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3. REZITATIV UND
ARIE
Turandot
Genug! mein Kopf steht nach anderen
Dingen!
Es pocht mein Herz in ungewohntem Schlag,
mein Geist treibt sich, das Blut es stockt und
jagt!
Ich fühle mich unsicher...
daß ich ihn liebe,
sollt' es so sein?
Daß ich ihn hasse,
doppelte Pein!
Noch wich ich keinem,
mir selbst betreut;
würd' es sich wenden,
schnell wär's bereut!
O, daß ich fände,
was ihn beschämt,
o, daß ich's fände!
Doch all mein Denken
starret gelähmt;
und ob er siege,
ob er erliege,
mein Stolz, mein Stolz
fällt, ach, bezähmt!
Richte dich aufwärts!
Mein hoher Mut;
zum letzen Male
wehre wehre dich gut!
Richte dich aufwärts!
Ein würdiges Ende
herbeigeführt!
Ein würdiges Ende
herbeigeführt:
Turandot sterbe,
doch unberührt!
Adelma
Ich erkenn' euch nicht wieder, so sehr
gebärdet ihr euch fremd. Hat der Anblick
dieses Glücksprinzen das Metall
eurer Seele zum Glühen gebracht?
Mir wär's drum leid.
Turandot
Du empörst mich.
Adelma
Ich möchte euch gern zufrieden sehen.
Verzeiht.
Turandot
Du meinst es ja redlich. Sag', was soll ich tun?
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