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Eduard Devrient
Hans Heiling

IntraText - Konkordanzen

(Hapax - Wörter, die nur einmal vorkommen)


abend-jager | jede-weich | weide-zwist

                                                   Fettdruck = Main text
     Akt, Szene                                    Grau = Kommentar
501 | jede 502 1, 2 | allerliebstes Kind~Schlug jeden Antrag in den Wind,~Lacht' 503 | jedes 504 1, 2 | der Dorfbewohner, die ihn jedoch bald bemerken und ihn begrüßen. 505 | jenem 506 vor | Wißenschaft. ~Heiling~Was soll mir jenes Buch?~Was soll sein Zauberspruch,~ 507 2, 2 | beobachtend.) ~Gertrude:~Heil'ge Jungfrau! Welch'ein Glanz,~Er verblendet 508 3, 2 | Gott! ~Heiling (mit starrer Kälte):~Als Rächer komm ich her! ~ 509 3, 2 | Wiederkehr versprochen!~(Er kämpft mit sich selbst.)~Ich komme 510 2, 2 | Und in Leiden für dich käpfen,~Mit dir weiden!~Nur die 511 vor | Königin ein schön verziertes Kästchen; sie öffnet es.)~Schimmernde 512 1, 2 | als ein schmuckes Gräflein kam,~Sie flugs sich ihn zum 513 2, 1 | Friede mir im Herzen,~Ich kannte keine Sehnsucht, keine Schmerzen,~ 514 1, 2 | begehren! ~Konrad (für sich):~Kaum kann ich dem Zorne wehren... ~ 515 vor | nachstreckend)~Mein Sohn!~Mein Sohn, kehrst du mir niemals wieder, nie? ~ 516 1, 1 | Feste gehn. ~Anna (mit der Kette spielend und unherhüpfend):~ 517 2, 2 | läßt Juwelen und goldne Ketten hervornblitzen, die Gertrude 518 vor | die sie dem ungetreuen Kinde weint;~so nimm denn meine 519 2, 2 | Konrad:~|O wollt Eurer Kinder Glück gewähren,~|Ihr sollt 520 1, 1 | Buch zu und schließt die Klammern.)~Umfange mich mit Liebesarmen 521 1, 1 | verbirgt sein Gesicht in ihrer Kleidung. Anna richtet ihn auf und 522 1, 2 | gewähren,~Gönnet ihr die kleine Lust. ~Heiling:~Nein! ~Anna:~ 523 vor | An den zackigen Wänden klettern Zwerge und putzen die Erdadern, 524 3, 2 | wütend auf Heiling. Die Klinge bricht. Heiling steht unbeweglich 525 2, 1 | unterirdisch):~Aus der Klüfte Schlund,~Durch der Erde 526 3, 1 | ihr Geister aus Höhl' und Kluft,~Herauf, der Meister, der 527 3, 2 | mich!~(Sie stürzt in die Knie, mit ausgebreiteten Armen 528 vor | Juwelen herbei, welche sie knieend der Königin und Heiling 529 vor | zur Königin und beugt sich knieendüber ihre Hand.)~Leb' wohl, du 530 3, 2 | Mehrere Mädchen liegen auf den Knien, die Gesichter verbergend. 531 3, 2 | unter den Frauen. Konrad kniet im Kreise der Mädchen, die 532 1, 2 | Burzelbäume flink voran,~Ein Kobold war ihr Mann!~(Während der 533 3, 2 | Gnomen mit Feuerbränden und Kobolde an mehreren Stellen unter 534 2, 2 | du, frei,~|Ich lach' des Kobolds Wut!~|~|Anna und Gertrude:~| 535 3, 1 | So rächet ihr denn eures Königs Schmach,~Zur Hochzeit gehen 536 2, 2 | Es hätte ja morgen sin können.~(Sie singt.)~Des Nachts 537 1, 1 | Könntest du je von mir laßen,~Könnte je dein Herz erkalten,~Weh! 538 2, 2 | Andern eine Stimme laut~Und könntet Ihr ein Herz voll unbegrenzter~ 539 3, 2 | starrer Kälte):~Als Rächer komm ich her! ~Anna:~Weh mir! ~ 540 | konnte 541 2, 1 | Seel' an Seel' erglüht.~An Konrads Liebe denk' ich mit Entzücken,~ 542 1, 2 | Mit kurzen Beinen, dickem Kopf,~Springt der Herr Graf, 543 2, 2 | geglaubt,~Daß du so mich kränken könntest,~Mir so ungehorsam 544 vor | Seelen verbunden,~acht'ich Kron' und Zepter nicht. ~Chor~ 545 3, 1 | Tiefe Geister,~Wer ist so kühn und nennt sich ihren Meister? ~ 546 2, 2 | Meine sein?~|Gertrude:~|Ei, Kunz, wo denkt Ihr hin!~|Was 547 1, 2 | andern Zwergen tanzt.~Mit kurzen Beinen, dickem Kopf,~Springt 548 2, 2 | Frei, bist du, frei,~|Ich lach' des Kobolds Wut!~|~|Anna 549 2, 2 | plötzlich nach Konrad und stürzt lachend ab.)~Hei hei! hei hei!~Anna ( 550 vor | mich fort, ich kann nicht länger bleiben,~Hinauf zur liebeblüh' 551 3, 2 | geschehen?~Welch ein Glanz läß dort sich sehen? ~Königin ( 552 2, 2 | is dunkel, eine brennende Lampe steht auf dem Tish. Feuer 553 2, 1 | Gehorsam sein!~(Sie versinken langsam) ~Konrad (hinter der Szene):~ 554 vor | Heiling~Still, Mutter, still!~Lass meine Zweifel schlafen,~ 555 1, 2 | den Mind haltend):~Nein, lasst es vergeßen sein.~Nicht 556 3, 2 | Mädchen schreien laut auf und laufen erschrocken davon. )~Nun 557 3, 2 | rasch ab.) ~Stephan:~Nun lauft mit ihm was ihr könnt,~Versteckt 558 1, 2 | Musik aus der Schenke wird lauter gehört.)~Ha jubelt! jubelt, 559 vor | knieendüber ihre Hand.)~Leb' wohl, du arme kinderlose 560 3, 1 | mächt'ge Weibesliebe,~Der Lebenspuls von allem Menschentreiben?~ 561 vor | scheint dir niedrig bald und leer.~Bald wird dich die Reue 562 2, 2 | trotziges Erfrechen,~Nur er lehrt sie so sprechen,~Sein Verderben 563 per | Mutter~Konrad, burggräflicher Leibschütz~Stephan, Schmied des Dorfes~ 564 3, 2 | Pein erfahren,~Hast deine Leidenschaft gebüßt,~Erherbe dich nun 565 2, 2 | mehr trübe~Keiner, keiner leidvoll sein.~Sorgsam will ich alle 566 1, 1 | das düstre Grübein ein,~|lernet froh und lustig sein!~|~| 567 vor | Zeit.]~Königin ~Der Mutter letzte Gabe is bereit.~(Zwerge 568 2, 1 | Felsengegend; das Abendrot leuchtet durch die Bäume) ~Anna:~ 569 vor | länger bleiben,~Hinauf zur liebeblüh'nden Erde wieder. ~Königin~ 570 3, 2 | Weibchen im grünen Gefild,~Ihr lieben Gesellen, ach ratet mir 571 1, 2 | begütigend):~Nicht doch, lieber Freund,~Es war ja nicht 572 1, 1 | Klammern.)~Umfange mich mit Liebesarmen nun,~du reiche Erde und 573 2, 1 | ihn frei~Aus dem Netz der Liebeszauberei.~Denn auf Erden blühet ihm 574 1, 1 | nachgegeben.~Doch gilt es dir ein Liebeszeichen,~so muß mein Widerwille 575 1, 1 | Heiling (Er will Anna liebkosend in den Arm nehmen):~Erhole 576 3, 1 | und sitzet~Warm in seines Liebschens Arm! ~Heiling:~So wär' ich 577 2, 2 | Heiling deutend):~Wenn du mich liebst so schütze mich!~Er ist 578 3, 2 | Weibchen bist,~Wirst du dein Liebsten finden. ~Anna:~Ach wer dem 579 2, 1 | packt mich an! ~Konrad:~Ihr liebt ihn nicht? ~Anna:~Nie hab' 580 3, 2 | gedrängt. Mehrere Mädchen liegen auf den Knien, die Gesichter 581 3, 2 | mir gebrochen?~Vor meiner Lieve konnte dir schon grauen?~ 582 vor | niedergesunken, ihre Hand heftig an Lippen und Augen drückend)~Laß 583 3, 2 | bau bau, hetz hetz!~Er lockte das hohe und niedere Wild,~ 584 1, 1 | schleudert es auf den Herd, eine lohende Flamme schlägt auf und verschlingt 585 1, 2 | meiner grenzenlosen Liebe Lohn!~Ach! ach, sie hat mich 586 vor | und plagen,~das ist unser Loos!~ Rastlos geschafft,~mit 587 3, 1 | Geister:~Hast dich ja von uns losgesagt,~Geh'hin, und prüfe deine 588 2, 2 | hei! Wie sie droh'n~|Welch lustiger Hohn!~(Er sticht plötzlich 589 2, 1 | Dem rächenden Grimme~Der mächtigen Geister,~Sie fordern den 590 3, 1 | genügt.~Des höhern Geistes mächtiges Verlangen~Kann nur getäuscht 591 3, 2 | hohe und niedere Wild,~Die Männchen und Weibchen im grünen Gefild,~ 592 3, 2 | versteckt sich unter den Männern, Anna unter den Frauen. 593 2, 1 | Leben,~Wie stärkt mich sein männlicher Mut! ~Konrad:~Doch rash 594 1, 2 | gesagt,~Nimmer werd' ich Eure Magd! ~Heiling (mit einer Bewegung 595 vor | zurück.~Darum bewahre die magische Kraft~die Geister zu binden,~ 596 3, 2 | wunderbare Rede,~Wird er auf die Mahnung hören? ~Heiling (der immer 597 1, 2 | Sie flugs sich ihn zum Manne nahm,~Juchheisa hopsasa!~ 598 3, 2 | Feuerbränden und Kobolde an mehreren Stellen unter den Hochzeitsleuten 599 3, 2 | Anna):~Und wärst du tausend Meilen weit,~Ich wollte dich schon 600 | meines 601 1, 2 | zunächst unbemerkt in der Menge der Dorfbewohner, die ihn 602 3, 1 | Der Lebenspuls von allem Menschentreiben?~Haha! Haha! O Unsinn darauf 603 3, 1 | Schwächte,~Weit von mir jedes menschliche Gefühl!~Zum Geisterkönig 604 3, 2 | Mutter Rede,~Wird er sich zur Milde kehren? ~Chor der Hochzeitleute:~ 605 1, 2 | Anna (die Hand ihm auf den Mind haltend):~Nein, lasst es 606 vor | drückend)~Laß ab, laß ab!~Mißgönnst du mir mein Glück?~Warum 607 1, 2 | Konrad (diese Bewegung missverstehend):~Halt! Verietzet nicht 608 2, 1 | Mut beginnt zu wanken~Und miteinander streiten dir Gedanken.~Einst 609 vor | vorzeigen. Diese sitzen in der Mitte auf einer Thronerhöhung. 610 3, 1 | meine Brüder!~Der Erde müde, kehr' ich wieder,~Ich hab' 611 3, 1 | bin am Ziel. Hier ruht ihr müden Gleider,~Zu Ende ist nun 612 1, 2 | Das Tragen und Hacken,~Das Mühen und Placken~Hört heut' einmal 613 3, 1 | is Nacht. Heiling steigt mühsam und verstört über die Felsen.) ~ 614 vor | Felsblöcke, usw.) ~Chor(Mürisch) ~Rastlos geschafft~mit 615 vor | meine Zweifel schlafen,~Ich muss vertrauen, wenn ich leben 616 2, 2 | zu Anna):~Mein Kind, du mußt zur Sühne sprechen,~sonst 617 3, 2 | nur an,~Bin ich nicht ein Muster als Ehemann?~Denn dickfellig 618 2, 1 | Anna:~|Er will mich mutig beschützen,~|Mich soll sein 619 1, 1 | Zärtlichkeit~|sich mein Mutterherz erfreut,~|ja, in solchen 620 1, 2 | Drum lustig, Gevattern~Und Nachbarn, stosst an,~Es lebe der 621 vor | er Hört uns nicht. ~(Ihm nachdrohend)~Wehe dem, der Treue bricht! ~ 622 1, 2 | Konrad ab.) ~Heiling (ihr nachrufend):~Anna! Anna!~Sie hört mich 623 vor | Brüder!~Königin (ihm die Arme nachstreckend)~Mein Sohn!~Mein Sohn, kehrst 624 3, 2 | gelogen,~In Eure grause Nähe mich gezogen,~Mit Eitelkeit 625 vor | sich um, dann tritt ihr näher)~Wenn mein Kranz verblüht, ~ 626 2, 2 | ich wohl freud'ge Hoffnung nähren?~|Ich muß an allem Glück 627 3, 2 | Verrucher,~Die Rache ist nah!~Rufe deine Geister,~Schwarzer 628 1, 1 | glänzend und schön,~wie sie nahen und weichen,~wie ich['s] 629 1, 2 | flugs sich ihn zum Manne nahm,~Juchheisa hopsasa!~Ihr 630 2, 2 | Brautschmuck gar nicht seh'n?~(Er naht sich Anna damit.) ~Anna ( 631 2, 2 | Ihr hört es!~Schon sein Nam' ist ihr ein Abscheu,~Und 632 3, 2 | deinem Herzen will ich diesen Namen reißen! ~Anna (flieht nov 633 1, 1 | Anna liebkosend in den Arm nehmen):~Erhole dich, laß deine 634 3, 1 | trieb das Glüuck der Erde~Neidenswerrt zu finden.~Der Mensch allein 635 1, 1 | dein holder Mund gebeut,~|nenn' ich dich erst Teure mein,~| 636 3, 1 | Geister,~Wer ist so kühn und nennt sich ihren Meister? ~Heiling:~ 637 2, 1 | zurück!~Laß ihn frei~Aus dem Netz der Liebeszauberei.~Denn 638 1, 1 | tausend Dank!~| Ihr habt neues Leben~| Mit zurückgegeben.~| 639 3, 2 | Er lockte das hohe und niedere Wild,~Die Männchen und Weibchen 640 vor | zurück! ~Heiling (ist vor niedergesunken, ihre Hand heftig an Lippen 641 vor | enges Treiben~scheint dir niedrig bald und leer.~Bald wird 642 3, 2 | Wald, den Hintergrund nimmt eine hohe Felswald ein,auf 643 3, 2 | Namen reißen! ~Anna (flieht nov ihm wankenden Schritts):~ 644 vor | nicht, ich will sie rastlos nütsen,~den Sohn auf immer wieder 645 | Ob 646 3, 1 | Heiling, Chor der Geister~ ~(Ödes, rings geschlossenes Felsenthal. 647 2, 1 | vermichtet nieder.) ~Königin:~Öffne dein Ohr~Für die warnende 648 2, 2 | Dann ist der Himmel mir offen,~Wonne der Seligen mein!~ 649 2, 1 | nieder.) ~Königin:~Öffne dein Ohr~Für die warnende Stimme,~ 650 3, 2 | Frieden! ~Vorhang~Ende des Oper.~ 651 vor | bist du sicher dass die Overwelt~Mit ihren Zaubern Treue 652 3, 2 | Allmächtiger, segne dies Paar,~Schütze ihr Haupt in jeder 653 2, 1 | schweigt von ihm. Ensetzen packt mich an! ~Konrad:~Ihr liebt 654 per | PERSONEN~ ~Die Königin der Erdgeister~ 655 3, 2 | Bären trat,~Du zottiger Petz gib mir guten Rat!~Bau bau, 656 2, 2 | alle Freuden~Dir auf deinem Pfad vereinen,~Und in Leiden 657 vor | Geister zu binden,~bewahre das Pfand deiner Wißenschaft. ~Heiling~ 658 1, 2 | und Hacken,~Das Mühen und Placken~Hört heut' einmal auf.~Drum 659 vor | tragen,~uns tummeln und plagen,~das ist unser Loos!~ Rastlos 660 1, 2 | Anna, Heiling, Gertrude~ ~(Platz vor der Schenke unter Bäumen. 661 3, 2 | Bühne verfinstert sich. Plötlich steigen Gnomen mit Feuerbränden 662 2, 2 | lustiger Hohn!~(Er sticht plötzlich nach Konrad und stürzt lachend 663 1, 1 | Gertrude (außen an der Tür pochend)~Meister Heiling! ~Heiling ( 664 3, 2 | tollen Mädchen,~Laßt die Possen sein,~So kommt doch, wollt 665 1, 1 | Anna: ~| O herrlich, o prächtig,~| das ist schön!~| O herrlich, 666 3, 1 | an!~Wie Meister Heiling prahlen kann!~Der Jäger ist frisch,~ 667 2, 2 | Blick, die Hände zusammen pressend. Konrad steht mit verschränkten 668 3, 1 | losgesagt,~Geh'hin, und prüfe deine Macht! ~Heiling:~Sprecht 669 vor | Wänden klettern Zwerge und putzen die Erdadern, tragen geschäftig 670 vor | heut' mit bitt'rer Reue quält.~Du weißt es, daß dir das 671 3, 2 | Rache schauen! ~Anna:~So räche dich, Entsetzlicher!~Doch 672 2, 1 | Sonst bist du verfallen~Dem rächenden Grimme~Der mächtigen Geister,~ 673 3, 2 | mit starrer Kälte):~Als Rächer komm ich her! ~Anna:~Weh 674 3, 1 | angetraut! ~Heiling:~So rächet ihr denn eures Königs Schmach,~ 675 2, 2 | Totengeripp!~(sprechend):~Still, raschelt es nicht an der Tür?~(Sie 676 3, 1 | ist nun eire Erdenfahrt. O rasende~Verblendung, die mich trieb 677 1, 1 | Argwohn und Bangen,~mit rasendem Verlangen!~(Er wirft sich 678 1, 2 | gehört.)~Ha jubelt! jubelt, rast in toller Lust.~Ihr weckt 679 3, 2 | zottiger Petz gib mir guten Rat!~Bau bau, hallo, trara, 680 3, 2 | Ihr lieben Gesellen, ach ratet mir fein,~Wie muß mein Betragen 681 vor | haltet mich nicht!~Gebt Raum! Euer König befiehlt! ~( 682 3, 2 | mir das getan? ~Anna:~O, rechnet mir nicht Euren Jammer an! ~ 683 1, 1 | macht das Gechmeide~mir erst rechts Freude,~Denn heimlich und 684 vor | deiner Brüder? ~Heiling (recit.)~Ich muß es ja!~denn will 685 1, 1 | Haus zu zeigen. Gertrude redet ihrer Tochter zu, einen 686 1, 1 | mit Liebesarmen nun,~du reiche Erde und halte Wort mir,~ 687 vor | Thronerhöhung. Heiling mit reichem Mantel und blitzender Krone, 688 1, 1 | ihrer Tochter zu, einen so reichen und gelehrten Mann zu erhören, 689 3, 1 | Geister (Ihm den Zepter reichend):~So nimm ihn hin!~Wir rächen 690 2, 2 | ich dir bringe.~(Heiling reicht Anna den Schmuck hin. Anna 691 3, 2 | Herzen will ich diesen Namen reißen! ~Anna (flieht nov ihm wankenden 692 2, 2 | Er faßt ihre Hand. Anna reisst sich los und flieht.) ~Anna ( 693 vor | mich noch heut' mit bitt'rer Reue quält.~Du weißt es, 694 3, 2 | Heil'gen alle,~Schützet, rettet mich!~(Sie stürzt in die 695 3, 2 | Sohn, die Rache darf nicht richten,~Laß mich den Streit in 696 1, 1 | in ihrer Kleidung. Anna richtet ihn auf und beruhigt ihn. 697 3, 1 | Chor der Geister:~Wer rief uns? Wer beschwört der Tiefe 698 3, 1 | Chor der Geister~ ~(Ödes, rings geschlossenes Felsenthal. 699 2, 2 | dein Wort,~Fremder Eifer riss dich fort;~'s ist dein Leibgedinge~ 700 2, 2 | Gertrude sitzt mit dem Rocken in der Tiefe.) ~Gertrude ( 701 vor | sich. Unterirdische, von rötlich trübem Licht erhellte Höle. 702 3, 2 | Schwarzer Hexenmeister!~Rolle nur wütend den Blick,~Hier 703 3, 2 | Verrucher,~Die Rache ist nah!~Rufe deine Geister,~Schwarzer 704 vor | die Macht besitzen;~ich ruhe nicht, ich will sie rastlos 705 3, 1 | Ich bin am Ziel. Hier ruht ihr müden Gleider,~Zu Ende 706 vor | Anna mich stehlen~euren Sabbath hier zu feiern. ~Chor~Ho 707 3, 1 | Wo deine Herrscherstab?~Sag' wo ist dein Buch,~Dessen 708 2, 2 | Was würde Meister Heiling sagen?~|~|Konrad:~|O wollt Eurer 709 2, 2 | Wäre nur Anna erst da!~Ich sagte es gleich,~Es wäre heute 710 2, 2 | Was ich vorhin im Walde sah,~Er stammt aus dem Reich 711 2, 1 | Was seh' ich, Anna!~Um Sankt Hubertus willen, was tut 712 vor | ewiger Nacht,~herauf in den Schacht!~Ohne Ruh,~immer zu,~hin 713 3, 2 | Gatten nur! ~Heiling:~Ha, Schädliche! So wagst du ihn zu heißen?~ 714 3, 1 | Chor der Geister:~Dein Schätzchen ist des Jägers Braut,~Und 715 vor | Macht,~treulich bewacht.~Die Schätze, die schliefen~in ewiger 716 3, 2 | Außicht in das mit allen Schätzen der Erde glänzend geschmückte 717 1, 1 | willen,~vernichtet das Buch, schafft['s zur/mir] Ruh'! ~Heiling:~ 718 2, 2 | hartherziger Mann,~Den Schatz zu heben kommt er an.~(sprechend):~ 719 2, 2 | Anna den Schmuck hin. Anna schauder zusammen und senkt den Blick, 720 2, 2 | den Sturm heulen.~'s ist schaurig kalt.~(Sie schüttelt sich. 721 1, 1 | ja, in solchen Glückes Schein~|wird mein Alter sorglos 722 2, 2 | frei,~|Trotz seinem tück'schen Droh'n!~|Frei, bist du, 723 1, 2 | Anna mit Konrad lachen und scherzen sieht, wirft voller Eifersucht 724 3, 1 | nur getäuscht an seinem Schimmer hangen.~Und was ist diese 725 vor | Kästchen; sie öffnet es.)~Schimmernde Demanten,~wie glühend hell 726 3, 2 | Die Schützen stellen sich schirmend vor die Gruppen.) ~Heiling 727 vor | still!~Lass meine Zweifel schlafen,~Ich muss vertrauen, wenn 728 vor | Geschlecht~Willst du dich schlagen,~nimmer unsre Krone tragen?~ 729 1, 1 | mich dringen.~(Die Blätter schlangen sich von selbst um.)~[Immer 730 3, 1 | der Geister:~Du trafst ihn schlecht,~Er lebt und sitzet~Warm 731 1, 1 | Flamme dich verzehren!~(Er schleudert es auf den Herd, eine lohende 732 3, 2 | mich den Streit in Liebe schlichten.~(Die Königin steigt herab 733 vor | bewacht.~Die Schätze, die schliefen~in ewiger Nacht,~herauf 734 1, 1 | schließt.) ~Heiling~Auf ewig schließe dich, du dunkler Gang,~ich 735 1, 2 | guckt sie einst durch's Schlüßelloch,~Sieht wie ihr Mann zwei 736 2, 1 | unterirdisch):~Aus der Klüfte Schlund,~Durch der Erde Grund~Drängt 737 1, 1 | vergeh' vor Pein! ~(Sie schmeigt sich ängstlich an Heiling.) ~ 738 per | burggräflicher Leibschütz~Stephan, Schmied des Dorfes~ Chor der Erdgeister~ 739 1, 2 | Freier aus.~Doch als ein schmuckes Gräflein kam,~Sie flugs 740 vor | verschönen. ~Mit meinem Jammer schmückest du dein Glück~und ganz verlaßen 741 3, 1 | Heiling:~Das Lachen hat sich schnell gewandt;~Ihr Buhle fiel 742 2, 2 | verwerfen? ~Anna:~Konrad, ach schonet mein,~Ich bin ein armes 743 1, 1 | Ich liebe dich so ohne Schranken,~Ich liebe dich mit tausend 744 3, 2 | fliehend mehrere Gruppen des Schreckens bilden. Zwei größere sind 745 2, 1 | denk' ich mit Entzücken,~Da schreckt mich Heilings Bild mit Vorwurfsblicken,~ 746 3, 2 | ergreift sie. Die Mädchen schreien laut auf und laufen erschrocken 747 3, 2 | Mädchen! Ha! ~Was soll das Schrein?~Ihr tollen Mädchen,~Laßt 748 3, 2 | flieht nov ihm wankenden Schritts):~Ihr Heil'gen alle,~Schützet, 749 2, 2 | nimmermehr bereuen!~|~|Anna (schüchtern):~|Darf ich wohl freud'ge 750 1, 1 | Er legt den Schmuck weg, schürt die Glut des Feuers, usw.) ~ 751 2, 2 | ist schaurig kalt.~(Sie schüttelt sich. Singend):~Und wie 752 3, 2 | Schritts):~Ihr Heil'gen alle,~Schützet, rettet mich!~(Sie stürzt 753 2, 1 | meiner Brust~Mir keiner Schuld bewußt.~Wohin, wohin soll 754 3, 2 | Bergknappen-Musikanten, der Schulmeister, Bauern mit Fahnen, Brautjungfern, 755 vor | wirft den Mantel von der Schulter und legt Krone und Zepter 756 2, 1 | sollt' nicht mehr beben!~Schutz will ich gegen die Hölle 757 3, 1 | mir stoss'ich die unwüd'ge Schwächte,~Weit von mir jedes menschliche 758 3, 2 | nah!~Rufe deine Geister,~Schwarzer Hexenmeister!~Rolle nur 759 1, 2 | Tanzen~Ist meine Lust!~Zu schweben und drehen~Im wogenden Kranz:~ 760 2, 1 | nicht beschützt? ~Anna:~O schweigt von ihm. Ensetzen packt 761 1, 1 | Himmel trägst du über meine Schwelle,~zum erstenmale unter meinem 762 1, 1 | Gestalten~treiben und walten,~schwellen wie Wellen,~wie sie sich 763 2, 1 | Wort gibt erneuertes Leben,~Schwellet mir mächtig den Mut.~Trauet 764 1, 1 | Immer mehr! Immer mehr!~Sie schwindeln und drehn, die Sinne mir 765 3, 1 | Dich uns ganz zu eigen schwören~Soll dieser Zepter wieder 766 1, 1 | zum erstenmal war meiner Seele Drang.~Aus trüber, freudenloser 767 vor | Anna gefunden,~seit unsre Seelen verbunden,~acht'ich Kron' 768 vor | Zauberspruch,~der mir noch keinen Segen trug?!~In Annas Busen wohnt 769 vor | dich die Reue finden~und du sehnest dich zurück.~Darum bewahre 770 2, 1 | Herzen,~Ich kannte keine Sehnsucht, keine Schmerzen,~War so 771 | sehr 772 | seine 773 | seinen 774 | Seiner 775 | seines 776 vor | auf der Bühne und in den Seitenhölen. Der Vorhang fällt.) ~ ~ 777 2, 2 | Himmel mir offen,~Wonne der Seligen mein!~Willst du die Meine 778 2, 2 | Anna schauder zusammen und senkt den Blick, die Hände zusammen 779 vor | eilet, euer Wirken fort zu setzen,~gehorsam, gehorsam unsern 780 3, 2 | hetz!~Da brumette der Bär: Sieh mich nur an,~Bin ich nicht 781 2, 2 | weit,~Es hätte ja morgen sin können.~(Sie singt.)~Des 782 2, 2 | Was kommt Euch in den Sinn?~|Wollt' ich auf Eure Worte 783 1, 1 | schwindeln und drehn, die Sinne mir vergehn,~Entsetzlich! 784 2, 1 | fordern den Meister~Sie sinnen un spinnen~Grau'n und Entsetzen.~ 785 1, 2 | Halt! Verietzet nicht die Sitte! ~Heiling (wütend):~Wagt 786 vor | Heiling vorzeigen. Diese sitzen in der Mitte auf einer Thronerhöhung. 787 3, 1 | ihn schlecht,~Er lebt und sitzet~Warm in seines Liebschens 788 3, 2 | Krone,~Und treue Liebe ihrem Sohne Verheißt~Der Mutter Herz.~ 789 2, 2 | Abscheu,~Und Ihr wollt sie zu solchem Bündis zwingen?~O sagt mir, 790 1, 1 | Mutterherz erfreut,~|ja, in solchen Glückes Schein~|wird mein 791 1, 1 | sein!~|~|Gertrude:~|Wie an solcher Zärtlichkeit~|sich mein 792 1, 1 | Schein~|wird mein Alter sorglos sein.~|~|Heiling:~|Ja, ich 793 2, 2 | Keiner, keiner leidvoll sein.~Sorgsam will ich alle Freuden~Dir 794 1, 2 | Sieht wie ihr Mann zwei Spannen hoch~Mit andern Zwergen 795 1, 1 | verdrießen!~Ha ha! Welchen Spaß gibt es da! ~Gertrude: Seht 796 3, 2 | geweiht.~(Anna und Konrad spielen nun Brautsuchen. Beiden 797 1, 1 | gehn. ~Anna (mit der Kette spielend und unherhüpfend):~Nun macht 798 per | Bäuerinnen, Hochzeitsleute, Spielleute, und Schützen  ~ 799 1, 2 | kurzen Beinen, dickem Kopf,~Springt der Herr Graf, der arme 800 1, 2 | Konrad und Bauernchor:~Ein sprödes, allerliebstes Kind~Schlug 801 1, 1 | gen Zeichen, durch deren Spruch~ich alle Geister [zwinge/ 802 2, 1 | Ist es ein Mensch, ein Spuk der bösen Geister?~Nur frisch 803 vor | gedankenvoll ein goldnes Stäbchen in der Hand. Gnomen wältzen 804 2, 1 | freudig mein Leben,~Wie stärkt mich sein männlicher Mut! ~ 805 2, 2 | versuche ich~Den blanken Stahl an dir! ~Heiling:~Alles 806 2, 1 | der Berge!~Er gehört dem Stamm~Der Gnomen und der Zwerge! ~ 807 2, 2 | vorhin im Walde sah,~Er stammt aus dem Reich der Zwerge,~' 808 3, 2 | ihren Hörnen, Bauern mit Stangen, Bergknappen-Musikanten, 809 1, 1 | ist es! Sie!~( Er eilt die stark verriegelte Türe zu öffnen 810 1, 2 | mich nie geliebt!~(Er steht starr in sich versunken. Die Musik 811 3, 2 | ger Gott! ~Heiling (mit starrer Kälte):~Als Rächer komm 812 1, 2 | Anna, und Gertrude auf. Sie stehen auf einer Seite bei den 813 vor | nicht mehr von Anna mich stehlen~euren Sabbath hier zu feiern. ~ 814 1, 1 | Willkommen mir auf dieser Stelle,~den Himmel trägst du über 815 3, 2 | beschieden was gescheh'n,~Kein sterblich Auge soll mich wiederseh' 816 2, 2 | Fenster)~Es ist auch kein Sternchen am Himmel.~Heihei, das stümt 817 1, 1 | Heiling:~Wirst du mir stets zur Seite sein,~so soll 818 2, 2 | Gertrude:~|Gott steh' uns bei!~|Stille das feindliche Droh'n!~| 819 1, 1 | dich, laß deine Angst mich stillen. ~Anna (reißt sich los):~ 820 3, 1 | auf immer!~Weil von mir stoss'ich die unwüd'ge Schwächte,~ 821 1, 2 | Gevattern~Und Nachbarn, stosst an,~Es lebe der heilige 822 3, 1 | ihn, die Hände über ihn streckend.) ~Chor der Geister:~Jetzt 823 3, 2 | Anna im Kreise herum. Sie streckt die Hand aus. Heiling tritt 824 3, 2 | nicht richten,~Laß mich den Streit in Liebe schlichten.~(Die 825 2, 1 | zu wanken~Und miteinander streiten dir Gedanken.~Einst was 826 3, 1 | bricht,~Die Geister halten streng am Pflicht!~Wills du wieder 827 2, 1 | will ich in den tiefsten~Strom mich betten. ~Konrad:~Ha, 828 1, 2 | Mann!~(Während der letzten Strophe treten Heiling, Anna, und 829 2, 2 | Sternchen am Himmel.~Heihei, das stümt ja,~Als wäre das wilde Heer 830 2, 1 | umgarnen,~Und ins Verderben stürzest du dich blind. ~Anna (sehr 831 3, 1 | genießen,~Weil dem beschränkten Stumpfsinn es genügt.~Des höhern Geistes 832 2, 2 | sprechend):~Wie die Hunde in den Sturm heulen.~'s ist schaurig 833 1, 1 | Meister Heiling! ~Heiling (stutzt)~Wer ruft? ~Anna~Meister 834 2, 1 | unglückselig.~(Sie verliert such sinnend in Gedanken)~Wohin, 835 2, 2 | Mein Kind, du mußt zur Sühne sprechen,~sonst wird der 836 3, 2 | gefallen.~(Während der folenden Szenerie weichen die Hochzeitsleute 837 3, 1 | hingeopfert.~Still! Der Erde Täuschung liegt weit~Hinter mir, Ich 838 1, 2 | hoch~Mit andern Zwergen tanzt.~Mit kurzen Beinen, dickem 839 1, 1 | deb Festlichkeiten im Dorf teilnehmen, Falls sie gehen, besteht 840 vor | kinderlose Mutter! ~Chor (Teilnehmend)~O arme kinderlose Mutter!~ 841 1, 1 | gebeut,~|nenn' ich dich erst Teure mein,~|werd' ich fröhlich, 842 3, 2 | Königin steht auf einer Thronehöhung, Zwerge sind um sie gruppiert. 843 vor | sitzen in der Mitte auf einer Thronerhöhung. Heiling mit reichem Mantel 844 vor | bricht! ~Königin (ist auf des Thrones Stufen hingesunken)~O arme 845 1, 1 | daß Ihr mir den Gefallen thut! ~Gertrude:~Seht nur, das 846 3, 2 | Anna:~Weh mir! ~Heiling (tief bewegt):~Anna! warum hast 847 vor | stätiger Kraft.~Die Waßer der Tiefen~gewältigt mit Macht,~treulich 848 2, 1 | mehr. Eh' will ich in den tiefsten~Strom mich betten. ~Konrad:~ 849 2, 1 | dir Gedanken.~Einst was so tieger Friede mir im Herzen,~Ich 850 1, 2 | Niklas und Bauern trinkend an Tischen, usw.) ~Bauernchor:~Juchheisa! 851 2, 2 | brennende Lampe steht auf dem Tish. Feuer auf dem Herd. Der 852 1, 1 | zeigen. Gertrude redet ihrer Tochter zu, einen so reichen und 853 2, 2 | würge ich dich jetzt zu Tod.~Des Nachts wohl auf der 854 1, 1 | tut. ~Heiling:~Auch der törichte Übermut,~wie steht er Euch 855 3, 2 | Was soll das Schrein?~Ihr tollen Mädchen,~Laßt die Possen 856 3, 1 | alles ist verloren.~O des Toren.~(Er stürzt nieder, Die 857 3, 1 | mich gerächt-~Ihr Buhl' ist tot!~Mag sie verderben nun in 858 2, 2 | steigt empor,~ein bleiches Totengeripp!~(sprechend):~Still, raschelt 859 1, 1 | dieser Stelle,~den Himmel trägst du über meine Schwelle,~ 860 vor | so nimm denn meine heißen Tränen~zum Brautschmuck, meine 861 3, 1 | Ihr? ~Chor der Geister:~Du trafst ihn schlecht,~Er lebt und 862 3, 2 | Jäger zuerst zu dem Bären trat,~Du zottiger Petz gib mir 863 2, 1 | Schwellet mir mächtig den Mut.~Trauet auf mich, Ihr sollt' nicht 864 vor | Verderben.~(Die Königin sitzt traurig sinnend auf dem Thron, die 865 vor | beendet euer emsig Treiben.~Es treibt mich fort, ich kann nicht 866 3, 2 | dir verbinden,~Wenn du ein treues Weibchen bist,~Wirst du 867 vor | Tiefen~gewältigt mit Macht,~treulich bewacht.~Die Schätze, die 868 2, 1 | sein ganzes Leben~An meinem Treuversprechen!~Kann ich das je brechen?~ 869 1, 1 | fröhlich, selig sein.~(Heiling trifft Anstalten, Gertrude und 870 1, 2 | Stephan, Niklas und Bauern trinkend an Tischen, usw.) ~Bauernchor:~ 871 1, 2 | der Herr Graf, der arme Tropf,~Hophop, heisa, hophop!~ 872 vor | Er will fort) ~Chor: (trotzig, umgibt ihn)~Du sollst nicht 873 2, 2 | Heiling (für sich):~Welch trotziges Erfrechen,~Nur er lehrt 874 2, 2 | Dann soll dir kein~Tag mehr trübe~Keiner, keiner leidvoll 875 vor | Unterirdische, von rötlich trübem Licht erhellte Höle. An 876 vor | zum Chor)~Fahrt wohl! ihr trüben, freudelosen Brüder!~Königin ( 877 1, 1 | meiner Seele Drang.~Aus trüber, freudenloser Nacht~Bin 878 vor | der mir noch keinen Segen trug?!~In Annas Busen wohnt in 879 | tu 880 2, 2 | du, frei,~|Trotz seinem tück'schen Droh'n!~|Frei, bist 881 1, 1 | eilt die stark verriegelte Türe zu öffnen und führt Anna 882 vor | Gehorchen und tragen,~uns tummeln und plagen,~das ist unser 883 1, 2 | Zeigt ihr Euch schon als Tyrann,~Und seid doch noch nicht 884 3, 1 | hi hi hi hi!~Willst dich überheben~Auf der Erde leben,~Nur 885 1, 1 | Heiling:~Auch der törichte Übermut,~wie steht er Euch so gut! ~ 886 1, 1 | erwacht.~Du, ja du, hast üverschwenglich selig mich gemacht!~(innig, 887 1, 1 | schließt die Klammern.)~Umfange mich mit Liebesarmen nun,~ 888 2, 1 | Das Unglüuck droht dich zu umgarnen,~Und ins Verderben stürzest 889 vor | will fort) ~Chor: (trotzig, umgibt ihn)~Du sollst nicht entweichen, ~ 890 1, 1 | trägt, und die er ihr nun umlegt.) ~Heiling:~An jenem Tag, 891 vor | aufstehend) ~Nein! Nein! ~Nicht umsonst will ich die Macht besitzen;~ 892 1, 1 | diese Hände faßen. ~Anna (unbefangen): ~Und gestern habt den 893 2, 2 | könntet Ihr ein Herz voll unbegrenzter~Treu' und Zärtlichkeit verwerfen? ~ 894 3, 2 | Klinge bricht. Heiling steht unbeweglich und lacht gellend auf. Die 895 3, 2 | Zepter in der Hand, ein ungebetener und unwillkommener Gast. 896 2, 2 | kränken könntest,~Mir so ungehorsam sein.~Doch will es dir verzeih' 897 vor | Abschiedszähren, ~die sie dem ungetreuen Kinde weint;~so nimm denn 898 2, 2 | mein,~Ich bin ein armes unglücksel'ges Mädchen! ~Konrad:~Gönne 899 2, 1 | gekommen dich zu warnen,~Das Unglüuck droht dich zu umgarnen,~ 900 1, 1 | mit der Kette spielend und unherhüpfend):~Nun macht das Gechmeide~ 901 vor | verlaße uns nicht!~(Ihn enger unkreisend)~Heiling~Wagt ihr zu droh' 902 | unsern 903 3, 1 | Menschentreiben?~Haha! Haha! O Unsinn darauf zu bauen!~Ein einz' 904 2, 2 | Konrad (für sich, mit unterdrücktem Zorn):~Gelüstet es dem Frechen~ 905 2, 1 | usw. ~Chor der Geister (unterirdisch):~Aus der Klüfte Schlund,~ 906 vor | Der Vorhang hebt sich. Unterirdische, von rötlich trübem Licht 907 1, 1 | sieht Heiling aus einem unterirdischen Gange heraufsteigen, das 908 3, 2 | frei,~Gott steh' uns bei!~(Unterirdischer Donner. Die Bühne verfinstert 909 3, 2 | Wehe! Entsetzlich!~Er ist unverletzlich! ~Heiling:~Geister herbei,~ 910 3, 2 | Hand, ein ungebetener und unwillkommener Gast. Er hö dem Gesang zu.) ~ 911 3, 1 | Weil von mir stoss'ich die unwüd'ge Schwächte,~Weit von mir 912 3, 2 | ausgebreiteten Armen ruft sie in Verz*uuml;ckung zum Himmel.)~In deine 913 1, 1 | geben,~| Nichts ist mir f&uumlr dich zu teuer!~| ~| Anna:~| 914 3, 2 | den Knien, die Gesichter verbergend. Die Schützen stellen sich 915 1, 1 | wirft sich Anna zu Füßeb und verbirgt sein Gesicht in ihrer Kleidung. 916 2, 2 | Jungfrau! Welch'ein Glanz,~Er verblendet mich noch ganz. ~Heiling:~ 917 3, 1 | eire Erdenfahrt. O rasende~Verblendung, die mich trieb das Glüuck 918 1, 1 | grüßen,~Manche auch wird es verdrießen!~Ha ha! Welchen Spaß gibt 919 1, 1 | Ei ja, es hat mich recht verdroßen,~daß Ihr Euch abermals verschloßen,~ 920 2, 2 | Freuden~Dir auf deinem Pfad vereinen,~Und in Leiden für dich 921 vor | der Mutter Wahn sich dir vererbt,~der mich noch heut' mit 922 2, 1 | verlaßenen Thron!~Sonst bist du verfallen~Dem rächenden Grimme~Der 923 3, 2 | Unterirdischer Donner. Die Bühne verfinstert sich. Plötlich steigen Gnomen 924 3, 2 | Konrad (zu Heiling):~Weiche, Verflucher!~Ihr Retter ist da!~Weh 925 3, 2 | Braut gennant. ~Heiling:~Verflücht!~Du hast du keine Treue 926 1, 2 | kann sie nicht gewähren~Die verführend wilde Lust! ~Heiling und 927 1, 1 | und drehn, die Sinne mir vergehn,~Entsetzlich! Entsetzlich! 928 1, 2 | sollst du ehren~Nicht was mir verhaßt begehren! ~Konrad (für sich):~ 929 3, 2 | treue Liebe ihrem Sohne Verheißt~Der Mutter Herz.~Hieher 930 2, 2 | beschwört sie, die Hochzeit zu verhindern.) ~Konrad:~Ihr hört es!~ 931 1, 2 | Bewegung missverstehend):~Halt! Verietzet nicht die Sitte! ~Heiling ( 932 3, 1 | gedacht,~Da dein Mädchen dich verlacht? ~Heiling:~Das Lachen hat 933 1, 1 | So hat dein Herz nach mir verlangt? ~Anna:~Ei ja! Ei ja, es 934 vor | schmückest du dein Glück~und ganz verlaßen bleibe ich zurück! ~Heiling ( 935 2, 1 | Sohn,~Gib ihn zurück~Dem verlaßenen Thron!~Sonst bist du verfallen~ 936 2, 1 | Bin ich unglückselig.~(Sie verliert such sinnend in Gedanken)~ 937 1, 1 | Wahnsinn~trieb dich an?~Hinweg! Vermeßene! ~Gertrude:~Was ist dir? 938 2, 1 | Allmächt'ger Gott!~(Sie sinkt vermichtet nieder.) ~Königin:~Öffne 939 1, 1 | Sie!~( Er eilt die stark verriegelte Türe zu öffnen und führt 940 3, 2 | besiegt,~|Die Gefahren sind verronnen. ~Heiling (er erhebt sich):~ 941 3, 2 | Retter ist da!~Weh dir, Verrucher,~Die Rache ist nah!~Rufe 942 1, 1 | wie Wellen,~wie sie sich verschlingen,~mächtig auf mich dringen.~( 943 1, 1 | lohende Flamme schlägt auf und verschlingt das Buch. Es donnert dumpf. 944 1, 1 | verdroßen,~daß Ihr Euch abermals verschloßen,~was, ja was habt gestern 945 2, 2 | Wllst du mein Geschenk verschmäh'n,~Deinen Brautschmuck gar 946 vor | Brautschmuck, meine Feindin zu verschönen. ~Mit meinem Jammer schmückest 947 2, 2 | pressend. Konrad steht mit verschränkten Armen finstern Blicks beobachtend.) ~ 948 2, 1 | nicht~Gehorsam sein!~(Sie versinken langsam) ~Konrad (hinter 949 3, 1 | Alles, alles will ich euch versprechen,~Laßt mich meine Schmach 950 2, 1 | dennoch hab' ich jetzt es erst verstanden~Was so mit mächt'gen Banden~ 951 2, 1 | nicht! ~Anna:~Wehe mir! Ich versteh' euch nicht! ~Königin und 952 3, 1 | Heiling steigt mühsam und verstört über die Felsen.) ~Heiling ( 953 1, 1 | Geister [zwinge/banne], verstummt auf immerdar.~(Er schlägt 954 2, 2 | von hier,~Sonst, bei Gott, versuche ich~Den blanken Stahl an 955 1, 2 | Er steht starr in sich versunken. Die Musik aus der Schenke 956 vor | auf dem Thron, die Geister verteilen sich geschäftig auf der 957 2, 1 | Arm unterstützen,~|Ja ich vertrau' Euch in jeder Gefahr!~ ~ 958 2, 1 | Anna (für sich):~Ja ihm vertraue ich freudig mein Leben,~ 959 2, 2 | unbegrenzter~Treu' und Zärtlichkeit verwerfen? ~Anna:~Konrad, ach schonet 960 3, 2 | ausgebreiteten Armen ruft sie in Verz*uuml;ckung zum Himmel.)~ 961 2, 2 | Ich muß an allem Glück verzagen!~(Heiling tritt unbemerkt 962 1, 1 | Händen.)~Mag die Flamme dich verzehren!~(Er schleudert es auf den 963 2, 2 | ungehorsam sein.~Doch will es dir verzeih'n,~Bald bist du mein Weib 964 1, 1 | sich besinnend, zu Anna):~Verzeihe mir! ~Gertrude:~Ach mein 965 vor | bringen der Königin ein schön verziertes Kästchen; sie öffnet es.)~ 966 3, 1 | Reu' folgt nach! ~Heiling (verzweifelnd):~Ha! Das Geisterreich stößt 967 3, 1 | Zu Heiling):~Hör' uns an, verzweifle nicht!~Ob auch der Menschen 968 | vielleicht 969 | vier 970 2, 2 | Und könntet Ihr ein Herz voll unbegrenzter~Treu' und Zärtlichkeit 971 1, 2 | und scherzen sieht, wirft voller Eifersucht den Krug zu Boden. 972 1, 1 | zu, und stößt Annas Hand vonsich. Anna sinkt in Gertrudes 973 1, 2 | Schlägt Burzelbäume flink voran,~Ein Kobold war ihr Mann!~( 974 3, 2 | steht auf der einen Seite im Vordergrunde. Anna, Gertrude und Konrad 975 2, 2 | das war es ja,~Was ich vorhin im Walde sah,~Er stammt 976 | vorn 977 vor | VORSPIEL~ ~(Der Vorhang hebt sich. 978 2, 1 | schreckt mich Heilings Bild mit Vorwurfsblicken,~Und doch bin ich in meiner 979 vor | der Königin und Heiling vorzeigen. Diese sitzen in der Mitte 980 vor | Stäbchen in der Hand. Gnomen wältzen Felsblöcke, usw.) ~Chor( 981 vor | erhellte Höle. An den zackigen Wänden klettern Zwerge und putzen 982 3, 1 | Liebschens Arm! ~Heiling:~So wär' ich nicht gerächt, nicht? ~ 983 3, 2 | Konrad (zu Anna):~Und wärst du tausend Meilen weit,~ 984 3, 2 | Heiling:~Ha, Schädliche! So wagst du ihn zu heißen?~Aus deinem 985 2, 2 | Ich, der Bräutigam deiner Wahl,~Bald dein Herr und dein 986 vor | Königin~So hat der Mutter Wahn sich dir vererbt,~der mich 987 1, 1 | Gertrudes Arme.)~Welch' toller Wahnsinn~trieb dich an?~Hinweg! Vermeßene! ~ 988 1, 2 | es vergeßen sein.~Nicht wahr, ihr kommt mit hinein?~( 989 1, 1 | Wirre Gestalten~treiben und walten,~schwellen wie Wellen,~wie 990 3, 2 | reißen! ~Anna (flieht nov ihm wankenden Schritts):~Ihr Heil'gen 991 3, 1 | schlecht,~Er lebt und sitzet~Warm in seines Liebschens Arm! ~ 992 2, 1 | Ich bin gekommen dich zu warnen,~Das Unglüuck droht dich 993 2, 1 | Öffne dein Ohr~Für die warnende Stimme,~Gib ihn mir wieder,~ 994 vor | mit stätiger Kraft.~Die Waßer der Tiefen~gewältigt mit 995 vor | Leben,~der Liebe Zauber weben,~dem hab' ich mich allein 996 1, 2 | rast in toller Lust.~Ihr weckt den finstern Geist in meiner 997 2, 2 | ich nicht, daß sie die Wege kennt,~Mir wäre bange um 998 3, 2 | dickfellig muß man bein Weibern sein,~Und brummen und brummen 999 3, 1 | Und was ist diese mächt'ge Weibesliebe,~Der Lebenspuls von allem 1000 3, 2 | Konrad (zu Heiling):~Weiche, Verflucher!~Ihr Retter


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