Es ist
uns ein großer Trost zu wissen, wie unsere und unseres unmittelbaren Vorgängers
seligen Angedenkens Papst Pius XI. mahnende Worte
nicht wenig dazu beigetragen haben, daß Film, Funk und Fernsehen bestrebt
waren, die Menschen wieder an ihre seelische Vervollkommnung, ja sogar an die
Förderung der Ehre Gottes zu gemahnen.
Es sind ja, Ehrwürdige
Brüder, durch eure eifrige und wache Sorge Unternehmen und Werke in Angriff
genommen worden, durch welche diese Art Apostolat in den einzelnen Diözesen und
Nationen gefördert werden und darüber hinaus in gemeinsamem Planen und Wirken
alle Völker umfassen sollte.
Nicht wenige Männer des
öffentlichen Lebens, wie Vertreter der Wissenschaft und Wirtschaft, wie auch
viele Besucher jener Darbietungen, Katholiken und Nichtkatholiken, haben in
dieser hochwichtigen Angelegenheit Proben ihres guten Willens gegeben; unter
Opfern, auch materiellen, suchten sie zu erreichen, daß die Gefahr des Bösen
gebannt, Gottes Gebote heiliggehalten und die Würde der menschlichen Person
geschützt würde.
Indes müssen wir leider das
Wort des Völkerapostels wiederholen: "Nicht alle leisten dem Evangelium
Folge"9; denn auch auf diesem Gebiet fehlt es nicht an solchen,
die dem Lehramt der Kirche weder Verständnis noch Anerkennung entgegenbringen,
ja, die ihm auf jede Weise entgegenarbeiten: ihr kennt sie, die von ungeordneter
Gewinnsucht getrieben werden; oder die vom Irrtum verblendet der Würde und
Freiheit der menschlichen Natur nicht den gebührenden Platz einräumen; oder die
endlich über die Kunst in allen ihren Formen eine mit der Wahrheit nicht
vereinbare Ansicht vertreten.
So sehr
wir ihre Haltung tief bedauern, so können wir uns doch unserer Pflicht nicht
entziehen und vom rechten Weg abweichen. Dabei vertrauen wir darauf, daß, was dem
göttlichen Heiland seine Feinde sagten, auch uns gelten wird: "Wir wissen,
daß du wahrhaft bist und den Weg Gottes der Wahrheit gemäß lehrst und nach
niemandem fragst"10.
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