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Unter den verschiedenen
technischen Formen nehmen, wie wir ausgeführt haben, jene heute einen
besonderen Platz ein, die in größter Weite und Breite dem Ohr und Auge, durch
Stimme und Bild, alle Arten von Mitteilungen zukommen lassen.
Diese Art, Bild und Stimme
zu übertragen, ist nach der Lehre des Aquinaten auch für den Bereich des
Geistigen der menschlichen Natur sehr angepaßt: "Es ist", so sagt er,
"dem Menschen natürlich, durch die sinnenhaften Dinge zu den geistigen zu
gelangen; denn alle unsere Erkenntnis nimmt ihren Ausgang vom Sinnenhaften"24.
Besonders der Gesichtssinn, weil edler und höherstehend als die übrigen Sinne25, führt leichter zur Erkenntnis des
Geistigen.
Deshalb sind die drei
vorzüglichen technischen Sendemittel, durch welche der Laut an das Ohr und das
Bild an das Auge von fernher übertragen werden, also Film, Funk und Fernsehen,
nicht allein für Erholung und Entspannung da, obwohl nicht wenige Hörer und
Zuschauer nur darauf aus sind, sondern hauptsächlich zur Verbreitung von
Werten, die für die Kultur der Seele und das Wachsen in der Tugend Bedeutung
haben und so nicht wenig zum haltbaren Aufbau der heutigen Volksgemeinschaft
beizutragen vermögen.
Tatsächlich bieten diese
technischen Mittel leichter als das gedruckte Wort die Möglichkeit geistiger
Zusammenarbeit und geistigen Austausches: zunächst zur Pflege weltlicher
Kultur; die katholische Kirche jedoch, die kraft der ihr anvertrauten Sendung
die ganze Menschheit umfaßt, wünscht die Einheit aller im gemeinsamen Besitz
befindlichen echten Werte.
Das also
soll der erste Zweck von Film, Rundfunk und Fernsehen sein, daß sie der
Wahrheit und dem Guten dienen.
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