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Pius XII
Miranda prorsus

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  • 1 - ALLGEMEINER TEIL
      • 2 - Das "Senden" des Guten
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2 - Das "Senden" des Guten

 

Gott, als das höchste Gut, teilt dem Menschen, Gegenstand seiner besonderen Sorge und Liebe, jederzeit seine Gaben aus; von diesen aber sind die einen geistiger Art, die anderen für das irdische Leben bestimmt. Die letzteren sind, wie es sich versteht, den ersteren untergeordnet, und zwar gleicherweise wie der Körper dem Geist untergeordnet sein soll; mit dem Geist aber ist Gott, bevor er sich in der beseligenden Anschauung ihm mitteilt, verbunden durch den Glauben und die Liebe, die "in unsere Herzen ausgegossen ist durch den Heiligen Geist, der uns verliehen wurde"14.

           Da Gott das Bild der eigenen Vollkommenheit im Menschen zu sehen wünscht15, wollte er ihn auch am Werk der Beschenkung mit geistlich-übernatürlichen Werten teilnehmen lassen, hat ihn also zum Boten und Verteiler dieser Gaben an seine Brüder und die ganze Menschheitsgemeinschaft gemacht und so in sein eigenes Werk einbezogen. Der Mensch hat sich seit der Urzeit von Natur aus daran gewöhnt, mit Hilfe von Zeichen, die er der gegenständlichen Welt entnahm und denen er eine immer vollkommenere Form zu geben suchte, sein Geistesgut anderen mitzuteilen. Von den Bildern und Schriftzeichen der ältesten Zeit an bis zur vollendeten Technik unserer Tage sind darum alle Geräte, welche die Menschen miteinander verbinden, zu dem hohen Ziel bestimmt, die Menschen hierin zu Mitarbeitern Gottes werden zu lassen.

Damit der Plan der Göttlichen Vorsehung sicherer und wirkungsvoller zur Ausführung gelange, haben wir kraft unserer Apostolischen Vollmacht durch ein Apostolisches Rundschreiben "den Heiligen Erzengel Gabriel, der den Sterblichen (...) die heißersehnte Botschaft von der Erlösung der Menschheit überbrachte, zum himmlischen Patron bei Gott"16 bestellt für die technischen Erfindungen, welche die Menschen instand setzen, mit dem elektrischen Strahl schnellstens Worte an Abwesende zu schreiben, von sehr weit entfernten Orten miteinander zu sprechen, Nachrichten auf Ätherwellen zu senden, endlich Dinge und Ereignisse, sie mögen noch so weit weg sein, durch die dem Auge dargebotenen Bilder wie gegenwärtig zu sehen17. Als Wir diesen himmlischen Patron erwählten, war es unsere Absicht, es möchten alle, deren Händen solch segenspendende Geräte anvertraut sind, sich der Würde des einem jeden von ihnen anvertrauten Amtes bewußt werden; können doch mit ihnen die unschätzbaren Reichtümer Gottes unter den Menschen verbreitet werden wie gute Samenkörner, die Früchte der Wahrheit und Güte zu bringen berufen sind.




14 Rom V, 5.



15 Vgl. Matt. V, 48.



16 Litt. Apost. d. 12 Ianuarii, a. 1951: AAS., vol. XLV, 1952, pag. 216-217.



17 Vgl. ibid. pag. 216.






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