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Damit aber bei dieser Lage
der Dinge derartige Beiträge das erreichen können, was sie erreichen sollen,
müssen Geist und Herz der Zuschauer so vorgebildet sein, daß sie nicht nur die
Eigenart einer jeden der Techniken verstehen, sondern dabei vor allem durch ein
richtig eingestelltes Bewußtsein sich leiten lassen, solcher Art, daß sie die
verschiedenen Elemente, die ihnen Filmwand, Fernseher und Lautsprecher
darbieten, mit reifem Urteil verarbeiten können, nicht aber, wie es häufig
geschieht, durch deren Macht in Bann geschlagen und willenlos fortgerissen
werden.
Wenn diese innere, von der
christlichen Wahrheit noch überstrahlte Bildung fehlen sollte, könnten weder
die ehrbare Erholung, von deren "jedermann weiß, daß sie für alle in der
Arbeit und den Sorgen des Lebens Stehenden notwendig ist"31, noch der kulturelle Fortschritt als gesichert gelten.
Die Katholiken sind sich
besonders in den letzten Jahren in lobenswerter Einsicht der Notwendigkeit
einer gesunden Vorbildung des Zuschauers bewußt geworden, und vieles ist
geschehen, was darauf abzielt, daß Jugendliche und Erwachsene sich über den
Nutzen wie die Gefahren dieser Stücke genügend und konkret klar werden. Dies
soll jedoch niemals einen Vorwand für den Besuch von Stücken bieten, die den
guten Sitten widersprechen; es muß vielmehr dazu führen, daß nur solche Stücke
auf das Programm gesetzt werden, die mit den Vorschriften der Kirche unter dem
religiös-sittlichen Gesichtspunkt übereinstimmen und den von den kirchlichen
Filmämtern erlassenen Vorschriften entsprechen.
Wenn diese Vorschriften,
wie wir zuversichtlich annehmen, den Grundsätzen der Erziehung und echter
Kultur entsprechen, billigen wir sie, ja wir empfehlen sie; wir wünschen sogar,
daß sie in alle Schulen, in die Gruppen der Katholischen Aktion und in die
Pfarrvereine Eingang finden.
Die gebührende Vorbildung
der Zuschauer wird einerseits bewirken, daß die Gefahren einer Sittenverderbnis
vermindert werden; anderseits wird sie die Gläubigen befähigen, von den
neugewonnenen Erkenntnissen den Geist zur Betrachtung der göttlichen Wahrheiten
zu erheben.
Ein besonderes Wort des
Lobes wollen wir auch aus diesem Grund an jene Missionäre richten, die im
Bewußtsein ihrer Pflicht, das Sittengut der von ihnen betreuten und auf den Weg
der Wahrheit geführten Völker unversehrt bewahren, auch Lichtspiel, Rundfunk
und Fernsehen gebührend in ihren Dienst stellen. So vermitteln sie ihnen die
nützlichen und heilbringenden Erfindungen unserer Zeit. Wir
wünschen deshalb, daß ihr Wirken gerade bei den kirchlichen und staatlichen
Behörden Unterstützung finde.
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