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Es ist darum nicht zu
verwundern, wenn die Inhaber der höchsten kirchlichen Gewalt diese
schwerwiegende Angelegenheit unter dem Gesichtspunkt behandelten, das ewige
Heil derer zu sichern, die nicht "mit vergänglichem Gold oder Silber
erkauft sind (...), sondern durch das kostbare Blut Christi, des Lammes ohne
Fehl und Makel"3, und alle Fragen
sorgfältig erwogen, die Film, Funk und Fernsehen den Christen heute vorlegen.
Es ist
jetzt mehr als 20 Jahre her, daß unser Vorgänger hochseligen Angedenkens Papst
Pius XI. unter Benutzung des "wahrlich
wunderbaren Hilfsmittels Marconis" die erste Rundfunkbotschaft " an
alle Völker und an jegliches Geschöpf" richtete4.
Und wenige Jahre später
sandte unser Vorgänger jenes wunderbare Rundschreiben, das mit den Worten
"Mit wacher Sorge"5 beginnt, an die Ehrwürdigen Brüder,
Erzbischöfe und Bischöfe der Vereinigten Staaten Nordamerikas; in diesem
Schreiben, in dem er über den Film sehr weise auch den heutigen Zeiten
angepaßte Vorschriften gab, sagte er unter anderem: "Es ist dringend
notwendig, ja dafür zu sorgen, daß alles, was - Geschenk Gottes - der
Fortschritt in die menschlichen Wissenszweige und auch in die technische Vervollkommnung
eingeführt hat, der Ehre Gottes, dem Heil der Seelen und der Ausbreitung des
Reiches Christi wirklich diene, daß wir alle, wie die Kirche uns beten läßt, so
durch die zeitlichen Güter hindurchgehen, daß wir die ewigen nicht
verlieren"6.
Wir selbst haben im Laufe
unseres Pontifikats bei gegebener Gelegenheit oft den gleichen Gegenstand
behandelt und den Seelsorgern wie den verschiedenen Gruppen der Katholischen
Aktion und den christlichen Erziehern geeignete Richtlinien gegeben. Gern haben
wir außerdem die verschiedenen Berufsgruppen von Film, Rundfunk oder Fernsehen
zu uns zugelassen; Wir haben ihnen unsere Bewunderung bekundet für den
staunenswerten Fortschritt dieser Schöpfungen der Technik und ihrer Meister;
wir haben ihnen, die für jeden von ihnen verbindlichen Pflichten bezeichnet,
ebenso die großen von ihnen erworbenen Verdienste, die Gefahren, in die sie
leicht geraten, wie auch die hohen Ideale, die ihr Denken erleuchten und ihren
Willen leiten sollen.
Wie ihr wißt, ließen wir es
uns auch angelegen sein, hier an der Römischen Kurie einen besonderen Ausschuß7 einzusetzen, dessen Aufgabe es sein
sollte, die verschiedenen Fragen des Films, des Funks und des Fernsehens in
ihrer Beziehung zum katholischen Glauben und zur christlichen Moral sorgsam zu
überprüfen; von diesem Rat können die Bischöfe und alle, die es angeht,
zweckdienliche Richtlinien erfragen.
Haufig machen wir selbst
von diesen neuzeitlichen und wundervollen Mitteln Gebrauch, um durch sie
leichter die ganze Herde mit dem obersten Hirten zu verbinden und zwar so, daß
unsere Stimme in verlässigem und sicherem Flug über den Raum von Erde und Meer,
aber auch hin über die stürmischen Fluten der Geister die Menschenherzen
erreiche und heilsam zu beeinflussen vermöge, wie es das uns anvertraute und
heute gleichsam ins Unermeßliche erweiterte höchste Apostolische Amt von uns
verlangt8.
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