6. Der hl.
Stephan wird dargestellt, wie er die heilige Krone in seinen Händen hält und
das Reich und sein Volk der großen »Herrin der Ungarn« weiht. An dieser
Widmungsgeste hat das ungarische Volk bis in unsere Tage so eng festgehalten,
daß die Marienverehrung zu einem Merkmal der Nation wurde. Daher erinnere ich
mich mit Freude, daß ich vor zehn Jahren anläßlich meiner Pastoralreise nach
Ungarn zum Abschluß der auf dem Heldenplatz in Budapest zelebrierten Messe
diese Weihe eurer Heimat an die große Herrin der Ungarn zusammen mit dem
gesamten ungarischen Volk erneuert habe. Nun da sich das »Ungarische Jahrtausend«
seinem Ende zuneigt, ist es angezeigt, daß ihr mit dem gleichen Gebet diesen
Weiheakt erneuert.
Der Schutz der allerseligsten
Jungfrau Maria, der Herrin der Ungarn, den eure Bevölkerung im Laufe seiner
Geschichte so oft erfahren hat, leite eure in Kirche und Welt Verantwortung
Tragenden und euer Vaterland in diesem Jahrtausend auf dem Weg der Entwicklung,
des Fortschritts, der christlichen Tugenden, der Solidarität und des Friedens!
Zu diesem bedeutenden Festtag eures Volkes erteile ich euch allen gerne den
Apostolischen Segen.
Aus Castelgandolfo, am 25.
Juli 2001, im dreiundzwanzigsten Jahr meines Pontifikats
JOHANNES PAUL II.
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