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Verantwortung lastet aber
nicht nur auf den Zuschauern, die mit dem Kauf einer Eintrittskarte
gewissermaßen jedesmal ihre Stimme für den guten oder schlechten Film abgeben;
größer noch ist die der Kinobesitzer und der Filmverteiler.
Wir kennen die vielen
Schwierigkeiten, mit denen heutzutage die Filmschaffenden aus verschiedenen
Gründen zu kämpfen haben, auch wegen der raschen Entwicklung des Fernsehens.
Aber trotz der augenblicklichen Schwierigkeiten müssen sie sich bewußt bleiben,
daß es ihnen im Gewissen verboten ist, Filme herauszugeben, die dem Glauben und
den guten Sitten Eintrag tun, oder Verträge einzugehen, die sie zur Darbietung
solcher Stoffe zwingen würden. In vielen Ländern haben sie sich verpflichtet,
unter keinen Umständen schädliche oder schlechte Filme zu bieten, und wir haben
das feste Vertrauen, daß eine derart ausgezeichnete Initiative sich über die
ganze Welt hin ausbreite, und daß kein katholischer Kinobesitzer zögere, einem
so fruchtbaren und heilsamen Plan sich anzuschließen.
Mit Nachdruck müssen wir
auch darauf aufmerksam machen, daß hinterlistige oder
schmutzige Reklame aus Geschäftsinteresse nicht in Frage kommen darf, auch wenn
deren Anpreisungen sich bisweilen auf anständige Filme beziehen. "Wer
vermag zu sagen, wieviel seelischen Schaden derartige Bilder besonders den
Jugendlichen zufügen, wieviel unreine Gedanken und unlauteres Empfinden sie
wecken, wieviel sie zum Verderb der Sitten des Volkes, ja selbst zum Schaden
des Staatswohles beitragen"41.
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