euer emsig Treiben.~Es treibt mich 197 3, 2 | Hieher mein Sohn,~Hier endet aller Schmerz.~(Sie breitet 198 3, 2 | Frieden! ~Anna und Konrad:~Nun endlich mein und alles Bangen,~Vergeßen 199 2, 1 | schrecken und hetzen dich~Mit endloser Pein! ~Geisterchor:~Wehe 200 vor | verlaße uns nicht!~(Ihn enger unkreisend)~Heiling~Wagt 201 vor | Menschen bleiben,~und ihr enges Treiben~scheint dir niedrig 202 1, 1 | Herzen,~Ich liebe dich mit enlosen Schmerzen,~mit Argwohn und 203 2, 1 | Anna:~O schweigt von ihm. Ensetzen packt mich an! ~Konrad:~ 204 2, 1 | was tut Ihr hier? ~Anna (ensetzt):~Laßt ab! Laßt ab von mir! ~ 205 1, 2 | Soll ich ganz der Freud' entbehren,~Wollt ihr jede Lust mir 206 3, 1 | wieder,~Ich hab'auf ewig ihr entsagt. ~Chor der Geister (höhnisch):~ 207 2, 1 | sinnen un spinnen~Grau'n und Entsetzen.~Sie schrecken und hetzen~ 208 3, 2 | schauen! ~Anna:~So räche dich, Entsetzlicher!~Doch nur an mir, an mir 209 1, 1 | guten Morgen! ~Heiling (entzückt):~Sie ist es! Sie!~( Er 210 1, 2 | wogenden Kranz:~O laßt Euch erbitten,~Gewähret mir den Tanz! ~ 211 2, 2 | beobachtend im Hintergrund. Anna erblickt Heiling. Entsetzt.) ~Anna:~ 212 vor | klettern Zwerge und putzen die Erdadern, tragen geschäftig Stufen 213 2, 1 | Liebeszauberei.~Denn auf Erden blühet ihm kein Gluck! ~ 214 3, 1 | Gleider,~Zu Ende ist nun eire Erdenfahrt. O rasende~Verblendung, 215 vor | Krone tragen,~muß ich der Erdenlieb'entsagen,~(der Lieb' entsagen?!)~ 216 2, 2 | schütze mich!~Er ist ein Erdgeist! ~Heiling (stürzt zusammen):~ 217 3, 2 | hast der Erde Lust und Pein erfahren,~Hast deine Leidenschaft 218 2, 2 | für sich):~Welch trotziges Erfrechen,~Nur er lehrt sie so sprechen,~ 219 1, 1 | Gewiß, das Fest wird Euch erfreu'n. ~Heiling:~Wirst du mir 220 1, 1 | allein~Kann mich nichts erfreuen.~Die Mädchen und Frauen~ 221 1, 1 | Zärtlichkeit~|sich mein Mutterherz erfreut,~|ja, in solchen Glückes 222 3, 2 | Mutter!~Alles, alles ist erfüllt!~|Chor der Erdgeister:~| 223 2, 1 | gib dich gefangen~Gleich erfüllte ihr Verlangen! ~Königin:~ 224 vor | dem hab' ich mich allein ergeben!~Königin [Und bist du sicher 225 2, 1 | zieht,~Daß Seel' an Seel' erglüht.~An Konrads Liebe denk' 226 3, 2 | aus. Heiling tritt vor und ergreift sie. Die Mädchen schreien 227 3, 2 | verronnen. ~Heiling (er erhebt sich):~Fahr ihn, der Erde 228 vor | von rötlich trübem Licht erhellte Höle. An den zackigen Wänden 229 3, 2 | deine Leidenschaft gebüßt,~Erherbe dich nun über sie!~Das Geisterreich 230 1, 1 | reichen und gelehrten Mann zu erhören, muß sie in drei Tagen Heiling 231 1, 1 | liebkosend in den Arm nehmen):~Erhole dich, laß deine Angst mich 232 1, 1 | laßen,~Könnte je dein Herz erkalten,~Weh! uns beiden dann!~Schon 233 3, 1 | Meister? ~Heiling:~Ich bin's! Erkennet mich, meine Brüder!~Der 234 2, 1 | zeigen.~(Er tritt hinzu und erkennt Anna)~Was seh' ich, Anna!~ 235 vor | zu ew'gen Zwiespalt bist erlesen.~Heiling~Ich weiß es, darum 236 2, 1 | Konrad:~Ha, dieses Wort gibt erneuertes Leben,~Schwellet mir mächtig 237 2, 1 | grünen Wald mein Jägerhorn erschallt!~Wer weilt so spät und einsam 238 3, 2 | nur an mir, an mir allein,~Erschöpfe alle Pein,~Und schone, schone 239 2, 2 | ist gescheh'n? ~Konrad:~Erschreckt nicht, Mutter Gertrude.~ 240 3, 2 | schreien laut auf und laufen erschrocken davon. )~Nun fürht mich!~ 241 vor | du mir mein Glück?~Warum erschwerst du mir den [letzten] Augenblick?~( 242 vor | willig dir! ~Heiling~Fort! Ersparet dies Beteuren!~Los will 243 1, 1 | angebrochen,~gestillt zum erstenmal war meiner Seele Drang.~ 244 1, 1 | über meine Schwelle,~zum erstenmale unter meinem Dach,~darf 245 1, 1 | ich zum hellen Leben da erwacht.~Du, ja du, hast üverschwenglich 246 3, 1 | dir gegkaubt,~Uns beiden espart'ich dann das herbe Leiden. ~ 247 | Eurer 248 | eures 249 vor | gehorsam, gehorsam unsern ewigen Gesetzen. ~Chor~Gehorchen 250 vor | Schätze, die schliefen~in ewiger Nacht,~herauf in den Schacht!~ 251 1, 1 | geben,~| Nichts ist mir f&uumlr dich zu teuer!~| ~| 252 vor | Seitenhölen. Der Vorhang fällt.) ~ ~ 253 2, 2 | macht das Fenster zu und fängt wieder an zu spinnen.)~Wäre 254 3, 2 | Schulmeister, Bauern mit Fahnen, Brautjungfern, Konrad, 255 vor | wendet sich dann zum Chor)~Fahrt wohl! ihr trüben, freudelosen 256 1, 1 | Festlichkeiten im Dorf teilnehmen, Falls sie gehen, besteht Heiling 257 vor | nicht. ~Chor~Zu der Menschen falschem Geschlecht~Willst du dich 258 2, 1 | Gott gesandt! ~Konrad:~O faß Euch, sagt was ist Euch 259 vor | stehlen~euren Sabbath hier zu feiern. ~Chor~Ho ho ho! Wie stutzig!~ 260 3, 2 | Gesellen, ach ratet mir fein,~Wie muß mein Betragen im 261 vor | zum Brautschmuck, meine Feindin zu verschönen. ~Mit meinem 262 2, 2 | steh' uns bei!~|Stille das feindliche Droh'n!~|Der Rache flammende 263 vor | der Hand. Gnomen wältzen Felsblöcke, usw.) ~Chor(Mürisch) ~Rastlos 264 3, 1 | mühsam und verstört über die Felsen.) ~Heiling (sprechend):~ 265 2, 1 | Konrad~ ~(Wilde Wald und Felsengegend; das Abendrot leuchtet durch 266 3, 1 | Ödes, rings geschlossenes Felsenthal. Es is Nacht. Heiling steigt 267 3, 2 | Hintergrund nimmt eine hohe Felswald ein,auf der zur Seite eine 268 vor | fort. Man sieht ihnüber die Felszacken hinaufsteigen.) ~Chor~Er 269 2, 2 | hervornblitzen, die Gertrude von ferne anstaunt.)~Nimm demnach 270 3, 1 | Dessen Zauberspruch~Uns in Fesseln schlug? ~Heiling (Seiner 271 1, 1 | Anna möchte gern an deb Festlichkeiten im Dorf teilnehmen, Falls 272 2, 2 | Lampe steht auf dem Tish. Feuer auf dem Herd. Der Wind heult. 273 3, 2 | Plötlich steigen Gnomen mit Feuerbränden und Kobolde an mehreren 274 1, 1 | weg, schürt die Glut des Feuers, usw.) ~Gertrude (außen 275 3, 1 | schnell gewandt;~Ihr Buhle fiel von meiner Hand! ~Chor der 276 2, 2 | nur Ännchen bleibt, es ist finstre Nacht~Und der Wind heult 277 3, 1 | ist frisch,~Gesund wie ein Fisch! ~Heiling:~Er lebt, sagt 278 2, 2 | feindliche Droh'n!~|Der Rache flammende Wut!~|~|Heiling:~|Hei hei! 279 3, 2 | Hochzeitsleuten auf, die davor fliehend mehrere Gruppen des Schreckens 280 1, 2 | hophop!~Schlägt Burzelbäume flink voran,~Ein Kobold war ihr 281 1, 2 | schmuckes Gräflein kam,~Sie flugs sich ihn zum Manne nahm,~ 282 3, 2 | wir gefallen.~(Während der folenden Szenerie weichen die Hochzeitsleute 283 3, 2 | Bauern und Brautjungfern folgen ihm, und umgeben Heiling 284 vor | dich Nur gemach,~die Reue folget nach! ~Gemach, gemach.~Königin~ 285 3, 1 | leben,~Nur gemach,~Die Reu' folgt nach! ~Heiling (verzweifelnd):~ 286 2, 1 | Der mächtigen Geister,~Sie fordern den Meister~Sie sinnen un 287 1, 2 | unter Bäumen. Im Hintergrund freie Außicht. Stephan, Niklas 288 vor | Das wirst du nimmermehr!~Fremd wirst du den Menschen bleiben,~ 289 2, 2 | bedacht hast du dein Wort,~Fremder Eifer riss dich fort;~'s 290 1, 1 | Gechmeide~mir erst rechts Freude,~Denn heimlich und allein~ 291 vor | Fahrt wohl! ihr trüben, freudelosen Brüder!~Königin (ihm die 292 1, 1 | Seele Drang.~Aus trüber, freudenloser Nacht~Bin ich zum hellen 293 2, 1 | sich):~Ja ihm vertraue ich freudig mein Leben,~Wie stärkt mich 294 1, 1 | Heiling:~|Ja, ich tu' mit Freudkeit,~|was dein holder Mund gebeut,~| 295 1, 2 | begütigend):~Nicht doch, lieber Freund,~Es war ja nicht so bös' 296 1, 2 | bringt mich zur Wut!~Seid freundlich, seid sanft und bescheiden,~ 297 1, 1 | die schauen.~Manche wird freundlicher grüßen,~Manche auch wird 298 1, 1 | die ja keinen Menschen freut,~|stellt das düstre Grübein 299 1, 1 | erst Teure mein,~|werd' ich fröhlich, selig sein.~(Heiling trifft 300 2, 1 | War so harmlos, war so frölich.~Seit ich geliebt bin,~Ist 301 1, 1 | düstre Grübein ein,~|lernet froh und lustig sein!~|~|Gertrude:~| 302 2, 1 | ängstich und beklommen,~Mein froher Mut beginnt zu wanken~Und 303 1, 1 | verriegelte Türe zu öffnen und führt Anna und Gertrude herein.)~ 304 1, 1 | die Geister ganz befrein,~fürder machtlos sein? ~Anna (Immer 305 3, 2 | erschrocken davon. )~Nun fürht mich!~Mädchen! Ha! ~Was 306 1, 1 | Er wirft sich Anna zu Füßeb und verbirgt sein Gesicht 307 vor | Königin ~Der Mutter letzte Gabe is bereit.~(Zwerge bringen 308 1, 1 | Stoltz und meine Kraft,~gäb' ich dahin!~Soll ich die 309 1, 1 | aus einem unterirdischen Gange heraufsteigen, das Schmuckkästchen 310 3, 2 | Hintergrunde öffnet sich die ganze Bergwand und zeigt die Außicht 311 1, 1 | Und gestern habt den ganzen Tag~Ihr wieder Euch nicht 312 3, 2 | ungebetener und unwillkommener Gast. Er hö dem Gesang zu.) ~ 313 3, 2 | Und schone, schone meines Gatten nur! ~Heiling:~Ha, Schädliche! 314 1, 1 | Es hat uns recht um Euch gebangt... ~Heiling (zu Anna):~So 315 vor | befiehlt! ~(Er schwingt gebieterisch den Zepter) ~Chor (stürzt 316 3, 1 | Zum Geisterkönig wurde ich geboren~Und meiner Abkunft Stoltz 317 vor | Ihr haltet mich nicht!~Gebt Raum! Euer König befiehlt! ~( 318 3, 2 | Hast deine Leidenschaft gebüßt,~Erherbe dich nun über sie!~ 319 1, 1 | unherhüpfend):~Nun macht das Gechmeide~mir erst rechts Freude,~ 320 vor | blitzender Krone, hälte gedankenvoll ein goldnes Stäbchen in 321 3, 2 | Euren Jammer an! ~Heiling:~Gedenkst du nicht des Tag's, da du 322 3, 2 | zu beiden Seiten zusammen gedrängt. Mehrere Mädchen liegen 323 vor | sollen wir beginnen? ~Königin~Geduldig harren bis mein Wort gebeut.~ 324 1, 1 | widerstreben,~| Das ist ein gefäll'ger Freier.~(Anna und Gertrude 325 3, 2 | uns, er ist besiegt,~|Die Gefahren sind verronnen. ~Heiling ( 326 2, 1 | Geisterchor:~Menschenkind gib dich gefangen~Gleich erfüllte ihr Verlangen! ~ 327 1, 1 | Fest des heliegen Florian gefeiert, und Anna möchte gern an 328 3, 2 | Männchen und Weibchen im grünen Gefild,~Ihr lieben Gesellen, ach 329 3, 2 | Hast du nach Herzens Lust gefreit,~Wirst du dein Weibchen 330 3, 1 | von mir jedes menschliche Gefühl!~Zum Geisterkönig wurde 331 vor | nicht.~Seit dem ich Anna gefunden,~seit unsre Seelen verbunden,~ 332 | gegen 333 3, 1 | O Mutter, hätt'ich dir gegkaubt,~Uns beiden espart'ich dann 334 2, 2 | Heiling:~Nimmermehr hätt'ich geglaubt,~Daß du so mich kränken 335 3, 1 | Pflicht!~Wills du wieder uns gehören,~Dich uns ganz zu eigen 336 vor | unsern ewigen Gesetzen. ~Chor~Gehorchen und tragen,~uns tummeln 337 2, 1 | Geisterchor:~Wehe dir, gehorchst du nicht! ~Anna:~Wehe mir! 338 1, 2 | Ihr weckt den finstern Geist in meiner Brust!~Mir diesen 339 3, 1 | menschliche Gefühl!~Zum Geisterkönig wurde ich geboren~Und meiner 340 3, 1 | Stumpfsinn es genügt.~Des höhern Geistes mächtiges Verlangen~Kann 341 2, 2 | ist.~(singend wieder):~Ein geiziger, hartherziger Mann,~Den 342 3, 2 | Heiling (der immer in sich gekehrt gestanden):~Wenn mein Kranz 343 1, 1 | zu, einen so reichen und gelehrten Mann zu erhören, muß sie 344 2, 2 | sich auf Konrad):~Konrad, Geliebter!~Vorhang~Ende des Zweiter 345 3, 2 | steht unbeweglich und lacht gellend auf. Die anderen weichen 346 3, 2 | habt Ihr zum Menschen Euch gelogen,~In Eure grause Nähe mich 347 2, 2 | Bald dein Herr und dein Gemahl! ~(Er faßt ihre Hand. Anna 348 vor | du meiden,~Entsagen der Gemalnschaft deiner Brüder? ~Heiling ( 349 1, 2 | Es war ja nicht so bös' gemeint!~Ihr wißt ich kann das Befehlen 350 3, 1 | Mensch allein kann Erdenglück genießen,~Weil dem beschränkten Stumpfsinn 351 3, 2 | versprochen,~Als Ihr mich Braut gennant. ~Heiling:~Verflücht!~Du 352 3, 1 | beschränkten Stumpfsinn es genügt.~Des höhern Geistes mächtiges 353 | Genug 354 3, 1 | Heiling:~So wär' ich nicht gerächt, nicht? ~Chor der Geister:~ 355 3, 1 | Hinter mir, Ich habe mich gerächt-~Ihr Buhl' ist tot!~Mag sie 356 1, 1 | gefeiert, und Anna möchte gern an deb Festlichkeiten im 357 2, 2 | bin ein armes unglücksel'ges Mädchen! ~Konrad:~Gönne 358 1, 2 | Mann,~Sei es frei denn Euch gesagt,~Nimmer werd' ich Eure Magd! ~ 359 2, 1 | Konrad! Konrad! Euch hat Gott gesandt! ~Konrad:~O faß Euch, sagt 360 3, 2 | unwillkommener Gast. Er hö dem Gesang zu.) ~Bauern, Hochzeitgästen, 361 3, 2 | Hochzeitsleute:~Ha! Welch Wunder ist geschehen?~Welch ein Glanz läß dort 362 vor | Zu der Menschen falschem Geschlecht~Willst du dich schlagen,~ 363 3, 1 | der Geister~ ~(Ödes, rings geschlossenes Felsenthal. Es is Nacht. 364 2, 2 | zwischen uns sich stellt!~Schön geschmückt sind Haus und Hof~Ihre Herrin 365 3, 2 | Schätzen der Erde glänzend geschmückte Hölenreich. Die Königin 366 3, 2 | grünen Gefild,~Ihr lieben Gesellen, ach ratet mir fein,~Wie 367 vor | gehorsam unsern ewigen Gesetzen. ~Chor~Gehorchen und tragen,~ 368 1, 1 | Füßeb und verbirgt sein Gesicht in ihrer Kleidung. Anna 369 3, 2 | liegen auf den Knien, die Gesichter verbergend. Die Schützen 370 3, 2 | Erdgeister:~|Heil, die Herrin hat gesiegt,~|Heil uns, Heil, er ist 371 1, 1 | ich['s] nie gesehn.~Wirre Gestalten~treiben und walten,~schwellen 372 3, 2 | der immer in sich gekehrt gestanden):~Wenn mein Kranz verblüht,~ 373 1, 1 | der Morgen angebrochen,~gestillt zum erstenmal war meiner 374 3, 1 | kann!~Der Jäger ist frisch,~Gesund wie ein Fisch! ~Heiling:~ 375 3, 1 | mächtiges Verlangen~Kann nur getäuscht an seinem Schimmer hangen.~ 376 1, 2 | einmal auf.~Drum lustig, Gevattern~Und Nachbarn, stosst an,~ 377 1, 2 | Kranz:~O laßt Euch erbitten,~Gewähret mir den Tanz! ~Heiling:~ 378 vor | Kraft.~Die Waßer der Tiefen~gewältigt mit Macht,~treulich bewacht.~ 379 1, 1 | faßen~mich die finstern Gewalten,~treiben zu gräßlicher Rache 380 3, 1 | Lachen hat sich schnell gewandt;~Ihr Buhle fiel von meiner 381 vor | Sohn auf immer wieder zu gewinnen. ~Chor~Laß, Herrin, uns 382 1, 1 | Wort Euch nicht gereu'n,~Gewiß, das Fest wird Euch erfreu' 383 3, 2 | Heil uns, Heil, er ist gewonnen!~|~|Chor der Landsleute:~| 384 3, 2 | In Eure grause Nähe mich gezogen,~Mit Eitelkeit mein Herz 385 vor | vertrauen, wenn ich leben will.~Gieb mir den Brautschmuck denn 386 vor | arme kinderlose Mutter!~(Giebt ihr den Zepter, wendet sich 387 1, 1 | Bitte nachgegeben.~Doch gilt es dir ein Liebeszeichen,~ 388 2, 2 | Konrad:~Was höre ich! ~Anna:~Glaubt mir doch, das war es ja,~ 389 3, 1 | Ziel. Hier ruht ihr müden Gleider,~Zu Ende ist nun eire Erdenfahrt. 390 2, 1 | auf Erden blühet ihm kein Gluck! ~Geisterchor:~Wehe dir, 391 1, 1 | erfreut,~|ja, in solchen Glückes Schein~|wird mein Alter 392 vor | Schimmernde Demanten,~wie glühend hell ihr scheint;~ihr seid 393 3, 1 | Verblendung, die mich trieb das Glüuck der Erde~Neidenswerrt zu 394 1, 1 | Schmuck weg, schürt die Glut des Feuers, usw.) ~Gertrude ( 395 1, 2 | grün und blau,~Ich werde gnäd'ge Frau!~Da guckt sie einst 396 2, 2 | unglücksel'ges Mädchen! ~Konrad:~Gönne mir ein Wort der Liebe,~ 397 1, 2 | die Bitte ihr gewähren,~Gönnet ihr die kleine Lust. ~Heiling:~ 398 2, 2 | Schmuckkästchen und läßt Juwelen und goldne Ketten hervornblitzen, die 399 2, 2 | sich. Singend):~Und wie er gräbt, da steigt empor,~ein bleiches 400 1, 2 | Doch als ein schmuckes Gräflein kam,~Sie flugs sich ihn 401 1, 1 | finstern Gewalten,~treiben zu gräßlicher Rache mich an!~Ich liebe 402 1, 2 | dickem Kopf,~Springt der Herr Graf, der arme Tropf,~Hophop, 403 3, 1 | Mag sie verderben nun in Gram und Not.~(Er singt):~O Mutter, 404 2, 1 | Meister~Sie sinnen un spinnen~Grau'n und Entsetzen.~Sie schrecken 405 3, 2 | meiner Lieve konnte dir schon grauen?~Wohlan, wohlan so sollst 406 3, 2 | Menschen Euch gelogen,~In Eure grause Nähe mich gezogen,~Mit Eitelkeit 407 1, 2 | diesen Hohn,~Dies meiner grenzenlosen Liebe Lohn!~Ach! ach, sie 408 2, 1 | verfallen~Dem rächenden Grimme~Der mächtigen Geister,~Sie 409 3, 2 | Schreckens bilden. Zwei größere sind vorn zu beiden Seiten 410 1, 1 | freut,~|stellt das düstre Grübein ein,~|lernet froh und lustig 411 1, 2 | Ihr Bursche, bost euch grün und blau,~Ich werde gnäd' 412 1, 1 | Manche wird freundlicher grüßen,~Manche auch wird es verdrießen!~ 413 2, 1 | Schlund,~Durch der Erde Grund~Drängt hinauf, empor~An 414 3, 2 | Thronehöhung, Zwerge sind um sie gruppiert. Die Erdgeister werfen sich 415 1, 1 | meinem Dach,~darf ich zum Gruße diese Hände faßen. ~Anna ( 416 1, 2 | Ich werde gnäd'ge Frau!~Da guckt sie einst durch's Schlüßelloch,~ 417 | habe 418 1, 2 | versauern.~Das Tragen und Hacken,~Das Mühen und Placken~Hört 419 vor | Mit ihren Zaubern Treue hält?~Heiling~Still, Mutter, 420 vor | Mantel und blitzender Krone, hälte gedankenvoll ein goldnes 421 1, 1 | faßt das Buch mit beiden Händen.)~Mag die Flamme dich verzehren!~( 422 2, 1 | ich mein~Wort gegeben,~Es hängt sein ganzes Leben~An meinem 423 | hätte 424 3, 1 | Treue bricht,~Die Geister halten streng am Pflicht!~Wills 425 1, 2 | die Hand ihm auf den Mind haltend):~Nein, lasst es vergeßen 426 vor | Wagt ihr zu droh'n?~Ihr haltet mich nicht!~Gebt Raum! Euer 427 3, 1 | getäuscht an seinem Schimmer hangen.~Und was ist diese mächt' 428 2, 1 | keine Schmerzen,~War so harmlos, war so frölich.~Seit ich 429 vor | beginnen? ~Königin~Geduldig harren bis mein Wort gebeut.~Jetzt 430 2, 2 | singend wieder):~Ein geiziger, hartherziger Mann,~Den Schatz zu heben 431 3, 2 | gebrochen,~Dann, ja dann hatt' ich Wiederkehr versprochen!~( 432 3, 2 | segne dies Paar,~Schütze ihr Haupt in jeder Gefahr.~Du bist 433 2, 2 | Hubert beschwör' ich dich,~Hebe dich hinweg von hier,~Sonst, 434 2, 2 | hartherziger Mann,~Den Schatz zu heben kommt er an.~(sprechend):~ 435 vor | VORSPIEL~ ~(Der Vorhang hebt sich. Unterirdische, von 436 2, 2 | stümt ja,~Als wäre das wilde Heer los.~(Sie macht das Fenster 437 2, 2 | kein Sternchen am Himmel.~Heihei, das stümt ja,~Als wäre 438 2, 2 | trägt Anna herein.)~All'ihr Heiligen, was ist gescheh'n? ~Konrad:~ 439 1, 1 | erst rechts Freude,~Denn heimlich und allein~Kann mich nichts 440 1, 1 | gemacht!~(innig, doch mit heimlicher Drohung)~O laß die Treue 441 1, 1 | Anna:~|Recht so, laßt die Heimlichkeit~|die ja keinen Menschen 442 1, 2 | der arme Tropf,~Hophop, heisa, hophop!~Schlägt Burzelbäume 443 1, 1 | dem Tag wird das Fest des heliegen Florian gefeiert, und Anna 444 1, 1 | freudenloser Nacht~Bin ich zum hellen Leben da erwacht.~Du, ja 445 | her 446 | herab 447 | heran 448 1, 1 | einem unterirdischen Gange heraufsteigen, das Schmuckkästchen in 449 3, 1 | beiden espart'ich dann das herbe Leiden. ~Doch kehr' ich 450 3, 1 | ist deine Krone,~Wo deine Herrscherstab?~Sag' wo ist dein Buch,~ 451 3, 2 | Mädchen führen Anna im Kreise herum. Sie streckt die Hand aus. 452 2, 1 | hinauf, empor~An das Licht hervor.~(Die Geister steigen aus 453 2, 2 | Juwelen und goldne Ketten hervornblitzen, die Gertrude von ferne 454 3, 2 | verbinden,~Hast du nach Herzens Lust gefreit,~Wirst du dein 455 2, 2 | Wie die Hunde in den Sturm heulen.~'s ist schaurig kalt.~( 456 2, 2 | sagte es gleich,~Es wäre heute schon zu spät~Zur Base zu 457 3, 2 | deine Geister,~Schwarzer Hexenmeister!~Rolle nur wütend den Blick,~ 458 3, 2 | Verheißt~Der Mutter Herz.~Hieher mein Sohn,~Hier endet aller 459 3, 1 | schlug? ~Heiling (Seiner Hilflosigkeit inne werdend):~Mein Buch, 460 | hinab 461 vor | sieht ihnüber die Felszacken hinaufsteigen.) ~Chor~Er eilt hinweg,~ 462 3, 1 | Sind fort un die wir Alles hingeopfert.~Still! Der Erde Täuschung 463 vor | ist auf des Thrones Stufen hingesunken)~O arme kinderlose Mutter! ~ 464 | hinzu 465 1, 2 | wie ihr Mann zwei Spannen hoch~Mit andern Zwergen tanzt.~ 466 3, 2 | Milde kehren? ~Chor der Hochzeitleute:~Welche wunderbare Rede,~ 467 3, 2 | mehreren Stellen unter den Hochzeitsleuten auf, die davor fliehend 468 3, 2 | unwillkommener Gast. Er dem Gesang zu.) ~Bauern, 469 3, 1 | Stumpfsinn es genügt.~Des höhern Geistes mächtiges Verlangen~ 470 3, 1 | Herauf ihr Geister aus Höhl' und Kluft,~Herauf, der 471 3, 1 | entsagt. ~Chor der Geister (höhnisch):~Hast du nun an uns gedacht,~ 472 vor | rötlich trübem Licht erhellte Höle. An den zackigen Wänden 473 3, 2 | Erde glänzend geschmückte Hölenreich. Die Königin steht auf einer 474 3, 2 | seinen Zepter.) ~Chor:~Die Höll' ist frei,~Gott steh' uns 475 2, 1 | Schutz will ich gegen die Hölle Euch geben,~Euch weih' ich 476 1, 1 | mit tausend Schmerzen,~mit Höllenqualen lieb' ich dich!~Könntest 477 2, 2 | zusammen):~Ha! ~Konrad:~Was höre ich! ~Anna:~Glaubt mir doch, 478 3, 2 | vier Schützen mit ihren Hörnen, Bauern mit Stangen, Bergknappen-Musikanten, 479 2, 2 | brennt ein Flämmchen blau.~Du hörst nicht auf der Armen Not,~ 480 2, 2 | geschmückt sind Haus und Hof~Ihre Herrin zu empfangen.~( 481 2, 2 | Darf ich wohl freud'ge Hoffnung nähren?~|Ich muß an allem 482 1, 1 | mit Freudkeit,~|was dein holder Mund gebeut,~|nenn' ich 483 1, 2 | zum Manne nahm,~Juchheisa hopsasa!~Ihr Bursche, bost euch 484 2, 2 | es nicht an der Tür?~(Sie horcht)~Nein, sie ist es noch nicht.~( 485 3, 1 | werdend):~Mein Buch, Mein Hort,~Meine Krone fort! ~Chor 486 2, 2 | Heiling):~Beim heil'gen Hubert beschwör' ich dich,~Hebe 487 2, 1 | seh' ich, Anna!~Um Sankt Hubertus willen, was tut Ihr hier? ~ 488 1, 2 | dies nicht zu.) ~Anna:~Wie hüpft mir vor Freuden~Das Herz 489 2, 2 | Heiling~ ~(Gemach in Gertrudes Hütte. Es is dunkel, eine brennende 490 2, 2 | an.~(sprechend):~Wie die Hunde in den Sturm heulen.~'s 491 3, 1 | zur Königin!~(Die Zwerge huschen fort und kehren mit dem 492 vor | Er eilt fort. Man sieht ihnüber die Felszacken hinaufsteigen.) ~ 493 | ihrem 494 3, 2 | wollt ihr nicht?~So sprecht, iht ängstigt mich,~Ach das ist 495 3, 1 | Heiling (Seiner Hilflosigkeit inne werdend):~Mein Buch, Mein 496 1, 1 | Heiling, Anna, Gertrude~ ~(Das Innere von Heilings Wohnung) ~Königin ( 497 1, 1 | üverschwenglich selig mich gemacht!~(innig, doch mit heimlicher Drohung)~ 498 2, 1 | droht dich zu umgarnen,~Und ins Verderben stürzest du dich 499 2, 1 | durch den grünen Wald mein Jägerhorn erschallt!~Wer weilt so 500 3, 1 | Dein Schätzchen ist des Jägers Braut,~Und morgen wird's


abend-jager | jede-weich | weide-zwist

Best viewed with any browser at 800x600 or 768x1024 on Tablet PC
IntraText® (V89) - Some rights reserved by EuloTech SRL - 1996-2007. Content in this page is licensed under a Creative Commons License