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Pius XII
Mediator Dei

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Schlußwort und Segen

 

374. Das ist es, ehrwürdige Brüder, was Wir euch schreiben wollten. Wir tun es in der Absicht, damit Unsere und eure Kinder die überaus kostbaren, in der heiligen Liturgie enthaltenen Schätze immer besser erkennen und immer mehr würdigen: nämlich das eucharistische Opfer, welches das Kreuzesopfer vergegenwärtigt und erneuert; die Sakramente, Ströme der göttlichen Gnade und des göttlichen Lebens; den Lobpreis, den Erde und Himmel täglich zu Gott emporsteigen lassen.

Es sei Uns erlaubt zu hoffen, Unsere Ermahnungen möchten die Trägen und Widerspenstigen nicht nur zu eifrigerem und genauerem Studium der Liturgie, sondern auch zu neuer Entfachung ihres übernatürlichen Geistes im tätigen Leben veranlassen, gemäß dem Apostelwort: Löschet den Geist nicht aus185

375. Für jene aber, die ein gewisser Übereifer antreibt, bisweilen Dinge zu sagen, die Wir leider nicht billigen können, wiederholen Wir die Worte des heiligen Paulus: Prüfet alles; was gut ist, behaltet186Mit väterlicher Güte ermahnen Wir sie, ihr Denken und Handeln nach der christlichen Lehre zu gestalten, im Einklang mit den Vorschriften der makellosen Braut Jesu Christi und Mutter aller Heiligen.

Allen rufen Wir sodann die unbedingte Notwendigkeit eines hochherzigen und zuverlässigen Gehorsams gegenüber den Oberhirten in Erinnerung, die das Recht und die Pflicht haben, das ganze, vor allem das geistliche Leben der Kirche zu leiten: Gehorcht euren Vorstehern und fügt euch. Sie wachen über eure Seelen und müssen einst Rechenschaft über sie ablegen. Möchten sie das mit Freuden tun können und nicht mit Seufzen187

376. Gott, den wir anbeten, ist nicht ein Gott der Zwietracht, sondern des Friedens188Möge er in seiner Güte uns allen gewähren, in dieser irdischen Verbannung eines Sinnes und eines Herzens teilzuhaben an der Liturgie, die gleichsam die Vorbereitung und das Unterpfand der himmlischen Liturgie ist, wo wir einst, wie wir hoffen, im Verein mit der allerseligsten Mutter Gottes und unserer liebreichsten Mutter aufjubeln werden: Dem, der auf dem Throne sitzt, und dem Lamme, gebührt Lob, Ehre, Ruhm und Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit189

In dieser zuversichtlichen Hoffnung, erteilen Wir euch, ehrwürdige Brüder, einzeln und insgesamt, sowie den euerer Hirtensorge anvertrauten Gläubigen, als Unterpfand himmlischer Gnaden und als Erweis Unseres besonderen Wohlwollens in innigster Liebe den Apostolischen Segen.

Gegeben zu Castel Gandolfo, bei Rom, am 20. November 1947, im neunten Jahre Unseres Pontifikates.

 

            PAPST PIUS XII.


 




185 I Thess. V 19.



186 I Thess. V 21.



187 Hebr. XIII 17.



188 I Kor. XIV 33.



189 Geh. Offb. V 13.






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