10-poche | porti-zwolf
Fettdruck = Main text
Akt, Szene Grau = Kommentar
502 1, 4 | auf Pizarros Befehl~seine Portion kleiner machen.~Jetzt hat
503 1, 6 | Kopf dafür.~Fort, auf eure Posten!~Rocco! Rocco!~~~
504 2, 1 | lebet außer mir,~o schwere Prüfung!~Doch gerecht ist Gottes
505 1, 6 | Ich erwarte die größte~Pünktlichkeit,~Sie haften mir mit Ihrem
506 1, 4 | wird mich nicht~lange mehr quälen.~Es kann nicht mehr~lange
507 1, 1 | weiß, daß der Arme sich quälet,~es tut mir so leid auch
508 2, 8 | Wahrheit stritt ?~ ROCCO~Und Qualen ohne~Zahl erlitt!~ FERNANDO~
509 1, 4 | gleichgestimmten Herzen~die Quelle des wahren~ehelichen Glückes
510 2, 3 | solltest,~steht nun als Rächer, hier!~ FLORESTAN~Ein Mörder
511 1, 7 | Unterthan~schnell aus dem Weg zu~räumen. Du stehst noch an?~ ROCCO~
512 1, 10| gut, recht gut !~Zusammen rafft' ich meinen Mut,~und trug
513 1, 4 | Euch ein?~Lang' Freund und Rater~müßt Ihr uns sein.~ ROCCO~
514 1, 6 | Staube,~dem lauten Spott zum Raube,~dahin, dahin, ja,~dahin
515 1, 4 | LEONORE~Du wirst mir alle Ruhe rauben,~wenn du bis morgen nur
516 1, 4 | Staatsgefängnis vorgeht,~Rechenschaft zu geben.~In wenigen Tagen
517 1, 4 | zusammen.~Darauf könnt ihr rechnen.~ MARZELLINE~Den Tag nach
518 1, 4 | ungefähr.~Hier ist die genaue Rechnung~ ROCCO~Gut, brav ! Zum Wetter,~
519 1, 4 | begreifen,~wie du deine Rechnungen machst.~Du kaufst alles
520 1, 12| Verweg'ner Alter!~welche Rechte legst du dir~frevelnd selber
521 2, 1 | Freiheit~ins himmlische Reich.~ ~~
522 1, 7 | Glück zu Teile,~du wirst ein reicher Mann;~das geb' ich nur daran.~
523 1, 4 | Kummers Beute.~Du, Hoffnung,~reichst mir Labung dar.~ MARZELLINE~
524 2, 2 | LEONORE~Mein ganzes Herz reißt~mich zu ihm hin!~Sei ruhig,
525 1, 6 | willkürlicher~Gewalt enthalten.~Er reist morgen ab,~um Sie mit einer
526 1, 6 | Sobald Sie einen Wagen,~von Reitern begleitet,~diesem Schloß
527 1, 6 | der so oft meine Rache reizte,~der mich vor dem Minister
528 2, 2 | euch anbieten kann,~ist ein Restchen Wein,~das ich im Krug habe.
529 1, 13| den Kerker wieder!~Angst rinnt durch meine Glieder,~ereilt
530 2, 5 | Verwirrung, und vor allem~Vater Roccos tröstende Zeichen~sind mir
531 1, 4 | den Taschen~klingelt und rollt,~da hält man das Schicksal
532 2, 1 | Ich seh, wie ein Engel~im rosigen Duft sich~tröstend zur Seite,~
533 2, 2 | Lohn gewährt.~ ROCCO~Mich rührte oft dein Leiden hier,~doch
534 2, 2 | ich den Jüngling hier,~und Rührung zeigt~auch dieser Mann,
535 2, 3 | mir!~ PIZARRO~Noch einmal ruf ' ich dir,~was du getan
536 1, 6 | ich kühlen!~dich, dich rufet dein Geschick!~In seinem
537 1, 1 | MARZELLINE~Hörst du, der Vater ruft!~ JAQUINO~Lassen wir ihn
538 2, 2 | reißt~mich zu ihm hin!~Sei ruhig, sag ich dir!~Vergiß nicht,~
539 1, 6 | Wunde,~nun fort auf unsre Runde,~wie wichtig, wie wichtig~
540 2, 1 | ich nicht linde,~sanft säuselnde Luft,~und ist nicht mein
541 2, 2 | erwacht!~ ROCCO~Er erwacht, sagst du?~ LEONORE~Ja, er hat
542 1, 1 | Rocco~ ~JAQUINO~Jetzt, Schätzchen,~jetzt sind wir allein,~
543 2, 3 | heute noch~beide vom Halse schaffen,~damit alles auf immer~im
544 2, 2 | Herz,~es wogt in Freud und~scharfem Schmerz.~Die hehre, bange
545 1, 4 | dieses Glück muß der~größte Schatz auf Erden sein !~Freilich
546 1, 4 | darfst mir auch ins Auge~schauen der Liebe Macht~ist auch
547 1, 10| nicht gerne,~auch dir ist schaurig,~wie mich deucht?~ LEONORE~
548 1, 13| sie zum Sonnenlicht,~und scheiden traurig wieder!~Die Andern,~
549 1, 4 | einem ganzen Jahre.~Der Schelm gibt sich~alle diese Mühe,~
550 2, 2 | vergelten.~ LEONORE~Der Himmel schicke Rettung dir,~dann wird mir
551 1, 1 | Wenn du dich nicht~in mich schickest,~verstopf ich mir vollends
552 1, 4 | und rollt,~da hält man das Schicksal gefangen,~und Macht und
553 2, 2 | Ihr mir dienen wolltet,~so schickt sobald als möglich~nach
554 1, 5 | Pizarro, Rocco~ ~PIZARRO~Drei Schildwachen auf den¡~Wall, sechs Mann
555 2, 2 | ROCCO~Nein, nein, er schlaft.~Das müssen wir benutzen,~
556 1, 2 | die Arbeit abgetan,~dann schleicht~die holde Nacht heran,~dann
557 1, 4 | glücklich sein;~traurig schleppt~sich fort das Leben,~mancher
558 1, 12| will ich stille Ruhe haben;~schliess die Gefangene wieder ein,~
559 2, 3 | abnehmen?~ PIZARRO~Nein, aber schließe ihn~von dem Stein los.~Die
560 1, 4 | gebt euch die Hand~und schliesst das Band,~in süßen Freudentränen.~
561 1, 6 | Reitern begleitet,~diesem Schloß sich nähern sehen,~lassen
562 1, 4 | unterirdischen Gewölben~des Schlosses ganz außer~Atem und ermattet
563 2, 8 | Schwerte gezückt!~ FERNANDO~Du schlossest auf~des Edlen Grab,~jetzt,
564 2, 4 | Gefolge ist schon~vor dem Schlosstor.~ ROCCO~Gelobt sei Gott!~
565 2, 1 | ich alle Schmerzen,~ende schmählich meine Bahn;~süßer, Trost
566 2, 1 | Lohn.~Willig duld' ich alle Schmerzen,~ende schmählich meine Bahn;~
567 1, 1 | Wochen.~ MARZELLINE~Recht schön, du bestimmst~schon die
568 1, 4 | und lieben,~ein bißchen schonen kann.~ MARZELLINE~Man muß
569 2, 8 | erhielt mein Leben,~Tugend schreckt den Bösewicht.~ LEONORE~
570 1, 6 | Wunde,~ihm noch ins Ohr zu schrei'n.~Triumph! Triumph! Triumph!~
571 1, 10| müssen gleich zum~Werke schreiten, du mußt helfen,~mich begleiten;
572 1, 6 | Mich dünkt, ich kenne diese~Schrift. Laß sehen.~"Ich gebe ihnen
573 1, 4 | groß ist die Gefahr!~wie schwach der Hoffnung Schein!~sie
574 2, 7 | enthülle,~die all umfangen schwarz~und schwer.~Nicht, nicht
575 1, 4 | nicht mehr als zwei Unzen~schwarzes Brot und eine~Halbe Maß
576 1, 3 | belastet ist!~Lieber Gott, der Schweiß~läuf ihm von der Stirn.~ ~~
577 2, 8 | hält zum Gericht~der Rache Schwerte gezückt!~ FERNANDO~Du schlossest
578 1, 13| warmes Sonnenlicht,~schnell schwindest~du uns wieder!~Schon sinkt~
579 2, 5 | Nichts, mein Florestan!~Meine Seele war mit dir,~wie hätte der
580 1, 4 | euch~gnädig und hold und segne~und lenk' euer Streben,~
581 2, 8 | Florestan, Florestan,~ihr seht ihn hier.~ ROCCO~Und Leonore,~
582 1, 6 | Untersuchung~zu überraschen.~Seien Sie auf Ihrer Hut,~und suchen
583 | seinem
584 2, 2 | zu Ende sein.~Wer du auch seist,~ich will dich retten,~bei
585 1, 12| Rechte legst du dir~frevelnd selber bei?~und ziemt es dem gedung'
586 2, 2 | Mann, o Gott,~o Gott, du sendest Hoffnung mir,~daß ich sie
587 1, 4 | Du wirst dein Glück~ganz sicher bauen,~ja, ja, ja,~ihr werdet
588 1, 6 | Hut,~und suchen Sie~sich sicherzustellen."~Gott, wenn er entdeckte,~
589 1, 1 | JAQUINO~Wo war ich?~Sie sieht mich nicht an!~ MARZELLINE~
590 1, 13| schwindest~du uns wieder!~Schon sinkt~die Nacht hernieder,~aus
591 1, 13| in den Kerker wieder!~Sie sinnen auf und nieder,~könnt ich
592 1, 4 | Vermutlich, wo der Gefangene sitzt,~Von dem du schon einige~
593 2, 7 | Nicht, nicht länger~kniet sklavisch nieder,~Tyrannenstrenge
594 1, 4 | deinen weichen Händen.~Gut, Söhnchen, gut,~hab immer Mut,~dann
595 1, 4 | Stärke.~ ROCCO~Brav, mein Sohn, brav!~Wenn ich dir erzählen
596 | solche
597 1, 4 | dient wie ein~Knecht für Sold,~es ist ein schönes, schönes
598 2, 3 | Pizarro, den du fürchten solltest,~steht nun als Rächer, hier!~
599 1, 2 | Der Fleiß verscheucht die Sorgen.~Und ist die Arbeit abgetan,~
600 2, 2 | LEONORE~Ich helfe schon,~sorgt euch nicht,~ich will mir
601 1, 10| ROCCO~Ich darf ihn nicht mit Speise laben,~ihm wird im Grabe
602 1, 6 | im Staube,~dem lauten Spott zum Raube,~dahin, dahin,
603 2, 4 | diese Stunde,~die Heuchler spotten mein.~Verzweiflung wird
604 1, 8 | Gouverneurs?~ MARZELLINE~Aber er sprach so lange mit dir.~Vielleicht
605 2, 1 | Pflicht hab ich getan.~Und spür' ich nicht linde,~sanft
606 1, 7 | dürfen gar nicht säumen,~dem Staate liegt~den bösen Unterthan~
607 1, 4 | über alles, was hier in dem~Staatsgefängnis vorgeht,~Rechenschaft zu
608 1, 6 | Erfahrung gebracht hat,~daß die Staatsgefängnisse,~denen Sie vorstehen,~mehrere
609 1, 4 | es auch sein mag,~zu den Staatsgefangenen zu lassen.~ MARZELLINE~Es
610 1, 6 | seiner letzten Stunde,~den Stahl in seiner Wunde,~ihm noch
611 1, 4 | wie ich anfangs in meinem~Stande mit mir zu kämpfen hätte!~
612 1, 6 | schon war ich nah',~im Staube,~dem lauten Spott zum Raube,~
613 1, 1 | MARZELLINE~So bleibe hier stehh'n!~ JAQUINO~Du hast mir~
614 1, 7 | aus dem Weg zu~räumen. Du stehst noch an?~ ROCCO~O Herr!~
615 1, 13| zögre Rocco,~länger nicht,~steig' in der Kerker nieder!~Nicht
616 1, 13| zögre länger nicht,~ich steige eilend nieder,~nein, Herr!~
617 2, 2 | gib mir eine Haue,~und du stelle dich hierher!~Du zitterst,
618 2, 2 | wieder~tausend Fragen an mich stellen.~Ich muß allein mit ihm
619 2, 1 | zur Seite,~zur Seite mir stellet,~ein Engel, Leonoren,~Leonoren,
620 1, 4 | das Leben,~mancher Kummer stellt sich ein.~Doch wenn's in
621 2, 3 | Die Zeit ist dringend.~Er sterbe!~Doch er soll erst wissen,~
622 1, 10| dem ich seit vielen Wochen~stets weniger zu essen gab.~ LEONORE~
623 1, 4 | des Lohnes wegen...~ ROCCO~Still !~Meinst du, ich kann dir~
624 1, 2 | will ich werden!~In Ruhe stiller Häuslichkeit~erwach' ich
625 1, 4 | verschafft~das Gold und stillet das~kühnste Verlangen.~Das
626 1, 12| auf solche Art.~Der unten stirbt,~doch laßt die andern jetzt~
627 1, 3 | Schweiß~läuf ihm von der Stirn.~ ~~
628 1, 1 | hoffe ich,~soll niemand uns stören.~ ROCCO~Jaquino, Jaquino!~
629 1, 2 | Herzenskuß,~wenn nichts uns stört auf Erden.~Die Hoffnung
630 2, 3 | erst wissen,~wer ihm sein stolzes Herz zerfleischt~Der Rache
631 1, 4 | glücklich sein.~ JAQUINO~Mir sträubt sich schon das Haar,~der
632 1, 4 | er denn eine so schwere~Strafe verdient?~ ROCCO~Seit einem
633 1, 6 | größten Achtsamkeit~auf die Straße von Sevilla.~Sobald Sie
634 1, 4 | und segne~und lenk' euer Streben,~das Liebchen im Arme,~im
635 1, 10| nicht,~wir folgen unsrer strengen Pflicht.~ ~~
636 1, 4 | weißt doch, daß ich~den strengsten Befehl habe,~niemanden,~
637 1, 4 | Schein~einer Lampe, kein Stroh mehr,~nichts!~ MARZELLINE~
638 2, 2 | gewinnen kann.~ LEONORE~Dies Stücken Brot, ja,~seit zwei Tagen
639 1, 4 | Marzelline wegen.~ LEONORE~Ich suche zu tun,~was mir möglich
640 2, 7 | Tyrannenstrenge sei mir fern.~Es sucht der~Bruder seine Brüder,~
641 1, 4 | verbindet,~ist und bleibt die Summe klein,~wer bei Tisch nur
642 1, 4 | habe dich auch mit~jedem Tage lieber,~und, sei versichert,~
643 1, 4 | ein.~Doch wenn's in den Taschen~klingelt und rollt,~da hält
644 2, 2 | immer bei~meinen Fragen taub sein,~grausamer Mann?~ LEONORE~
645 2, 2 | Ohne Zweifel wird er wieder~tausend Fragen an mich stellen.~
646 1, 4 | helfen und eure~Beschwerden teilen könnte.~ ROCCO~Du weißt
647 1, 4 | daß du mit mir die Arbeit teilst.~ LEONORE~Du wirst mir alle
648 2, 2 | natürlich,~es ist ja so tief!~ LEONORE~Ich glaubte schon,
649 2, 2 | Jawohl, sie dringt in die~Tiefe des Herzens.~ FLORESTAN~
650 1, 4 | welche Glut,~o welch' ein tiefes Sehnen!~Ein festes Band
651 1, 4 | die Summe klein,~wer bei Tisch nur Liebe findet,~wird nach
652 1, 4 | Liebe findet,~wird nach Tische hungrig sein.~Drum lächle
653 1, 4 | ich mache dich~zu meinem Tochtermann~ MARZELLINE~Wirst du es
654 1, 1 | willkommener Klang,~es wurde zu Tode mir bang.~ JAQUINO~Es ward
655 2, 2 | Ist das der Vorbote meines Todes?~ LEONORE~Nein, nein! Beruhige
656 1, 10| sein.~ LEONORE~So ist er todt?~ ROCCO~Noch nicht, noch
657 2, 3 | halt doch ein!~ LEONORE~Töt erst sein Weib!~ PIZARRO~
658 2, 2 | Brot, ja,~seit zwei Tagen trag~ich es Immer schon bei mir.~
659 1, 4 | hohe Leiden,~hohe Leiden tragen.~ MARZELLINE~Dein gutes
660 2, 8 | Dort an mein Tor, ...~und trat als Knecht in~meine Dienste,~
661 1, 6 | Anstalten zu meinem~Vorhaben zu treffen.~Heute soll der Minister
662 2, 8 | Gatten sein.~ FLORESTAN~Deine Treu erhielt mein Leben,~Tugend
663 2, 8 | Dienste,~und tat so brave, treue Dienste,~daß ich zum Eidam
664 2, 5 | zum Schließer.~ FLORESTAN~Treues Weib ! Frau ohnegleichen!~
665 2, 1 | Engel~im rosigen Duft sich~tröstend zur Seite,~zur Seite mir
666 2, 5 | und vor allem~Vater Roccos tröstende Zeichen~sind mir ebenso
667 2, 2 | Barmherzigkeit,~gib mir nur einen Tropfen Wasser,~das ist ja so wenig.~
668 1, 4 | Kummer sehe ich,~daß ich es trotz aller meiner~Bemühungen
669 2, 3 | Mein Weib?~ LEONORE~Ich trotze seiner Wut!~Verderben ihm!~
670 1, 1 | JAQUINO~Ein Wörtchen, du Trotzige, du!~ MARZELLINE~So sprich
671 2, 2 | ROCCO~Hier unter diesen Trümmern~ist die Zisterne,~von der
672 1, 10| rafft' ich meinen Mut,~und trug ihm alles vor,~und sollst
673 1, 4 | so weiß ich doch,~was ich tue, ich, ich mache dich~zu
674 1, 1 | nicht gelang.~Wenn ich diese Tür heute~nicht schon zweihundertmal~
675 2, 8 | Treu erhielt mein Leben,~Tugend schreckt den Bösewicht.~
676 1, 6 | einem~Trompeter sogleich den Turm.~Sehen Sie unablässig und~
677 | tut
678 1, 11| hat mich gelobet,~sei der Tyrann in Wut!~ ~~
679 2, 7 | kniet sklavisch nieder,~Tyrannenstrenge sei mir fern.~Es sucht der~
680 2, 3 | ROCCO~Ja, die Zisterne ucht~nur geöffnet zu werden.~
681 2, 2 | magst,~vergiß nicht, daß überall~eine Vorsehung ist...ja,~
682 1, 4 | Gouverneur die~Briefschaften überbringe.~Ah ! Er kommt selbst hierher!~
683 1, 6 | mit einer Untersuchung~zu überraschen.~Seien Sie auf Ihrer Hut,~
684 1, 4 | Anschaffung~von Lebensmitteln übertragen habe,~hast du mehr gewonnen,~
685 2, 7 | Nacht enthülle,~die all umfangen schwarz~und schwer.~Nicht,
686 1, 6 | sogleich den Turm.~Sehen Sie unablässig und~mit der größten Achtsamkeit~
687 1, 3 | abholen sollte,~ihn mit Ungeduld.~ LEONORE~Jaquino! Jaquino!~
688 1, 13| Mir beben meine Glieder,~o unglückselig harte Pflicht!~ ~~
689 2, 8 | vernimmt mein Ohr!~ ROCCO~Der Unmensch wollt in~dieser Stunde vollziehn~
690 1, 4 | zurück der Liebe Glück~und unnennbare Freuden.~ ROCCO~Du wirst
691 2, 8 | Bestrafet sei der Bösewicht~der Unschuld unterdrückt,~Gerechtigkeit
692 1, 1 | wenig warten.~Also,~auf unsere Liebe zu kommen...~ MARZELLINE~
693 1, 4 | LEONORE~Nun?~ ROCCO~Für unsereinen ist's am besten,~so wenig
694 | unsre
695 1, 10| länger nicht,~wir folgen unsrer strengen Pflicht.~ ~~
696 1, 12| wir auf solche Art.~Der unten stirbt,~doch laßt die andern
697 | unter
698 | Unterdessen
699 2, 8 | der Bösewicht~der Unschuld unterdrückt,~Gerechtigkeit hält zum
700 2, 2 | unmöglich,~seine Züge zu unterscheiden.~Gott steh mir bei, wenn
701 1, 6 | morgen ab,~um Sie mit einer Untersuchung~zu überraschen.~Seien Sie
702 1, 7 | dem Staate liegt~den bösen Unterthan~schnell aus dem Weg zu~räumen.
703 2, 7 | die lang ersehnt, doch unvermeint,~Gerechtigkeit mit Huld
704 1, 7 | bist von kaltem Blute,~von unverzagtem Mute~durch langen,~langen
705 1, 4 | Stunden~nicht mehr als zwei Unzen~schwarzes Brot und eine~
706 1, 2 | wenn ich die Gesinnungendes~Vaters wüßte,~so könnte bald mein
707 1, 2 | alles~in mir und um mich verändert.~Ach!~Aus dem Mitleiden,~
708 1, 4 | Wenn sich Nichts mit~Nichts verbindet,~ist und bleibt die Summe
709 1, 1 | MARZELLINE~O weh !~Er verbittert mein Leben !~Jetzt, morgen
710 1, 4 | sagt Ihr?~Er muß ein großer~Verbrecher sein.~ ROCCO~Oder er muß
711 2, 2 | FLORESTAN~Wenn ich denn verdammt bin,~mein Leben zu enden,~
712 1, 4 | denn eine so schwere~Strafe verdient?~ ROCCO~Seit einem Monat
713 2, 8 | All Erbarmen, All Erbarmen~vereine diesem Paare sich.~Don Florestan.~
714 1, 4 | ich,~ich behaupte,~daß die Vereinigung zweier~gleichgestimmten
715 1, 2 | O wär' ich schon mit dir vereint,~und dürfte Mann dich nennen !~
716 2, 4 | Mute dich befrein.~ PIZARRO~Verflucht sei diese Stunde,~die Heuchler
717 2, 5 | nahm mich in Dienste,~dein Verfolger selbst~machte mich zum Schließer.~
718 1, 4 | alles,~was zu einer guten,~vergnügten Haushaltung gehört,~man
719 1, 4 | und stillet das~kühnste Verlangen.~Das Glück dient wie ein~
720 1, 4 | obschon ichmich ganz~auf dich verlassen kann.~ MARZELLINE~Vermutlich,
721 1, 4 | Abreise?~O' welche neue Verlegenheit !~ ROCCO~Nun, meine Kinder,~
722 2, 2 | wir haben keine Zeit zu verlieren.~ LEONORE~Es ist unmöglich,~
723 2, 5 | du hierher?~ LEONORE~Ich verließ Sevilla,~ich kam hierher
724 1, 4 | verlassen kann.~ MARZELLINE~Vermutlich, wo der Gefangene sitzt,~
725 2, 8 | O weh mir, weh mir,~was vernimmt mein Ohr!~ ROCCO~Der Unmensch
726 1, 4 | Abreise!~Das machst du recht vernünftig,~lieber Vater!~ LEONORE~
727 1, 4 | angehört.~Ich hätte mich verplappern können,~und ihm hätt ich
728 2, 2 | ROCCO~Ich kann euch nicht verschaffen,~was Ihr verlangt.~Alles
729 1, 4 | gefangen,~und Macht und Liebe verschafft~das Gold und stillet das~
730 1, 2 | Zärtlichkeit,~Der Fleiß verscheucht die Sorgen.~Und ist die
731 2, 2 | laßt mich nicht langsam~verschmachten.~ LEONORE~O Gott,~wer kann
732 1, 10| ROCCO~Ich hätte gerne dich verschont,~doch wird mir allein zu
733 1, 4 | jedem Tage lieber,~und, sei versichert,~dein Lohn soll nicht ausbleiben.~
734 1, 4 | kann nicht eifriger,~nicht verständiger sein!~Ich habe dich auch
735 1, 6 | Trompeter ein Signal geben.~Verstehen Sie,~augenblicklich ein
736 1, 13| auf und nieder,~könnt ich verstehn,~was jeder spricht!~ PIZARRO~
737 1, 1 | zum Weib dich gewählet,~verstehst du?~ MARZELLINE~Das ist
738 1, 1 | nicht~in mich schickest,~verstopf ich mir vollends das Ohr.~
739 1, 1 | sind wir allein,~Wir können vertraulich~nun plaudern.~ MARZELLINE~
740 1, 12| Pizarro, Rocco~ ~PIZARRO~Verweg'ner Alter!~welche Rechte
741 1, 12| wieder ein,~magst du nie mehr~verwegen sein!~ ~~
742 2, 2 | doch Hilfe war mir streng verwehrt.~ LEONORE~Ihr labt ihn gern,
743 1, 4 | wenn du bis morgen nur verweilst.~ MARZELLINE~Ja, guter Vater,~
744 2, 5 | denn wir kennen,~Pizarros Verwirrung, und vor allem~Vater Roccos
745 1, 4 | LEONORE~Euer Vertrauen. Verzeiht mir~diesen kleinen Vorwurf,~
746 2, 4 | die Heuchler spotten mein.~Verzweiflung wird im Bunde~mit meiner
747 1, 10| Mann hinab,~dem ich seit vielen Wochen~stets weniger zu
748 1, 4 | machen.~Jetzt hat er binnen~vierundzwanzig Stunden~nicht mehr als zwei
749 1, 11| ist gescheh'n?~ MARZELLINE~Voll Zorn folgt mir Pizarro nach,~
750 1, 1 | schickest,~verstopf ich mir vollends das Ohr.~ JAQUINO~Ein Weilchen
751 1, 2 | so könnte bald mein Glück~vollkommen werden.~O wär' ich schon
752 2, 2 | verlangt Ihr denn von~mir?~Ich vollziehe die Befehle,~die man mir
753 1, 13| kehrst du wieder~bis ich vollzogen das Gericht.~ ROCCO~Nein,
754 | vom
755 2, 2 | Wohin geht er?~Ist das der Vorbote meines Todes?~ LEONORE~Nein,
756 1, 5 | gebracht.~Ist etwas Neues vorgefallen?~ ROCCO~Nein, Herr!~ PIZARRO~
757 2, 6 | mit sich,~alle sollen ihm vorgeführt werden.~Jaquino öffnet die
758 1, 6 | alle Anstalten zu meinem~Vorhaben zu treffen.~Heute soll der
759 1, 4 | du mehr gewonnen,~als ich vorher in einem ganzen Jahre.~Der
760 1, 6 | ankommen.~Nur die größte Vorsicht~und Eile können mich retten.~
761 1, 6 | Staatsgefängnisse,~denen Sie vorstehen,~mehrere Opfer willkürlicher~
762 1, 12| genommen,~was sonst zu meinem~Vorteil spricht?~Des Königs Namensfest
763 1, 6 | Immer Empfehlungen oder Vorwürfe.~Wenn ich auf alles das
764 1, 4 | Verzeiht mir~diesen kleinen Vorwurf,~aber oft sehe ich euch
765 2, 1 | von mir geflohn.~Wahrheit wagt ich kühn zu sagen,~und die
766 2, 8 | Liebe führte mein Bestreben,~wahre Liebe fürchtet nicht.~ CHOR~
767 1, 4 | gleichgestimmten Herzen~die Quelle des wahren~ehelichen Glückes ist.~O
768 1, 1 | sein!~ JAQUINO~Du bist doch wahrhaftig von Stein,~kein Wünschen,
769 1, 5 | Drei Schildwachen auf den¡~Wall, sechs Mann Tag und~Nacht
770 1, 12| fröhlich hin und wieder wandern,~für Jenen sei der Zorn
771 | Wann
772 1, 1 | Tode mir bang.~ JAQUINO~Es ward ihr im Ernste schon bang;~
773 2, 2 | Arbeiten~wird dir schon warm werden.~ ROCCO~Nur hurtig
774 1, 12| Frühlings Kommen,~das heitre, warme Sonnenlicht,~dann habt ihr
775 1, 2 | nicht erröten~muß ob einem warmen Herzenskuß,~wenn nichts
776 1, 13| GEFANGENEN~Leb wohl,~du warmes Sonnenlicht,~schnell schwindest~
777 2, 4 | fürchterliche Stunde!~O, Gott, was wartet mein?~Ich will nicht mehr
778 1, 7 | Unterthan~schnell aus dem Weg zu~räumen. Du stehst noch
779 1, 1 | anzusehn'n willst du mir wehren?~Auch das noch?~ MARZELLINE~
780 2, 3 | ha, soll ich vor~einem Weibe beben?~So opfr'ich, so opfr'
781 1, 4 | deiner feinen Haut~und deinen weichen Händen.~Gut, Söhnchen, gut,~
782 2, 2 | LEONORE~Geduld!~ ROCCO~Er weicht!~ LEONORE~Nur etwas noch!~
783 1, 1 | vollends das Ohr.~ JAQUINO~Ein Weilchen nur höre mir zu,~dann lass'
784 1, 10| ROCCO~Mir scheint, er weine.~Nein, nein, du bleibst
785 1, 4 | teilen könnte.~ ROCCO~Du weißt doch, daß ich~den strengsten
786 1, 1 | Versprochen?~Nein, das geht zu weit!~ JAQUINO~Zum Henker das
787 1, 4 | weiß,~wie und wo auf die Welt~gekommen bist,~und wenn
788 1, 4 | es Artikel,~auf die wir wenigstens das Doppelte,~gewinnen können!~
789 1, 6 | ein Augenblick!~Die Rache werd' ich kühlen!~dich, dich
790 1, 10| sein.~Wir müssen gleich zum~Werke schreiten, du mußt helfen,~
791 1, 4 | JAQUINO~Es war auch der Mühe wert,~so schnell aufzumachen,~
792 1, 1 | MARZELLINE~Es wird ja nichts Wichtiges sein,~ich darf bei der Arbeit~
793 | wider
794 | Wieviel
795 2, 2 | Es geht mir wider meinen~Willen zu Herzen.~ LEONORE~Er scheint
796 2, 1 | die Ketten sind mein Lohn.~Willig duld' ich alle Schmerzen,~
797 1, 4 | schon das Haar,~der Vater willigt ein,~mir wird so wunderbar,~
798 1, 1 | endlich befreit!~Das ist ein willkommener Klang,~es wurde zu Tode
799 1, 6 | vorstehen,~mehrere Opfer willkürlicher~Gewalt enthalten.~Er reist
800 1, 1 | JAQUINO~Wie?~Dich anzusehn'n willst du mir wehren?~Auch das
801 2, 7 | FERNANDO~Des besten Königs Wink~und Wille führt mich zu
802 2, 2 | Die hehre, bange Stunde winkt,~die Tod mir oder Rettung
803 2, 2 | doch sag ich dir,~das hieße wirklich zu viel wagen.~ LEONORE~
804 2, 2 | heftig pochet dieses Herz,~es wogt in Freud und~scharfem Schmerz.~
805 | woher
806 1, 4 | machst.~Du kaufst alles wohlfeiler als ich.~In den sechs Monaten,~
807 1, 13| Andern murmeln,~nieder, hier wohnt die Lust,~die Freude nicht.~
808 2, 5 | die Zeit unsres~Glückes wolle beginnen.~ FLORESTAN~Sprich,
809 2, 8 | Ohr!~ ROCCO~Der Unmensch wollt in~dieser Stunde vollziehn~
810 2, 3 | Pizarro, den du stürzen wolltest,~Pizarro, den du fürchten
811 2, 2 | FLORESTAN~Wenn Ihr mir dienen wolltet,~so schickt sobald als möglich~
812 | womit
813 2, 8 | hierher...~ PIZARRO~Zwei Worte sagen.~ FERNANDO~Kein Wort!~
814 2, 6 | Frau!~Und gibt Gott meinem Worten Kraft~und lohnt er die Heldentat~
815 1, 6 | Geschick!~In seinem Herzen wühlen, o Wonne,~großes Glück!~
816 1, 1 | wahrhaftig von Stein,~kein Wünschen, kein Bitten,~geht ein.~
817 2, 2 | LEONORE~Ich glaubte schon, wir würden~den Eingang gar nicht finden.~
818 1, 2 | die Gesinnungendes~Vaters wüßte,~so könnte bald mein Glück~
819 2, 4 | mehr im Bunde~mit diesem Wütrich sein.~ ~~
820 2, 6 | Leonore!~ LEONORE~Durch welche Wunder?~ ROCCO~Fort, zögert nicht!~
821 1, 1 | ein willkommener Klang,~es wurde zu Tode mir bang.~ JAQUINO~
822 1, 2 | Morgen,~wir grüßen uns mit Zärtlichkeit,~Der Fleiß verscheucht die
823 2, 8 | ROCCO~Und Qualen ohne~Zahl erlitt!~ FERNANDO~Mein Freund,
824 1, 1 | darf bei der Arbeit~nicht zaudern.~ JAQUINO~Ein Wörtchen,
825 2, 5 | allem~Vater Roccos tröstende Zeichen~sind mir ebenso viele Gründe
826 2, 2 | Jüngling hier,~und Rührung zeigt~auch dieser Mann, o Gott,~
827 1, 4 | der Gefangenen wird~sie zerbrechen.~ ROCCO~Wieviel kostet alles
828 1, 10| in den Tod!~ ROCCO~In der zerfallenen Zisterne bereiten~wir die
829 2, 3 | wer ihm sein stolzes Herz zerfleischt~Der Rache Dunkel sei zerriss~
830 2, 3 | zerfleischt~Der Rache Dunkel sei zerriss~sieh her, du hast mich~nicht
831 1, 6 | Tat kann~alle Besorgnisse zerstreuen!~Ha! Ha! Ha!~Welch ein Augenblick!~
832 2, 5 | glauben, unser Leiden sei~am Ziel und die Zeit unsres~Glückes
833 2, 8 | Leonore?~ ROCCO~der Frauen Zierde fuhr' ich vor;~sie kam hierher...~
834 2, 2 | stelle dich hierher!~Du zitterst, fürchtest du dich?~ LEONORE~
835 1, 10| ROCCO~Nein, guter Junge,~zittre nicht, zum Morden,~zum Morden
836 2, 2 | Es ist unmöglich,~seine Züge zu unterscheiden.~Gott steh
837 1, 4 | hungrig sein.~Drum lächle der Zufall euch~gnädig und hold und
838 2, 2 | klagen haben,~ihr sollt gewiß zufrieden sein.~ ROCCO~Komm, hilf,
839 1, 5 | Mann Tag und~Nacht auf der Zugbrücke,~ebenso viele gegen den
840 1, 10| sehen, und müßt ich selbst~zugrunde gehen!~ BEIDE~O säumen wir
841 1, 4 | um den Patron da herein zulassen.~ ROCCO~Armer Fidelio,~diesmal
842 1, 4 | außer~Atem und ermattet zurückkommen,~warum erlaubt Ihr mir nicht,~
843 1, 4 | auch erlaubt,~meine ich,~zuweilen daran zu denken,~wie man
844 | zwar
845 1, 4 | behaupte,~daß die Vereinigung zweier~gleichgestimmten Herzen~
846 2, 2 | Kopf gehoben.~ ROCCO~Ohne Zweifel wird er wieder~tausend Fragen
847 1, 1 | diese Tür heute~nicht schon zweihundertmal~aufgemacht habe, so will
848 1, 9 | Freiheit,~kehrst du zurück?~ ZWEITE GEFANGENE~Sprecht leise,
849 1, 4 | alles zusammen?~ LEONORE~Zwölf Piaster ungefähr.~Hier ist
|