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SCHLUß
Wir wollten euch,
Ehrwürdige Brüder, von unseren großen Besorgnissen, die sicher auch ihr teilt,
Mitteilung machen, von den Besorgnissen über schwere Gefahren, die dem
christlichen Glauben und der Sittlichkeit drohen können, wenn diese
weittragenden Erfindungen der Sendetechnik für Ton und Bild zum Schlechten mißbraucht
werden.
Doch haben wir es nicht
unterlassen, auch die Vorteile und den vielfachen Nutzen aufzuzeigen, den diese
neuen Medien zu bringen vermögen. Zu dem Zweck haben wir im Lichte des
christlichen Glaubens und der Vorschriften des Naturgesetzes die Grundsätze
erläutert, nach denen sich die Tätigkeit jener richten muß, die diese
Sendegeräte für Ton und Bild handhaben, wie das Gewissen derer, die sie
benützen. Gerade damit nun diese Geschenke der göttlichen Vorsehung das Heil
der Seelen fördern, haben wir euch väterlich zu einer aufmerksamen Sorge, aber
auch zum mutigen Einsatz eures Handelns und eurer Autorität aufgefordert. Denn
Aufgabe der diesbezüglichen Landesämter, die wir euch bei dieser Gelegenheit
noch einmal empfehlen, ist es, nicht nur zu bewahren
und zu verteidigen, sondern vor allem die vielen Bildungswerke, die in den
verschiedenen Nationen begonnen wurden, zu leiten, zu ordnen und zu
unterstützen, damit über den schwierigen und weithin sich erstreckenden Sektor
der Technik christlicher Geist ausgestrahlt werde.
Da wir nun aber einmal fest
auf den Sieg der Sache Gottes vertrauen, glauben wir sicher, daß unsere hier
erteilten Vorschriften und Weisungen - deren sorgfältige Durchführung wir der
päpstlichen Kommission für Film, Funk und Fernsehen anvertrauen - einen neuen
apostolischen Eifer auf diesem Feld zu wecken vermöge, das beglückende und
reiche Ernte verspricht.
In dieser Hoffnung, die
eure uns wohlbekannte eifrige Hirtensorge voll bestätigt, erteilen wir euch,
Ehrwürdigen Brüdern, wie auch dem einem jeden von euch anvertrauten Klerus und
Volk, namentlich aber denen, die zur Erfüllung unserer Wünsche und Weisungen zu
mutiger Tat schreiten werden, als Unterpfand himmlischer Gnaden aus der Fülle
des Herzens den Apostolischen Segen.
Gegeben zu Rom, am Grabe des hl. Petrus, am 8.
September, dem Fest der Geburt der allerseligsten Jungfrau
Maria, im Jahre 1957, dem neunzehnten unseres Pontifikats.
PAPST PIUS XII.
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