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6 - Die Filmspieler
Bei der gestellten Aufgabe, das Filmwesen auf bessere Grundlagen zu stellen, tragen die Filmschauspieler einen nicht geringen Teil an Verantwortung. Im Bewußtsein ihrer Menschen und Künstlerwürde mögen sie wissen, daß es ihnen nicht erlaubt ist, sich für unsittliche Darstellungen herzugeben, mag es sich nun um Einzelszenen oder um ganze Streifen handeln. Jeder Schauspieler, der sich durch seine künstlerische Begabung einen Namen erworben hat, muß das Ansehen, das er genießt, benützen, um im Gemüt des Volkes edle und erhebende Empfindungen zu wecken. Auch muß er daran denken, daß es vor allem seine Pflicht ist, den Mitmenschen in seinem Privatleben das gute Beispiel eines Tugendlebens zu geben. In einer Ansprache an die Schauspieler haben wir gesagt: "Jedermann begreift die heftige Gemütsbewegung, die euch erfaßt und mit Freude und Hochgefühl durchströmt vor einem Publikum, das auf euch schaut, nach euch verlangt, euch zujubelt, euch umtobt"42. Obwohl solches Empfinden erlaubt und recht ist, darf es doch nicht dazu führen, daß der christliche Schauspieler vom Publikum Ovationen entgegennimmt, die schon fast an Götzendienst erinnern; denn auch ihm gilt, was unser Erlöser sagt: "So leuchte euer Licht vor den Menschen, daß sie eure guten Werke sehen und euren Vater preisen, der im Himmel ist"43. |
42 Vgl.Sermo de arte scaenica d. 26 Augusti, a. 1945 habitus: Discorsi e Radiomessaggi di S. S. Pio XII, vol. VII, pag. 157. 43 Matt. V, 16. |
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